Ein Haustier, das nie krank wird, kein Futter braucht und trotzdem auf Kommandos hört? Das US-Unternehmen Hengbot macht es mit seinem neuen Roboterhund „Sirius“ möglich. Der künstliche Vierbeiner kombiniert klassische Hundefunktionen mit moderner KI-Technologie und kann bereits für 659 Euro auf Kickstarter vorbestellt werden.
Hundeliebe trifft auf künstliche Intelligenz
Der Sirius Roboterhund reagiert auf seinen Besitzer, wedelt mit dem Schwanz bei dessen Anblick und kann sogar trainiert werden. Anders als sein biologisches Vorbild verfügt er zusätzlich über KI-Funktionen wie Spracherkennung und Informationsabruf. Sirius kann Unbekannte erkennen und anbellen, zeigt Emotionen wie Traurigkeit und entdeckt selbstständig seine Umgebung.
Besonders bemerkenswert ist die Kombination aus Haustier- und Assistenzfunktionen. Der Roboterhund kann nicht nur als Spielgefährte dienen, sondern auch Wettervorhersagen liefern oder andere typische Sprachassistenten-Aufgaben übernehmen. Bei Aktivierung der Sprachfunktion wechselt Sirius vom Bellen zu einer menschlichen Stimme, wobei diese Funktion zunächst nur auf Englisch verfügbar sein wird.
Umfangreiche Personalisierungsmöglichkeiten
Hengbot legt großen Wert auf individuelle Anpassbarkeit. Nutzer können über eine einfach zu bedienende App oder Desktop-Software zahlreiche Einstellungen vornehmen:
Die Augengestaltung auf dem Front-Display lässt sich ändern, die Stimme kann angepasst werden, und sogar die Bewegungsmuster sind justierbar. Besonders interessant ist die Charakterauswahl: Mit der Einstellung „Kitty“ wird der Hund verspielter, während „Nova“ für einen mutigen, furchtlosen Charakter steht.
Programmierkenntnisse sind für die grundlegende Nutzung nicht erforderlich. Wer jedoch tiefer in die Anpassung einsteigen möchte, kann mit Python-Kenntnissen und der Pro-Software von Hengbot eigene Erweiterungen entwickeln.
Erfolgreicher Crowdfunding-Start und Markteinführung
Die Kickstarter-Kampagne für Sirius läuft erst seit wenigen Tagen, konnte aber bereits knapp 500.000 Euro von über 700 Unterstützern sammeln. Der reguläre Verkaufspreis soll bei etwa 1.300 Euro liegen, frühzeitige Unterstützer erhalten den Roboterhund jedoch bereits ab 659 Euro. Eine Pro-Version mit zusätzlichem Akku ist für 100 Euro Aufpreis erhältlich.
Die ersten Auslieferungen sind für Oktober 2025 geplant, und jeder Roboterhund kommt mit einer einjährigen Garantie. Zur Akkulaufzeit macht das Unternehmen bisher keine konkreten Angaben.
Die Nachfrage zeigt, dass die Idee eines wartungsarmen Haustieres ohne Tierarztkosten und mit digitalen Zusatzfunktionen durchaus Anklang findet – besonders für Menschen, die einen tierischen Begleiter möchten, aber die Verantwortung eines echten Haustieres scheuen oder simpel nicht die Möglichkeit dazu haben (Haustiere verboten, keine artgerechte Haltung möglich etc.).
Via Kickstarter
