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Tim Cook bleibt Apples Trump-Flüsterer im Hintergrund

Trump trifft Tech-CEOs

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Tim Cook gibt den Posten als Apple-Chef ab und wird künftig als Executive Chairman agieren. Eine zentrale Aufgabe behält er dabei: die politische Kommunikation mit Donald Trump.

Neue Rolle, alte Aufgabe

Apple beschreibt Cooks künftigen Job in einer Pressemitteilung so: Als Aufsichtsratsvorsitzender werde er „bei bestimmten Aspekten des Unternehmens unterstützen, einschließlich der Zusammenarbeit mit politischen Entscheidungsträgern weltweit“. Übersetzt heißt das: Cook bleibt zuständig für heikle politische Beziehungen – insbesondere für die Verbindung zu Präsident Donald Trump.

In seiner Zeit als Vorstandschef hat Cook Apple immer wieder durch politisch sensibles Gelände geführt. Er musste die enormen Geschäftsinteressen in China mit den Sorgen US-amerikanischer Politiker:innen abgleichen. Gleichzeitig versuchte er, Trump für wohlwollende Regulierungsentscheidungen zu gewinnen, ohne Apple-Mitarbeiter:innen und Kund:innen unnötig zu verärgern.

Heikle Auftritte an Trumps Seite

Die Bemühungen, Trump für Apple zu gewinnen, brachten Cook mehrfach in unangenehme Situationen. 2019 führte er den Präsidenten durch eine Fabrik in Texas, wo Trump fälschlich behauptete, seine Politik habe dazu geführt, dass Apple ein neues Werk in den USA errichte. Im vergangenen Jahr überreichte Cook Trump ein symbolisches Geschenk: Glas „Hergestellt in den USA“ vom Apple-Zulieferer Corning, eingefasst in 24-karätigem Gold.

Zuletzt geriet Cook in die Kritik von Trump-Gegner:innen, weil er an einem Filmabend im Weißen Haus teilnahm. Gezeigt wurde die Dokumentation „Melania“. Am selben Tag wurde Alex Pretti bei einem Protest gegen die US-Einwanderungsbehörde von Bundesbeamten auf den Straßen von Minneapolis getötet. Später sprach Cook vage von den „Ereignissen in Minneapolis“ und erwähnte ein „gutes Gespräch mit dem Präsidenten“.

Für Apple zahlte sich dieser Kurs bisher weitgehend aus. Cooks Verhandlungsgeschick soll in Trumps erster Amtszeit dazu beigetragen haben, eine Ausnahme für das iPhone von den US-Zöllen zu erreichen. Auch in der zweiten Amtszeit entgingen Smartphones einigen neuen Abgaben. Dass Trump Cooks Namen nicht immer korrekt aussprach, hinderte ihn weder an öffentlichem Lob noch an der Einladung zu seiner Amtseinführung.

Wachsende Regulierung und neue Herausforderungen

Gleichzeitig stieß Cooks Einfluss bei politischen Entscheidungsträger:innen an Grenzen. Unter Präsident Joe Biden reichte das Justizministerium eine umfangreiche Kartellklage gegen Apple ein. Die Regierung Trump führte das Verfahren bislang fort und wirft Apple vor, den Smartphonemarkt unrechtmäßig zu dominieren.

Apple setzte sich zudem in einem Kartellverfahren gegen Epic Games weitgehend durch, wurde später aber von der zuständigen Richterin scharf kritisiert. Sie warf dem Unternehmen vor, eine gerichtliche Anordnung bewusst missachtet zu haben, und entzog Apple zentrale Kontrollrechte über den App Store. Auch von den jüngsten Zollmaßnahmen blieb Apple nicht vollständig verschont, was das Unternehmen in einem einzigen Quartal bis zu 1 Milliarde US-Dollar (rund 935 Millionen Euro) kosten könnte.

Während John Ternus, bisher Senior Vice President für Hardware-Entwicklung, den Vorstandsvorsitz übernimmt, warten auf Apple große politische Aufgaben. Dazu gehören weltweite Vorstöße zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz und Forderungen, App-Stores zur Altersüberprüfung von Nutzer:innen zu verpflichten. Für Ternus ist es ein Vorteil, dass Cook weiterhin bereitsteht, um diese politische Arbeit zu übernehmen.

Via: https://www.theverge.com

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Tags: Kartellklage, Apple, App Store, Tim Cook, Politik, Donald Trump, Zölle, Regulierung

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