Apple könnte heute ein MacBook Pro mit OLED-Bildschirm und Touchbedienung vorstellen. Neben einem neuen Namen stehen auch Änderungen an Gehäuse, Displayaussparung und Preis im Raum.
OLED und Touchbedienung am Mac
Berichten zufolge plant Apple ein neues Spitzenmodell oberhalb der MacBook-Pro-Reihe mit M5 Pro und M5 Max. Möglicherweise heißt es „MacBook Ultra“. Der endgültige Name ist jedoch offen: Jüngere Berichte sprechen weiterhin von neuen MacBook-Pro-Modellen mit 14 und 16 Zoll.
Die erwarteten Geräte sollen zunächst mit den bestehenden Chips M5 Pro und M5 Max erscheinen. Apple dürfte den M6 Pro und M6 Max überspringen und später leistungsstärkere Varianten mit M7 Pro und M7 Max anbieten. Diese zweite Generation wird für Ende 2027 erwartet. Das neue MacBook Pro mit 14 Zoll und M6-Chip hat Apple bereits am Vortag vorgestellt.
Für die neuen Spitzenmodelle wird ein OLED-Display erwartet. Laut Bloomberg-Reporter Mark Gurman und Analyst Ming-Chi Kuo bereitet Apple den Wechsel vor. Samsung Display soll die Bildschirme exklusiv fertigen. OLED kann kräftigere Farben und höhere Kontraste mit echten Schwarztönen darstellen. Einzelne Pixel schalten sich dabei vollständig aus, was Lichtverluste verringert und Energie sparen kann. Bei der maximalen Helligkeit sind OLED-Bildschirme allerdings nicht immer Mini-LED überlegen.
Das Gerät könnte außerdem der erste Mac mit direkter Touchbedienung auf dem Display werden. Apple soll dabei nicht den Mac in ein iPad verwandeln wollen, sondern Touch-Eingaben mit der Bedienung über Trackpad oder Maus kombinieren. Hinweise auf mögliche Touch-Funktionen finden sich laut Bericht in macOS Golden Gate: Unter anderem lassen sich bestimmte Inhalte durch Herunterziehen aktualisieren. Auch die Bedienung von macOS-Elementen per Fingertipp ist über die iPad-Funktion „Sidecar“ möglich.
Scharnier, Gehäuse und Displayaussparung
Damit sich der Bildschirm bei Berührungen nicht bewegt oder nachschwingt, soll Apple ein verstärktes Scharnier und eine stabilere Displaykonstruktion entwickelt haben. Das soll ein Problem vermeiden, das auch bei bestehenden Touch-PCs auftreten kann.
Apple arbeitet laut Gurman zudem an einem dünneren und leichteren Gehäuse. Frühere Berichte sprachen von einem deutlichen Umbau. Anfang Oktober 2026 schränkte Gurman seine Einschätzung jedoch ein: Das Gerät werde am Ende wohl nicht wesentlich dünner als bisher.
Auch die bekannte Notch könnte verschwinden. Bloomberg zufolge erwägt Apple eine Aussparung, die der Dynamischen Insel des iPhone ähnelt. Sie soll sich je nach verwendeter App oder Mac-Funktion verändern und interaktiv sein. Damit könnte Apple auf Kritik an der Notch reagieren, die in die macOS-Menüleiste hineinragt.
Vorstellung und mögliche Preise
Die neuen Modelle könnten heute bei Apples Veranstaltung „Pro and tell“ in Los Angeles erscheinen. Vorbestellungen sollen um 10:10 Uhr pazifischer Zeit starten. Laut Bloomberg könnte die Auslieferung bereits am 6. November beginnen. Apple hat diese Angaben nicht bestätigt.
Für die neuen Geräte werden höhere Preise als für die aktuellen 14- und 16-Zoll-Modelle erwartet. Nach einer Preiserhöhung im Juni 2026 kostet das MacBook Pro mit 14 Zoll und M5 Pro ab 2.499 US-Dollar (ca. 2.314 Euro). Das 16-Zoll-Modell startet bei 2.999 US-Dollar (ca. 2.777 Euro).
Bloomberg zufolge hat Apple für das kommende 14-Zoll-Modell mit M5 Pro einen Preis von 2.899 US-Dollar (ca. 2.684 Euro) diskutiert. Das 16-Zoll-Modell könnte demnach mindestens 3.399 US-Dollar (ca. 3.147 Euro) kosten. Ob Apple diese Preise und den Namen „MacBook Ultra“ tatsächlich verwendet, ist noch offen.
