News

So sendet Ihr Nachrichten per Satellit mit dem iPhone

Apple hat seine Satellitenfunktionen über die ursprüngliche Notfallnutzung hinaus erweitert. Inzwischen könnt Ihr mit unterstützten iPhones auch reguläre Textnachrichten per Satellit senden und empfangen.

Das ermöglicht Kontakt zu Familie und Freund:innen selbst dort, wo Mobilfunk- und WLAN-Netze ausfallen – etwa auf Wanderwegen, in ländlichen Regionen oder auf See.

Nachrichten per Satellit senden: So funktioniert es

Bevor Ihr ohne Netzabdeckung unterwegs seid, solltet Ihr iMessage auf Eurem iPhone aktivieren. Außerdem ist es sinnvoll, eine Notfallkontaktperson sowie Mitglieder Eurer Familienfreigabe einzurichten, bevor Ihr aufbrecht. So können diese Euch per SMS erreichen, ohne dass Ihr sie zuerst anschreiben müsst.

Um eine Nachricht per Satellit zu schicken, öffnet Ihr die Nachrichten-App, wenn weder Mobilfunk- noch WLAN-Empfang verfügbar ist. Unterstützt Euer aktueller Standort die Funktion, blendet die App einen Hinweis ein, dass Satellitennachrichten möglich sind.

Wählt Ihr die Option zur Satellitenverbindung, startet ein geführter Verbindungsbildschirm. Euer iPhone zeigt Euch in Echtzeit an, wie Ihr das Gerät ausrichten müsst, um die Verbindung zum Satelliten zu halten. Sobald die Verbindung steht, könnt Ihr eine Textnachricht schreiben und versenden, wobei die Zustellung länger dauern kann als gewohnt.

Das iPhone informiert Euch, wenn die Nachricht erfolgreich gesendet wurde. Antworten der Empfänger:innen werden ebenfalls über Satellit zugestellt, solange die Verbindung aktiv bleibt.

Voraussetzungen und Funktionsweise der Satellitennachrichten

Für Nachrichten per Satellit braucht Ihr ein kompatibles iPhone und die passende iOS-Version. Unterstützt werden Modelle mit Satelliten-Hardware ab dem iPhone 14 und neuer. Das Gerät muss mit einer iOS-Version laufen, die Satellitennachrichten unterstützt, derzeit iOS 18 oder höher, das Apple mit Updates weiter anpasst.

Die Funktion hängt außerdem von Standort und Verfügbarkeit ab. Satellitennachrichten sind aktuell nur in ausgewählten Regionen nutzbar, darunter die USA und Teile Kanadas, weitere Regionen kommen schrittweise hinzu. Euer iPhone muss sich im Freien mit freier Sicht zum Himmel befinden, da Bäume, Gebäude und Geländeformationen die Verbindung stören können.

Die Technik ist nicht für dauerhafte Unterhaltungen gedacht. Nachrichten werden komprimiert und deutlich langsamer übertragen als gewöhnliche SMS oder iMessages. Die Zustellzeiten unterscheiden sich je nach Bedingungen und Position der Satelliten.

Verliert das iPhone Mobilfunk- und WLAN-Zugang, erkennt das System automatisch, dass nur noch eine Satellitenverbindung möglich ist. Statt eine Nachricht scheitern zu lassen, fordert Euch die Nachrichten-App auf, eine Satellitenverbindung herzustellen.

Auf dem Bildschirm seht Ihr Anweisungen, wie Ihr das iPhone halten müsst. Üblicherweise richtet Ihr das Gerät nach oben aus und folgt den Richtungshinweisen, um es auf einen Satelliten auszurichten. Eingebaute Sensoren helfen dabei, die Verbindung während des Sendens zu stabilisieren.

Nachrichten über Satellit sind reine Textnachrichten und nutzen ein reduziertes Datenformat, um zuverlässig übertragen werden zu können. Bilder, Videos, Audionachrichten und große Anhänge unterstützt die Funktion nicht.

Empfänger:innen, Tipps und Einschränkungen

Satellitennachrichten lassen sich an Kontakte mit iMessage oder klassischer SMS schicken, abhängig von Gerät und Einstellungen der Empfänger:innen. Nutzt die empfangende Person ein Apple-Gerät mit aktivem iMessage, wird die Nachricht über Apples Nachrichtensystem zugestellt, sonst als normale SMS.

