Die Intel-Aktie legt vorbörslich deutlich zu, nachdem Donald Trump eine neue Zusammenarbeit mit Apple angekündigt hat. Demnach sollen Chips künftig in den USA entwickelt und gefertigt werden.
Trumps Ankündigung lässt Intel-Kurs steigen
Die Anteilsscheine von Intel sind am Donnerstag im vorbörslichen Handel um rund 9 Prozent gestiegen. Auslöser war eine Aussage von US-Präsident Donald Trump auf der Plattform Truth Social. Dort erklärte Trump, Intel habe eine Vereinbarung mit Apple getroffen, nach der der Chiphersteller gemeinsam mit Apple Chips in den Vereinigten Staaten entwerfen und produzieren werde.
Trump kritisierte in seinem Beitrag frühere Präsidenten der USA und warf ihnen vor, die Wirtschaft vernachlässigt zu haben. Dadurch hätten Taiwan und andere Länder amerikanische Halbleiterfabriken „gestohlen“. Daran anschließend erklärte er, Apple habe zugestimmt, mit Intel zusammenzuarbeiten, um seine Chips in Amerika zu entwickeln und herzustellen. Konkrete Details zu Art, Umfang oder Laufzeit der Vereinbarung nannte Trump in dem Beitrag nicht.
Intel mit starkem Kursplus nach jahrelanger Durststrecke
Intel hatte in den vergangenen Jahren mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen und seine einst dominante Marktstellung im Halbleitergeschäft verloren. Zuletzt konnte das Unternehmen jedoch wieder deutlich an Wert gewinnen. In den vergangenen zwölf Monaten ist die Aktie um 464 Prozent gestiegen. Damit erreichte Intel eine Marktkapitalisierung von 608,7 Milliarden US‑Dollar (rund 563 Milliarden Euro).
Der erneute Kurssprung am Donnerstag knüpft an diese Entwicklung an. Zuletzt lagen die Intel-Papiere 8,7 Prozent im Plus. Auch Apple legte im vorbörslichen Handel zu, wenn auch deutlich moderater. Die Apple-Aktie verzeichnete ein Plus von 0,6 Prozent. Genaue Kursstände oder weitere Marktreaktionen wurden zunächst nicht bekannt.
Offene Fragen zur Kooperation von Intel und Apple
Die von Trump angekündigte Zusammenarbeit wirft zahlreiche Fragen auf. Unklar ist vor allem, welche Produkte oder Chip-Serien von der möglichen Kooperation betroffen wären und in welchen US-Werken Intel die Fertigung vornehmen könnte. Ebenfalls offen bleibt, ob es sich um eine völlig neue Vereinbarung handelt oder um eine Erweiterung bestehender Geschäftsbeziehungen.
Der Nachrichtensender CNBC hat sowohl Intel als auch Apple um eine Stellungnahme gebeten. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lagen jedoch noch keine Antworten der Unternehmen vor. Es bleibt damit zunächst bei der Ankündigung über Truth Social, ohne Bestätigung durch Intel oder Apple. Weitere Informationen könnten im Laufe des Tages folgen, sobald sich die beteiligten Konzerne äußern oder zusätzliche Details bekannt werden.
CNBC weist darauf hin, dass es sich um eine laufende Entwicklung handelt und der Bericht aktualisiert wird, sobald neue Informationen vorliegen. Anleger:innen müssen daher vorerst mit begrenzten Fakten zur möglichen Chip-Partnerschaft zwischen Intel und Apple auskommen.
Via: https://www.cnbc.com
Titelbild KI (Zur Illustration)

