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TSMC verneint Investitionsgespräche und Partnerschaften mit Intel

TSMC widerspricht Berichten über Gespräche mit Intel zu einer Partnerschaft oder Investitionen. In diesem Artikel erfahrt ihr, was TSMC und Intel aktuell beschäftigt und welche Folgen das hat.

Keine Gespräche zwischen TSMC und Intel

Der weltweit größte Auftragsfertiger für Halbleiter, die Taiwan Semiconductor Manufacturing Corporation (TSMC), hat aktuelle Berichte dementiert, wonach Intel eine Partnerschaft oder gemeinsame Investitionen angefragt habe. Laut der Taipei Times bestritt das Unternehmen explizit eine Meldung des Wall Street Journal, nach der Intel angeblich eine gemeinsame Unternehmung mit TSMC vorgeschlagen habe. Die Quellen des Wall Street Journal behaupteten zudem, Intel habe auch Apple kontaktiert, um Möglichkeiten einer Zusammenarbeit auszuloten. Diese Neuigkeiten wurden bekannt, kurz nachdem Nvidia für fünf Milliarden US-Dollar (rund 4,67 Milliarden Euro) Intel-Aktien erworben und beide Unternehmen eine gemeinsame Entwicklung eines x86 RTX System-on-Chip angekündigt haben.

Intels aktuelle Suche nach Partner:innen und Investoren

Berichte über eine mögliche Partnerschaft zwischen Intel und TSMC gibt es schon länger, doch TSMC hat solche Pläne stets verneint. Intel befindet sich aktuell in einer angespannten finanziellen Lage, die bereits 2024 öffentlich wurde. Das Unternehmen sucht daher intensiv nach neuen Partner:innen und Investor:innen. Erst im letzten Monat investierte der japanische Techkonzern SoftBank zwei Milliarden US-Dollar (rund 1,87 Milliarden Euro) in Intel. Gleichzeitig erhielt Intel die noch ausstehenden 5,7 Milliarden US-Dollar (etwa 5,32 Milliarden Euro) aus dem US-amerikanischen CHIPS and Science Act, allerdings im Gegenzug für eine zehnprozentige Beteiligung an dem Unternehmen.

Die beträchtlichen frischen Geldmittel ermöglichen es Intel, weiterhin stark in Investitionen und Infrastruktur zu investieren. Intels Geschäftsführer Lip-Bu Tan setzt allerdings auch an anderer Stelle den Rotstift an: Das Unternehmen hat im Zuge eines Sparprogramms weltweit mehr als 12.000 Stellen, also etwa ein Fünftel aller Mitarbeiter:innen, abgebaut. Intel trennt sich von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Geschäftsbereichen, um sich verstärkt auf die hauseigenen Technologien zu konzentrieren.

Unsichere Zukunft für Intel und Abstand von TSMC

Obwohl Intel zuletzt hohe Summen aufgenommen hat, steht das Unternehmen weiter vor großen Herausforderungen. Der Halbleiterhersteller arbeitet an neuen Chip-Generationen, hat jedoch insbesondere mit der Produktionsausbeute seines 18A-Prozesses zu kämpfen. Der Geschäftsführer kündigte zudem an, dass Intel die Entwicklung der 14A-Generation und weiterer High-End-Technologien einstellen könnte, falls kein bedeutender Abnehmer gefunden wird. Laut Geschäftsprognose wird Intels Auftragsfertigungssparte zudem frühestens 2027 die Gewinnzone erreichen, was eng mit der Einführung der 14A-Prozesse verbunden ist – sofern diese überhaupt realisiert werden.

Auch im Endkund:innenbereich spiegeln sich Intels Probleme wider. Analyst:innen berichten, dass die neuen Lunar Lake-Prozessoren auf zurückhaltendes Interesse stoßen, vor allem weil Käufer:innen wenig Bedarf für KI-Chips sehen. Weil jedoch die Nachfrage nach den älteren Raptor Lake-Prozessoren steigt, hat Intel die Preise dieser Vorgängermodelle erhöht.

Diese Entwicklungen könnten erklären, warum TSMC derzeit kein Interesse an einer strategischen Zusammenarbeit mit Intel bekundet. Hinzu kommt, dass TSMC traditionell Wettbewerbern aus dem Foundry-Bereich nicht zu nahe treten will – insbesondere dann, wenn nicht ein erheblicher technologischer oder geopolitischer Vorteil zu erwarten ist. Ohne einen solchen Mehrwert ist in absehbarer Zeit kaum mit einer Partnerschaft oder einem größeren Investment zwischen TSMC und Intel zu rechnen.

Via: https://www.tomshardware.com
Titelbild: KI

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Michael Reimann

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