Der KI-Browser Comet von Perplexity ist jetzt als eigenständige App für iPhones verfügbar. Nach dem Start auf PCs und jüngst auf Android folgt damit die iOS-Version.
Vom teuren PC-Tool zur kostenlosen App
Comet erschien im vergangenen Sommer zunächst auf PCs und kostete damals 200 US‑Dollar (rund 184 Euro) pro Monat. Die nun veröffentlichte iPhone‑App ist hingegen kostenlos, ebenso wie die kürzlich erschienene Android‑Variante. Damit erweitert Perplexity die Verfügbarkeit des Browsers deutlich und senkt zugleich die Einstiegshürde für interessierte Nutzer:innen.
Bei Comet handelt es sich um einen KI‑gestützten Browser, eine Produktkategorie, die im vergangenen Jahr stark an Bedeutung gewonnen hat. Im Kern kombiniert die App einen klassischen Webbrowser mit einem Chatbot, der Aufgaben für Euch übernehmen kann. Ihr könnt Comet zum Beispiel bitten, eine Webseite zusammenzufassen oder zusätzliche Recherchen zu einem bestimmten Thema durchzuführen, um mehr Kontext zu erhalten.
Funktionen, Einsatzgebiete und iOS‑Besonderheiten
Perplexity beschreibt Comet als „persönliche Assistenz und Denkpartner“, der Neugier in „Schwung“ verwandeln soll. Das Unternehmen hebt hervor, dass sich der Browser zum Einkaufen und zur Terminplanung nutzen lässt. Gleichzeitig ist bei solchen Aufgaben Vorsicht angebracht, da KI‑Browser bekanntermaßen anfällig für Online‑Betrugsmaschen sind und sich von manipulierten Inhalten täuschen lassen können.
Positiv fällt auf, dass die iOS‑App die Liquid‑Glass‑Technologie von Apple vollständig nutzt. Die Oberfläche wirkt dadurch besonders klar, und die Adressleiste hebt sich deutlich vom restlichen Layout ab. Ein Vorabtest von MacStories weist jedoch auf Einschränkungen hin, die aus Apples abgeschottetem System resultieren. So könnt Ihr im Comet‑Browser auf dem iPhone keine Erweiterungen von Drittanbietern installieren. Immerhin lässt sich die App als Standardbrowser auf dem Gerät festlegen, sodass Links automatisch in Comet geöffnet werden können.
Datenschutz, Geschäftsmodell und Plattformen
Vor der Nutzung von Comet solltet Ihr auch die Datenschutzaspekte im Blick behalten. Perplexity weist offen darauf hin, dass der Browser teilweise dazu dient, Kund:innendaten für personalisierte Werbung zu sammeln. Dies erklärt, warum ein Dienst, der zuvor 200 US‑Dollar (rund 184 Euro) pro Monat kostete, nun gratis angeboten wird. Das Geschäftsmodell verlagert sich damit von direkten Gebühren hin zu werbebasierten Erlösen.
Der Comet‑Browser steht inzwischen für iPhones, Android‑Geräte, Windows‑PCs und Macs bereit. Eine eigenständige iPad‑App gibt es derzeit noch nicht. Auf Apples Tablets könnt Ihr jedoch bereits die reguläre Perplexity‑App verwenden, sodass der Browser zu einem späteren Zeitpunkt möglicherweise nachgereicht wird.
