Eine neue Studie des UC San Diego Shiley Eye Institute kommt zu dem Ergebnis, dass der Einsatz von Apple Vision Pro bei bestimmten Augenoperationen klassischen Monitorlösungen überlegen ist und sich trotz hoher Anschaffungskosten lohnen kann. Die Forschenden sehen Vorteile bei Effizienz, Ergonomie und Arbeitsbelastung.
Apple Vision Pro wird seit seiner Markteinführung im Operationssaal eingesetzt, unter anderem auch in der Augenheilkunde. Chirurg:innen hatten zuvor bereits berichtet, dass das Headset im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen so leicht sei, dass es Schmerzen und Verletzungen verringern könne.
Die nun veröffentlichte Studie mit dem Titel „Apple Vision Pro as a Wearable Display for Endoscopic Dacryocystorhinostomy: Surgical Experience, Efficiency, and Cost“ zählt nach Angaben der Autor:innen zu den ersten Untersuchungen, die das Gerät für endoskopische Tränenwegsoperationen bewerten. Untersucht wurden unter anderem Effizienz, Zuverlässigkeit, Gewicht und Kosten.
Insgesamt führten die Forschenden 32 aufeinanderfolgende endoskopische DCR-Eingriffe durch, 16 davon mit Apple Vision Pro und 16 als größenangepasste Kontrolloperationen ohne das Headset. Bei jeder Operation waren zwei Hauptoperateur:innen beteiligt, unterstützt von drei anwesenden Chirurg:innen.
Die Ergebnisse fielen deutlich zugunsten von Apple Vision Pro aus. Die Studie berichtet:
Den Angaben zufolge bevorzugten alle beteiligten Chirurg:innen die Arbeit mit Apple Vision Pro gegenüber der herkömmlichen, monitorbasierten Methode. Während bei den Kontrolloperationen ein 32-Zoll-4K-Monitor am Kopfende des Operationstisches genutzt wurde, trugen bei den anderen Eingriffen sowohl die operierenden als auch die assistierenden Chirurg:innen Apple Vision Pro.
Die Studie beschreibt, dass bei der klassischen Monitorlösung beide Chirurg:innen ihren Oberkörper um etwa 90 Grad von der normalen Blickrichtung wegdrehen mussten, um den Bildschirm sehen zu können. Dieses wiederholte Drehen und Halten einer unnatürlichen Haltung ist ein ergonomischer Nachteil.
Mit Apple Vision Pro erhalten beide Operateur:innen stattdessen ein „immersives, räumlich verankertes Bild“. Dadurch entfällt das Teilen eines einzelnen Monitors und die Notwendigkeit, den Körper zu verdrehen. Die Forschenden führen diese Änderung als einen der Gründe für die verringerte Arbeitsbelastung und die bessere Ergonomie an.
Ein an der Studie beteiligtes Teammitglied hat die Ergebnisse in einem Beitrag für das Investment-Research-Unternehmen Asymco zusammengefasst und dort insbesondere auf die Auswirkungen von Kosten und Platzbedarf in den beengten Operationsräumen der Augenheilkunde hingewiesen.
Aus der persönlichen Erfahrung des Autors oder der Autorin werde Apple Vision Pro häufig für zwei Punkte kritisiert: zu groß und zu schwer, sowie zu teuer. In der Umgebung eines OP-Raums falle dagegen auf, dass das Headset im Vergleich zu typischer Medizintechnik „sehr klein und sehr günstig“ sei. Es sei weniger als ein Prozent der Kosten und kleiner als fast jedes andere Gerät im Raum.
Die Studie verharmlost die Anschaffungskosten nicht und betont, dass der Preis von Apple Vision Pro auch für Kliniken erheblich sei. Angesichts der dokumentierten Effizienz- und Ergonomiegewinne komme das Autor:innenteam aber zu dem Schluss, dass das Headset unter diesen Bedingungen „ein Schnäppchen“ sei.
Apple Vision Pro startete ursprünglich zu einem Preis ab 3.499 US-Dollar. Aufgrund eines globalen Mangels an Prozessoren und Speicherkomponenten ist der Einstiegspreis jüngst auf 3.699 US-Dollar angehoben worden.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: appleinsider.com
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