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Plant Apple höhere Speicherpreise bei neuen Macs ein?

künftige Mac-Modelle M6 iPad Pro Kühlung

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Arbeitsspeicher und Flash-Speicher werden in der gesamten Computerbranche deutlich teurer. Für kommende Macs stellt sich damit die Frage, ob Apple seine Speicherpreise anpasst.

Teurer Speicher, neue Macs

Weltweit treiben Ausbauten von KI-Rechenzentren die Nachfrage nach Speicher in die Höhe. Laut Branchenberichten haben sich die Preise für RAM und Flash-Speicher in den vergangenen Monaten teils vervierfacht, ein Ende ist vorerst nicht absehbar.

Vor diesem Hintergrund liegt die Frage nahe, ob Apple die eigenen Aufpreise für Arbeitsspeicher und SSDs erhöhen wird. Offiziell hat Apple bisher keine Änderungen angekündigt.

Gleichzeitig stehen neue Macs an: Sehr bald werden Modelle des MacBook Pro mit M5 Pro und M5 Max erwartet. Falls Apple seine Preisstruktur für Speicher anpassen sollte, wäre ein solcher Produktstart ein naheliegender Zeitpunkt.

Der Autor der ursprünglichen Analyse hält es allerdings für eher unwahrscheinlich, dass Apple schon mit diesen M5-Macs an der Preisschraube dreht – auch wenn das nicht ausgeschlossen ist.

Aktuelle Margen und Lieferverträge

Trotz stark gestiegener Einkaufspreise für Speicher verliert Apple mit den bisherigen Mac-Konfigurationen nach dieser Einschätzung noch kein Geld. Der Grund: Die Aufpreise für mehr Arbeitsspeicher waren schon zuvor mit großzügigen Margen kalkuliert.

Ein Beispiel: Für das Upgrade von 16 GB auf 32 GB einheitlichen Arbeitsspeicher verlangt Apple aktuell 400 US‑Dollar (rund 370 Euro). Zum Vergleich: Ein 16‑GB‑DDR5‑Riegel aus dem Endkund:innenhandel kostet derzeit etwa 230 US‑Dollar (rund 210 Euro). Der Vergleich ist technisch nicht ganz eins zu eins, zeigt aber die Größenordnung.

Im oberen Segment verlangt Apple für den Sprung von 64 GB auf 128 GB einheitlichen Arbeitsspeicher 800 US‑Dollar (rund 740 Euro). Ein DDR5‑Kit mit 64 GB liegt aktuell bei etwa 700 US‑Dollar (rund 650 Euro). Hier sind die Margen deutlich enger geworden, was Apples Kalkulation stärker belastet.

Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass Apple langfristige Lieferverträge mit Speicherherstellern abgeschlossen hat. Diese Vereinbarungen könnten kurzfristige Preisspitzen abfedern und eine sofortige Anhebung der Kund:innnenpreise unnötig machen. Denkbar ist jedoch, dass bestimmte Mac-Konfigurationen schwerer verfügbar werden, falls es zu Engpässen in der Versorgungskette kommt.

M6-Macs und Ausblick auf 2026

Laut einem Bericht von CNBC auf Basis von Branchenanalysen sollen die Speicherpreise bis Ende des ersten Quartals 2026 etwa 55 Prozent über dem Niveau vom Ende des vierten Quartals 2025 liegen. Bleibt diese Prognose stabil, könnte Apple mit der aktuellen RAM-Preisstruktur bei künftigen Geräten in die Verlustzone rutschen.

Das würde den Boden bereiten für höhere Speicherpreise bei der nächsten Mac-Generation mit M6-Chips, die ab Sommer starten könnte. Parallel dazu berichten Analyst:innen, dass Apple bei TSMC an Priorität verliert, weil KI-Unternehmen wie Nvidia derzeit mehr Geld für Chipkapazitäten in die Hand nehmen. Ähnliche Effekte könnten auch andere Apple-Zulieferer betreffen, wodurch bestehende Lieferabsprachen im Jahresverlauf an Wirkung verlieren könnten.

All das bleibt Spekulation und beruht auf öffentlich sichtbaren Marktpreisen für Consumer-RAM, die nicht zwingend repräsentativ für Apples Einkaufskonditionen sind. Da Apple Speicherpreise für M5-Geräte vermutlich vor der aktuellen Knappheit verhandelt hat, erscheint ein kurzfristiger Aufschlag bei Mac-Speicher wenig wahrscheinlich. Sollten sich die Rahmenbedingungen jedoch nicht entspannen, steigt die Wahrscheinlichkeit von Preiserhöhungen mit der Einführung der M6-Geräte.

Wer zeitnah einen Mac mit viel Speicher benötigt und sich vor möglichen Aufschlägen schützen möchte, könnte über einen baldigen Kauf nachdenken. Einige Händler bieten derzeit Rabattaktionen auf MacBook-Pro-Modelle mit größeren Speicherkonfigurationen an, während sich höhere Ausstattungsstufen direkt bei Apple konfigurieren lassen.

Für die meisten Nutzer:innen zeichnet sich aktuell jedoch kein unmittelbares Risiko ab. Bereits im vergangenen Jahr wirkten drohende Zölle problematisch für Apple, das Unternehmen konnte die Situation aber ohne Preissteigerungen für Kund:innen bewältigen. Es gibt daher mehrere Gründe, die Entwicklung aufmerksam zu beobachten, ohne sich vorschnell Sorgen zu machen.

Via: https://9to5mac.com
Titelbild: KI (zur Illustration)

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Tags: Lieferkette, Speicherpreise, Apple, M5, Mac, M6, RAM, TSMC, MacBook Pro, Arbeitsspeicher, KI

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