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So kam das iPhone 17 Pro Max an Bord der Artemis-II-Mission

Frühe Aufnahmen vom Start von Artemis II zeigten ein frei schwebendes iPhone in der Raumkapsel. Dahinter steckt ein aufwendiges Zulassungsverfahren der NASA für das iPhone 17 Pro Max.

Strenge NASA-Regeln für Geräte an Bord

Die NASA legt genau fest, welche Gegenstände Astronaut:innen mit ins All nehmen dürfen. Für den Mondflug von Artemis II erlaubt die Raumfahrtbehörde erstmals, dass die Crew iPhones im All nutzt. Die New York Times berichtete, welchen Prüfprozess das iPhone 17 Pro Max durchlaufen musste, um in der Kabine eingesetzt werden zu dürfen.

Tobias Niederwieser, Assistenzprofessor bei BioServe Space Technologies, beschreibt den Ablauf als „ziemlich aufwendig und langwierig“. Sein Institut musste für seine Nutzlast auf Artemis I ein vergleichbares Prüfprogramm durchlaufen. Die Zulassung beim aktuellen Flug zeigt daher, wie ernst die NASA auch ein kommerzielles Smartphone nimmt.

Das Verfahren besteht aus vier Phasen. Am Anfang steht ein Sicherheitsgremium, das grundlegende Kontrollen der Hardware vornimmt. In der zweiten Phase werden potenzielle Gefahrenquellen identifiziert, zum Beispiel bewegliche Teile oder zerbrechliche Materialien wie Glas.

In der dritten Phase werden Maßnahmen definiert, um die in Phase zwei gefundenen Risiken möglichst zu vermeiden oder zu entschärfen. Die vierte Phase dient dann dazu zu prüfen, ob diese Gegenmaßnahmen tatsächlich funktionieren und die Risiken ausreichend reduzieren.

Warum die Tests für das iPhone so gründlich sind

Dass NASA-Hardware lange erprobt wird, ist bekannt. Trotzdem fiel im Februar auf, dass iPhones für den Einsatz im All getestet werden, da die Behörde neue Geräte besonders langsam für Flüge freigibt. Auf Artemis II kommt als neueste eigenständige Kamera etwa eine Nikon-Spiegelreflex von 2016 zum Einsatz, ergänzt um teils zehn Jahre alte Actioncams von GoPro.

Niederwieser erläutert, dass die Routine die Crew und das Raumschiff auf mehreren Ebenen schützt. Auf der Erde würden Glasscherben nach einem Sturz zu Boden fallen, und Nutzer:innen wären oft durch Schuhe geschützt. In Schwerelosigkeit schweben Splitter dagegen frei durch die Kabine.

So könnten Bruchstücke ins Gesicht von Astronaut:innen geraten oder in empfindliche Technik eindringen. Treffen die Splitter auf Geräte, können sie Bauteile blockieren oder die Beweglichkeit von Mechanik einschränken. Neben der Bruchgefahr spielt auch Strahlung eine Rolle, der Hardware im All ausgesetzt ist. Systeme, von denen Leben abhängt, müssen daher immer wieder getestet werden, damit sie im Einsatz nicht ausfallen. Aus diesem Grund ist im Orbit weiterhin ein G3-PowerPC-Prozessor im Einsatz.

Apple teilte dem Bericht zufolge mit, dass der Konzern an der NASA-Zertifizierung nicht beteiligt war. Es sei jedoch das erste Mal, dass ein iPhone offiziell für den Orbit und den längeren Einsatz abseits der Erde qualifiziert wurde. Apple führt eigene Belastungstests für seine Geräte durch und hatte im Juli 2025 Einblicke in diese Verfahren gegeben. Dazu gehören Falltests, extreme Temperaturen und intensive Lichtquellen. Tests speziell zur Nutzung in Schwerelosigkeit sind bei Apple jedoch nicht bekannt.

Nicht Missionskritsch, aber ein besonderes Werkzeug

Die von der NASA zugelassenen iPhones erhalten im Rahmen von Artemis II keine missionskritische Rolle. Die Astronaut:innen sollen sie nutzen, um ihre Erfahrungen festzuhalten und wichtige Momente an Bord zu dokumentieren. Klassische Smartphone-Funktionen bleiben dagegen deaktiviert: Weder Internetverbindungen noch Bluetooth sind während des Flugs erlaubt.

Abseits formaler NASA-Zulassungen waren Smartphones bereits zuvor im All, meist im Rahmen privater Missionen. So kam bei der Inspiration4-Mission 2021 ein iPhone für Aufnahmen der Erde zum Einsatz. Beim letzten Space-Shuttle-Flug 2011 flogen zudem zwei iPhone-4-Geräte für Experimente mit.

Mit Artemis II ist nun erstmals ein aktuelles iPhone offiziell als Teil der NASA-Ausrüstung in der Raumkapsel vertreten – wenn auch nur als Werkzeug zur Dokumentation und nicht als lebenswichtige Komponente.

Via: https://appleinsider.com

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Michael Reimann

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