Die fünfte Folge von Pluribus ist früher als geplant gestartet und begleitet das US-Feiertagswochenende rund um Thanksgiving. Mit „Got Milk“ erhalten Fans nicht nur neue Einblicke in Carols Kampf mit dem Kollektiv, sondern auch ein vertrautes Wiederhören aus Better Call Saul.
„Got Milk“: Konsequenzen für Carol und die Anderen
„Got Milk“ knüpft direkt an die Ereignisse aus „Please, Carol“ an. In der vorherigen Folge ging Carol bei dem Versuch, Informationen aus dem Schwarmbewusstsein zu bekommen, deutlich zu weit: Sie verabreichte Zosia (Karolina Wydra) Drogen und verhörte sie. Das Experiment löste weltweite Traurigkeit aus und führte bei Zosia – die sich zudem noch von Carols Granatenangriff aus Folge drei erholt – zu einem Herzstillstand.
Für die Anderen ist damit eine Grenze überschritten. Sie beschließen, Abstand von Carol zu nehmen. In der Folge verlässt die gesamte menschliche Bevölkerung von Albuquerque gleichzeitig die Stadt. Carol bleibt allein zurück und muss sehen, wie sie ohne direkte Unterstützung zurechtkommt.
Ganz abgeschnitten ist sie jedoch nicht: Über die bekannte Hotline kann sie weiterhin Hilfe anfordern. Der Unterschied: Am anderen Ende meldet sich keine direkte Ansprechpartnerin wie Zosia mehr, sondern nur noch eine aufgezeichnete Ansage. Diese ausführliche Nachricht erklärt, dass sich die Gefühle der Welt gegenüber Carol nicht verändert haben – alle seien glücklich und wünschten sich, dass auch sie glücklich sei –, aber man brauche jetzt etwas Abstand.
Der geheim gehaltene Auftritt von Patrick Fabian
Wie das Branchenmagazin TV Guide bestätigt, stammt die ruhige, abgeklärte Stimme aus dem Telefon tatsächlich von Patrick Fabian. Er spielte an der Seite von Rhea Seehorn in Better Call Saul, und nun ist er in Pluribus als Stimme der Hotline zu hören. Die Besetzung wurde vor Seehorn geheim gehalten und erst am Set der Szene enthüllt.
Seehorn berichtete dem Magazin, sie habe sich beim Dreh zusammenreißen können, ohne direkt in „Pannentake“-Modus zu verfallen. Sie sei sich aber sicher, dass Fachleute für Mikromimik in ihrem Gesicht erkennen könnten, wann sie innerlich denkt: „Was? Patrick?“ Anschließend habe sie versucht, die Szene professionell zu spielen. Nach dem Kommando „Cut“ habe sie losgelacht, sei herausgelaufen und habe gerufen: „Das ist Patrick! Ihr habt Patrick!“ Die Produktion habe ihr daraufhin erzählt, dass sie diese Überraschung bereits seit Längerem geplant hatten – nur um sie aus der Fassung zu bringen.
Kein echtes Crossover, aber ein Augenzwinkern
Vor Pluribus hatte Vince Gilligan bereits Breaking Bad und Better Call Saul geschaffen. Alle drei Serien spielen in Albuquerque und nutzen denselben Stab hinter der Kamera. Während Breaking Bad und Better Call Saul aber ausdrücklich im gleichen Serienuniversum angesiedelt sind, gilt das für Pluribus nicht. Der Cameo von Patrick Fabian dürfte daher die einzige Form von „Crossover“ bleiben und dient vor allem als augenzwinkernde Anspielung für Fans, ohne eine direkte Verbindung zu behaupten.
Seehorn unterstreicht zudem, dass Fabian auch ohne diesen Bezug eine naheliegende Wahl für die Stimme der Anderen sei. Er verfüge über eine besonders angenehme Stimme, die die Anderen vermutlich als eine der beruhigendsten für eine automatische Ansage gewählt hätten. Sie könne die Entscheidung deshalb gut nachvollziehen.
„Got Milk“ steht derzeit bei Apple TV zum Streamen bereit; neue Folgen von Pluribus erscheinen normalerweise freitags.
Via: https://gizmodo.com
Titelbild: Apple