Apple arbeitet an einem neuen MacBook Pro mit OLED-Display und Touchscreen. Das Gerät soll in zwei Größen erscheinen und könnte bereits im November starten.
Seit der Einführung der Modelle mit M1 Pro und M1 Max im Jahr 2021 hat Apple das MacBook Pro nicht grundlegend überarbeitet. Für die kommende Generation sind kleinere Änderungen am Gehäuse zu erwarten. Gerüchten zufolge könnte das Notebook leichter und etwas dünner werden. Hinweise auf Änderungen an Tastatur oder Trackpad gibt es bislang nicht.
Die bisherige Displayaussparung soll einer dynamischen Insel nach iPhone-Vorbild weichen. Sie könnte weniger Platz auf dem Bildschirm beanspruchen und Siri auf Mac und iPhone einheitlicher darstellen. Das MacBook Pro soll mit 14- und 16-Zoll-Display erhältlich sein. Noch ist offen, ob die neuen Modelle die bisherigen ersetzen oder als höherpreisige Ergänzung ins Angebot kommen.
Das OLED-Display wäre eine Premiere für den Mac. Apple nutzt die Technik bereits in iPhone, Apple Watch und iPad Pro. Gegenüber den bisherigen Mini-LED-Bildschirmen verspricht OLED kräftigere Farben, höhere Kontraste und echtes Schwarz. Einzelne Pixel schalten sich vollständig ab, wenn sie nicht gebraucht werden. Dadurch fällt das Aufblühen heller Bereiche geringer aus. Bei HDR-Inhalten bieten OLED-Displays oft Vorteile, erreichen aber nicht immer die Helligkeit von Mini-LED.
Apple soll starre OLED-Panels mit Oxid-TFT-Backplane und einer Tandem-OLED-Struktur einsetzen. Diese Bauweise kommt auch im iPad Pro zum Einsatz und soll länger halten sowie weniger anfällig für eingebrannte Bilder sein als einfache OLED-Panels.
Das MacBook Pro soll erstmals einen Touchscreen erhalten. Du könntest den Bildschirm dann wie bei einem iPad mit den Fingern bedienen. Tastatur und Trackpad bleiben jedoch ebenfalls Teil der Steuerung. Apple soll macOS Golden Gate für die Touch-Eingabe anpassen und das Scharnier verstärken, damit das Display beim Tippen nicht wackelt.
Auch Funktionen in macOS Golden Gate deuten auf Touch-Unterstützung hin. Bei der Nutzung eines iPad als Mac-Bildschirm über Sidecar lassen sich Mac-Elemente direkt berühren. Zudem unterstützt das System das vom iPhone bekannte Herunterziehen zum Aktualisieren. Die Geste funktioniert unter anderem in Safari, Mail, News, Podcasts und Kalender.
Bei den Prozessoren soll Apple auf M5 Pro und M5 Max setzen, die auch in den aktuellen hochwertigen MacBook-Pro-Modellen stecken. Zwar hat Apple bereits einen M6-Chip im neuen Mac mini eingeführt. Laut Bloomberg sind jedoch keine weiteren Chips der M6-Reihe geplant. Stattdessen beschleunigt Apple demnach die Entwicklung der M7-Serie, die deutliche Verbesserungen bei der neuronalen Verarbeitung bringen soll.
Ein MacBook Pro mit M7 Pro und M7 Max ist für Ende 2027 vorgesehen. Das OLED-Modell soll den Zeitraum bis dahin mit M5-Pro- und M5-Max-Chips überbrücken. Der Name „MacBook Ultra“ steht offenbar nicht zur Debatte: Apples Ankündigung trägt den Titel „Pro und los“, was den Pro-Namen bestätigt.
Das OLED-MacBook Pro soll als Premiumgerät teurer werden als die bisherigen Modelle. Apple hat die Mac-Preise im Juni 2026 angehoben; das MacBook Pro verteuerte sich dabei um mindestens 300 US-Dollar (rund 260 Euro). Das 14-Zoll-Modell mit M5 Pro startet seitdem bei 2.199 Euro, die 16-Zoll-Version bei 3.399 Euro.
Die Modelle mit M5 Max beginnen bei 4.799 Euro für 14 Zoll und 5.099 Euro für 16 Zoll. Die Umrechnung dient der Orientierung.
Apple will am Mittwoch, dem 28. Oktober, neue Macs unter dem Motto „Pro and tell“ vorstellen. Eine Livestream-Veranstaltung ist nicht geplant; ausgewählte Medienvertreter:innen sollen die Geräte in Los Angeles ausprobieren. Das OLED-MacBook Pro könnte bereits am 6. November auf den Markt kommen.
(Anmerkung der Redaktion: Deutsche Preise sind nicht bekannt, daher lassen wir es bei der Umrechnung und warten den 28.10. ab!)
Via: https://www.macrumors.com
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