Mit einem Zwischenablage-Verlauf auf dem Mac müsst Ihr Euch keine Sorgen mehr machen, etwas versehentlich zu überschreiben. macOS 26 Tahoe bringt diese praktische Funktion direkt in Spotlight.
Früher funktionierte die Zwischenablage am Mac schlicht: Ihr kopiert etwas, kopiert danach etwas anderes – und der erste Inhalt war weg. Erfahrene Benutzer:innen halfen sich mit Zusatzprogrammen, während Windows-Nutzer:innen bereits eine eingebaute Historie verwenden konnten. Microsoft hat 2018 einen Zwischenablage-Manager in Windows 10 integriert.
Dass macOS hier lange hinterherhing, wirkte ungewöhnlich. Mit macOS 26 Tahoe hat Apple das geändert und einen Zwischenablage-Verlauf direkt in Spotlight integriert. Euer Mac merkt sich nun Inhalte, die Ihr vor Stunden kopiert habt, und Ihr könnt mehrere Elemente nacheinander schnell einfügen. Aus einem alten Ärgernis der Mac-Bedienung ist so ein nützliches Produktivitätswerkzeug geworden.
Wenn Ihr mehr Funktionen oder eine andere Oberfläche wollt, könnt Ihr weiterhin zusätzliche Apps neben Spotlight verwenden. Maccy etwa setzt auf ein eigenes Tastenkürzel – Umschalt-Befehlstaste-C (⇧⌘C) – und erlaubt das Einfügen der letzten neun Einträge per Befehlstaste-1 bis Befehlstaste-9.
Trotzdem lohnt es sich, zuerst Apples integrierte Zwischenablage-Historie auszuprobieren. So nutzt Ihr sie.
Um den Zwischenablage-Verlauf in Spotlight zu verwenden, benötigt Ihr macOS 26 Tahoe oder neuer. macOS Tahoe setzt mindestens eines der folgenden Modelle voraus:
Wenn Ihr einen älteren Mac ohne Unterstützung für macOS Tahoe nutzt, könnt Ihr stattdessen einen Drittanbieter-Manager wie Maccy verwenden. Eine weitere beliebte Alternative ist Alfred, das es ebenfalls in die Liste „5 Mac-Apps, die meine Produktivität steigern können“ von Cult of Mac geschafft hat.
In macOS 26 Tahoe ist der Zwischenablage-Verlauf in Spotlight integriert, also in die systemweite Suche. Ihr startet ihn so:
Beim ersten Öffnen fragt Euch Spotlight, ob Ihr die Zwischenablage-Historie aktivieren möchtet. Bestätigt Ihr das, werden Inhalte ab diesem Zeitpunkt protokolliert.
Nach dem Öffnen des Zwischenablage-Verlaufs in Spotlight (Befehlstaste-Leertaste, Befehlstaste-4) könnt Ihr mit Maus oder Pfeiltasten durch die Liste scrollen. Mit der Eingabetaste oder einem Klick fügt Ihr den ausgewählten Eintrag sofort ein.
Beim Einfügen über Spotlight entfernt macOS immer alle Formatierungen. Selbst wenn Ihr etwas gerade erst kopiert habt, könnt Ihr es über Spotlight einfügen, wenn Ihr reinen Text ohne Formatierung benötigt. Das ist leichter zu merken als das Tastenkürzel Umschalt-Wahltaste-Befehlstaste-V (⇧⌥⌘V).
Wenn Ihr einen Eintrag nur wieder an die Spitze der Zwischenablage setzen wollt, ohne ihn sofort einzufügen, klickt auf die Schaltfläche „Kopieren“ rechts daneben. Dieser Inhalt wird dann beim nächsten Drücken von ⌘V eingefügt.
Die integrierte macOS-Zwischenablage-Historie scheint keine Obergrenze für die Anzahl der gespeicherten Einträge zu haben, aber standardmäßig verfallen sie nach acht Stunden. Seit macOS 26.1 könnt Ihr diese Dauer auf bis zu sieben Tage verlängern oder auf 30 Minuten verkürzen, wenn Euch Privatsphäre und Sicherheit wichtiger sind. Apple weist darauf hin, dass persönliche und sensible Informationen in den Suchergebnissen erscheinen können.
Um die Dauer anzupassen, öffnet Ihr die Systemeinstellungen, klickt links auf „Spotlight“ und scrollt ganz nach unten.
Via: https://www.cultofmac.com
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