OpenAI führt in ChatGPT bald Werbung ein, zunächst in Form von Shopping‑Links. Laut Unternehmen sollen die Anzeigen die Antworten des Chatbots nicht beeinflussen.
In den kommenden Wochen wird ChatGPT damit beginnen, gesponserte Produkte oder Dienstleistungen anzuzeigen, wenn sie zum laufenden Gespräch passen. Betroffen sind eingeloggte Nutzer:innen in den USA, die den Dienst kostenlos verwenden oder ein ChatGPT‑Go‑Abo haben.
Die Anzeigen sollen „klar gekennzeichnet“ sein und in einem eigenen Bereich am unteren Rand des Chats erscheinen. OpenAI betont, dass Unterhaltungen mit ChatGPT gegenüber Werbekund:innen privat bleiben und Daten dafür nicht verkauft werden. Laut Unternehmen haben Werbetreibende keinen Einfluss auf die Antworten, die weiterhin „darauf optimiert“ bleiben sollen, was für Nutzer:innen am hilfreichsten ist.
Wer ein kostenpflichtiges ChatGPT‑Plus-, ChatGPT‑Pro- oder ChatGPT‑Enterprise‑Abo nutzt, wird keine Werbung sehen. Das günstigere ChatGPT‑Go‑Abo für 8 US‑Dollar (rund 7,30 Euro) pro Monat wird zwar in den USA ausgeweitet, enthält aber Werbung. OpenAI weist darauf hin, dass Ihr Personalisierung deaktivieren, die verwendeten Daten für Anzeigen löschen, Werbung ausblenden und Feedback dazu geben könnt.
Nutzer:innen unter 18 Jahren – oder solche, die OpenAI als unter 18 einstuft – bekommen keine Anzeigen zu sehen. Außerdem sollen sie nicht in der Nähe „sensibler oder regulierter Themen“ erscheinen, etwa zu Gesundheit, psychischer Gesundheit oder Politik.
OpenAI deutet seit einiger Zeit an, Werbung in ChatGPT zu integrieren. ChatGPT‑Chef Nick Turley sprach im August in einem Interview mit Decoder davon, dass eine solche Einbindung „sehr durchdacht und geschmackvoll“ erfolgen solle. Bereits im Dezember testete OpenAI erste App‑Empfehlungen innerhalb der Anwendung, nahm diese Änderung nach Kritik von Nutzer:innen aber wieder zurück.
Nun startet das Unternehmen einen neuen Anlauf mit Shopping‑Links und gesponserten Inhalten, die direkt zu den Konversationen passen sollen. Ziel ist laut OpenAI, dass mehr Menschen die eigenen Werkzeuge nutzen können, „mit weniger Nutzungslimits“. Die Einführung von Anzeigen ist damit ein weiterer Schritt, um ChatGPT stärker zu monetarisieren, ohne die bestehenden kostenpflichtigen Abos zu verändern.
OpenAI hebt in der Ankündigung mehrfach den Datenschutz rund um die neuen Werbeformate hervor. Gespräche mit ChatGPT sollen nicht für Werbetreibende offenliegen und nicht verkauft werden. Gleichzeitig will OpenAI Euch Werkzeuge an die Hand geben, um besser zu steuern, welche Anzeigen Ihr seht.
Dazu zählen Optionen zum Deaktivieren von Personalisierung und zum Löschen der Daten, die für Werbezwecke genutzt werden. Außerdem könnt Ihr einzelne Anzeigen ausblenden und Rückmeldungen dazu geben, etwa wenn ihr sie als unpassend empfindet. Mit den Einschränkungen für Minderjährige und sensiblen Themen versucht OpenAI, Risiken bei der Ausspielung der Werbung zu begrenzen.
Bild Gemini KI
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