Empfänger:innen benötigen selbst kein satellitenfähiges Gerät. Für sie sieht die Nachricht wie eine gewöhnliche Textnachricht aus, nur die Zustellung kann länger dauern.

Für eine stabile Verbindung braucht Ihr möglichst freien Himmel. Offene Flächen ohne viele Hindernisse liefern die besten Ergebnisse. Bewegung, dichter Bewuchs und nahe Gebäude können die Satellitenverbindung unterbrechen.

Da die Bandbreite begrenzt ist, erhöht Ihr mit kurzen Nachrichten die Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit. Das iPhone kann Euch auffordern, längere Texte zu kürzen, um die Vorgaben für Satellitennachrichten einzuhalten.

Auch der Akku spielt eine Rolle. Eine aktive Satellitenverbindung verbraucht mehr Energie als normale Nachrichten, daher solltet Ihr den Stromverbrauch im Blick behalten, wenn Ihr über längere Zeit auf die Satellitenfunktionen angewiesen seid.

Satellitennachrichten sind für gelegentliche Nutzung gedacht, wenn andere Netze ausfallen. Gruppenunterhaltungen, Medienanhänge oder Lesebestätigungen sind nicht im gleichen Umfang verfügbar wie im Standardbetrieb.

Die Zustellung kann je nach Umgebung und Satellitenverfügbarkeit von unter einer Minute bis zu mehreren Minuten dauern. Für zeitkritische Kommunikation sollte die Funktion nur genutzt werden, wenn es keine Alternative gibt.

Apple weist außerdem darauf hin, dass Satellitenfunktionen möglicherweise nur für einen begrenzten Zeitraum kostenlos sind. Je nach Region und Absprachen mit Netzbetreibern können später Preise oder Abonnements hinzukommen.

Praktisch ist die Funktion für Reisende, Wandernde und alle, die sich in abgelegenen Regionen mit unzuverlässiger Netzabdeckung aufhalten. Sie eignet sich, um kurze Statusmeldungen zu senden oder um nicht akute Hilfe zu bitten, wenn klassische Netze fehlen.

Die Satellitennachrichten ersetzen Notruffunktionen nicht, ergänzen aber Apples bestehende Notfallfunktionen per Satellit um eine weitere Kommunikationsmöglichkeit, wenn Ihr abseits der Netze unterwegs seid. Mit der schrittweisen Ausweitung der Unterstützung dürfte diese Form der Kommunikation für viele iPhone-Nutzer:innen vertrauter werden, insbesondere für alle, die regelmäßig außerhalb der Reichweite von Mobilfunknetzen unterwegs sind.

Via: https://www.engadget.com

Den Beitrag in unserem Forum kommentieren

Michael Reimann

Neueste Artikel

iPhone 18 soll größeren Akku und möglicherweise einen höheren Preis erhalten

Der Leaker Digital Chat Station erwartet beim iPhone 18 einen größeren Akku und hält auch einen höheren Preis für möglich.…

3. November 2026

John Ternus: Apple plant keine Fusion von iPadOS und macOS

Apple hält an getrennten Betriebssystemen für iPad und Mac fest. CEO John Ternus sagte bei einer Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen,…

3. November 2026

OLED-iPad mini im Test: Mehr Display, weniger Gewicht

Das neue iPad mini verbindet ein OLED-Display mit einem dünneren Gehäuse, mehr Leistung und Schutz vor Wasser und Staub. Erste…

3. November 2026

Canva bringt die kostenlose Affinity-App aufs iPad

Canva hat Affinity für das iPad veröffentlicht. Die kostenlose Design-App vereint Zeichnen, Vektorgrafik, Fotobearbeitung und Layout und ergänzt die Bedienung…

3. November 2026

Apple Watch: KI-Funktionen für Gespräche starten im Betatest

Apple testet neue KI-Funktionen für die Apple Watch, die Gespräche zusammenfassen und kürzlich Gesagtes wiedergeben. Die Funktionen sind zunächst für…

3. November 2026

KI-Bots aussperren: So schützt Ihr Eure Website vor dem Auslesen

OpenAI, Google, Microsoft und Anthropic unterstützen ein gemeinsames Signal, mit dem Website-Betreiber:innen das Training von KI-Modellen mit ihren Inhalten untersagen…

3. November 2026

Diese Website benutzt Cookies um Ihr Nutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie diese Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.

Mehr lesen