Google führt mit dem Pixel 11 neue Kamera-Einstellungen ein, die deutlich mehr Kontrolle über den Bildlook geben sollen. Vor dem Start des iPhone 18 Pro steht damit ein Konzept im Raum, das Apple für die eigene Kamera übernehmen könnte.
Mehr Kontrolle über den Bildlook mit „Camera Looks“
Google hat Anfang des Monats seine neue Pixel-11-Reihe vorgestellt. Im Vergleich zur Pixel-10-Generation fallen die Smartphones insgesamt recht ähnlich aus, es gibt aber einige gezielte Verbesserungen im Detail. Besonders im Fokus steht eine neue Funktion in der Kamera-App: „Camera Looks“.
„Camera Looks“ erinnert grundsätzlich an die Photographic Styles auf dem iPhone. Auch hier geht es darum, schon vor der Aufnahme Einfluss darauf zu nehmen, wie das Foto verarbeitet wird. Die Anpassungen passieren also nicht nachträglich als Filter, sondern direkt in der Bildverarbeitung, bevor das finale Foto gespeichert wird.
Wie bei Apple gibt es eine Reihe von Standard-Voreinstellungen, aus denen Ihr auswählen könnt. Google geht aber einen Schritt weiter und erlaubt es, die Wirkung dieser Presets sehr granular anzupassen. Zusätzlich führt der Hersteller weitere Looks ein, die einen aktuellen Trend in der Smartphone-Fotografie aufgreifen: Editorial, Velvet, Classic, Digi, Black Tie und Minimal.
Weniger „Smartphone-Look“: Digi und Minimal im Fokus
Die neuen Looks distanzieren sich bewusst von dem typischen, stark bearbeiteten Erscheinungsbild vieler Smartphone-Fotos. Stattdessen sollen sie den Charakter älterer Aufnahmen einfangen.
Der Look „Digi“ orientiert sich – wie der Name andeutet – an frühen Digitalkameras: geringe Dynamik, hoher Kontrast, sichtbares Rauschen und damit ein Bildstil, der an kleine kompakte Kameras der 2010er-Jahre erinnert.
„Minimal“ verfolgt einen anderen Ansatz und zielt auf eine möglichst geringe Nachbearbeitung. Viele Komponenten der HDR-Pipeline werden dabei gar nicht erst aktiviert. Das Ergebnis soll näher an dem sein, was der Sensor tatsächlich aufnimmt, ohne dass umfangreiche Algorithmen das Bild nachträglich glätten oder aufhellen. Beispielbilder zu den neuen Looks hat 9to5Google veröffentlicht.
Was Apple vom Pixel 11 lernen könnte
Auf dem iPhone lässt sich mit ProRAW bereits ein ähnliches Ziel erreichen: Wer den zusätzlichen Aufwand nicht scheut, kann ein Foto in einen Zustand zurückversetzen, in dem es weniger stark nachbearbeitet wirkt. Der dafür nötige Workflow steht aber im Gegensatz zum typischen Versprechen der Smartphone-Fotografie, spontane Aufnahmen schnell und ohne großen Aufwand zu erstellen.
Aus dieser Perspektive wäre ein direkter Ansatz wie „Camera Looks“ auch für Apple interessant. Photographic Styles auf dem iPhone gelten dabei als ein erster Schritt, bieten aber noch nicht die gleiche Vielfalt und Tiefe bei der Steuerung des Bildlooks. Die Überlegung: Wenn Apple die beste Kamera für die Hosentasche anbieten will, muss das Unternehmen akzeptieren, dass nicht alle Nutzer:innen denselben Bildstil wollen.
Mehr Optionen zur Feinsteuerung, insbesondere ein einfach aktivierbarer, deutlich weniger verarbeiteter Stil nach dem Vorbild von „Minimal“, könnten hier eine Lösung sein. Fotografie ist letztlich ein Ausdrucksmittel – je mehr Kontrolle Ihr über die Verarbeitung Eurer Bilder habt, desto besser lässt sich der gewünschte Look direkt bei der Aufnahme erreichen, ohne Umweg über ProRAW und externe Bearbeitung.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: 9to5mac.com
