Mit der Abschaltung des letzten 2G-GSM-Netzes in den USA durch T‑Mobile endet eine Mobilfunkära. Besonders betroffen ist das iPhone von 2007, das keinen Mobilfunkzugang mehr hat.
T‑Mobile hat sein 2G-GSM-Netz am 3. August 2026 in den Vereinigten Staaten endgültig vom Netz genommen. Damit ziehen sich die großen US-Mobilfunkbetreiber komplett aus der Unterstützung von Standards der zweiten Generation zurück. Diese Entscheidung ist Teil eines langjährigen Konsolidierungsprozesses in der US-Telekommunikationsbranche. Netzbetreiber verfolgen seit Jahren das Ziel, Frequenzen effizienter zu nutzen und ältere Infrastrukturen zugunsten moderner 4G- und 5G-Netze aufzugeben.
Mit dem Schritt von T‑Mobile bieten nun alle drei großen US-Anbieter keine 2G-Dienste mehr an. Damit schließt sich ein Kapitel der Mobilfunkgeschichte, das die Verbreitung mobiler Kommunikation in den späten 1990er- und frühen 2000er-Jahren maßgeblich geprägt hat. Die frei werdenden Frequenzen können nun für leistungsfähigere Netztechnologien eingesetzt werden, um die steigende Nachfrage nach Datenkapazität zu bedienen.
Die schrittweise Außerbetriebnahme älterer Mobilfunkgenerationen, in der Branche oft als „Sunsetting“ bezeichnet, zog sich in den USA über fast ein Jahrzehnt. T‑Mobile hielt sein 2G-Netz am längsten aktiv, während die Konkurrenz früher ausstieg. AT&T beendete bereits 2017 den eigenen 2G-Dienst, Verizon folgte im Jahr 2020 mit der Abschaltung seines 2G-Netzes.
Parallel dazu verloren auch die 3G-Netze an Bedeutung. Im Jahr 2022 stellten die großen US-Carrier ihre 3G-Dienste flächendeckend ein. So sollten Ressourcen für den Ausbau von LTE und 5G gebündelt werden. Die jüngste Maßnahme von T‑Mobile markiert nun den finalen Schlusspunkt unter die Unterstützung von GSM-basierten Diensten in den großen US-Mobilfunknetzen.
Besonders deutlich spüren Besitzer:innen des ersten iPhones von 2007 die Folgen der Netzabschaltung. Das ursprüngliche Apple-Smartphone wurde ausschließlich für den Betrieb in 2G-GSM-Netzen entwickelt. Es unterstützt keine späteren Standards wie 3G, LTE oder 5G. Damit ist das Gerät nun hardwareseitig vollständig von der Mobilfunkkommunikation abgeschnitten.
In den vergangenen Jahren galt das 2G-Netz von T‑Mobile als letzte Möglichkeit, das Original-iPhone unterwegs zu nutzen. Darüber ließen sich weiterhin grundlegende Funktionen wie Telefonie und SMS-Versand realisieren. Seit der Abschaltung am 3. August 2026 kann sich das Gerät mit keinem Mobilfunknetz in den USA mehr verbinden. Der Funktionsumfang beschränkt sich nun auf Anwendungen, die über lokale WLAN-Verbindungen laufen.
Faktisch verliert das iPhone von 2007 damit seinen Charakter als mobiles Telefon. Es bleibt als historisches Stück Technik erhalten, lässt sich aber nur noch eingeschränkt verwenden. Fachleute sehen darin einen symbolischen Moment für die rasante technologische Entwicklung der vergangenen zwanzig Jahre.
Via: https://www.ad-hoc-news.de
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