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Nvidia plant eigene „Klaue“ als Antwort auf OpenClaw

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Nvidia arbeitet offenbar an einer eigenen Plattform für agentische KI-Assistent:innen namens NemoClaw. Das Unternehmen könnte damit einen neuen Standard für diese noch junge Technik setzen.

Was steckt hinter dem „Claw“-Trend?

„Klauen“ sind ein Hardware- und Software-Trend, der im vergangenen Jahr mit OpenClaw begann, das zuvor unter den Namen Clawdbot und Moltbot bekannt war. Dabei handelt es sich in der Regel um Hüllen für große Sprachmodelle wie Claude Code oder OpenAIs Codex. Diese sollen als persönliche Assistent:innen dienen, die Aufgaben übernehmen, bei denen sie Code schreiben und im Internet recherchieren.

Typischerweise richten sich Nutzer:innen dafür einen eigenen Computer ein, schließen ein teures Abonnement für ein Sprachmodell an, geben der Klaue Zugriff auf persönliche Daten und Konten und kommunizieren anschließend über einen Messenger wie WhatsApp mit ihr. Gleichzeitig gelten solche Klauen als besonders problematisch in Bezug auf Sicherheit.

Der Erfinder von OpenClaw, der österreichische Softwareentwickler und ehemalige Unternehmer Peter Steinberger, wurde im vergangenen Monat von OpenAI angeheuert. OpenAI-Chef Sam Altman schrieb, Steinbergers Auftrag sei es, „die nächste Generation persönlicher Agent:innen voranzutreiben“, und er erwarte, dass dessen Arbeit „schnell zentraler Bestandteil unseres Produktangebots“ werde.

NemoClaw: Nvidias möglicher Einstieg in persönliche Agent:innen

Wie das Magazin Wired unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, steht Nvidia kurz davor, eine eigene Klaue vorzustellen. Demnach spricht das Unternehmen derzeit mit Anbietern von Unternehmenssoftware über eine Plattform namens NemoClaw. Die Quellen werden bei Wired als „mit den Plänen des Unternehmens vertraute Personen“ beschrieben.

Nvidia soll diesen Unternehmen frühen, kostenlosen Zugang zu NemoClaw anbieten. Im Gegenzug könnten sie reale Arbeitsaufgaben von KI-Agent:innen im Klaue-Stil erledigen lassen und ihre Erfahrungen in das Projekt einfließen lassen. Laut Wired richtet sich das Angebot nicht nur an Firmen, die bereits Nvidia-Chips einsetzen, sondern ist grundsätzlich offen.

Als mögliche Partner:innen nennt Wired Google, Adobe, Salesforce, Cisco und CrowdStrike. Diese Unternehmen haben bislang jedoch nicht öffentlich bestätigt, ob sie mit Nvidia an NemoClaw zusammenarbeiten.

Nemotron-Modelle und GTC-Ankündigung

NemoClaw soll dem Bericht zufolge als Open-Source-Projekt erscheinen. Der Name legt nahe, dass die Plattform auf der offenen Nemotron-Modellfamilie von Nvidia basieren soll, etwa auf Nemotron 3, das im vergangenen Jahr vorgestellt wurde. In der zugehörigen Pressemitteilung heißt es, diese Modelle seien „dafür ausgelegt, transparente, effiziente und spezialisierte agentische KI-Entwicklung in verschiedenen Branchen zu ermöglichen“.

Laut Wired plant Nvidia, NemoClaw in der kommenden Woche auf der GTC-Entwicklerkonferenz anzukündigen. Nach einem Bericht des Wall Street Journal würde diese Vorstellung zeitlich mit der Einführung eines neuen Inferenz-Chips zusammenfallen, den Nvidia ebenfalls veröffentlichen will.

Nvidias Rolle als führende Entwicklerin von KI-Chip-Architekturen und der proprietären Plattform CUDA, die unter vielen KI-Anwendungen liegt, könnte dem Unternehmen helfen, mit NemoClaw Einfluss auf die Ausgestaltung dieser neuen Kategorie von KI-Assistent:innen zu nehmen. Gleichzeitig stehen klassische Softwareangebote im Unternehmensumfeld unter Druck, da Investor:innen den Software-als-Service-Ansatz angesichts möglicher Automatisierung durch Werkzeuge wie OpenClaw zunehmend kritisch sehen.

Via: https://gizmodo.com

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Tags: GTC, Nvidia, KI-Agenten, Open Source Efficient LLMs, Unternehmenssoftware, OpenClaw, NemoClaw, Nemotron

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