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NASA erlaubt Astronaut:innen erstmals private iPhones auf Mondmissionen

Artemis-II-Start streamen

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Die US-Raumfahrtbehörde lockert ihre Regeln: Bei zwei kommenden Missionen dürfen Astronaut:innen erstmals ihre privaten iPhones mit ins All nehmen. Das könnte die Bilddokumentation der Flüge sichtbar verändern.

Lockerung strenger NASA-Regeln

Die NASA hat bislang sehr genau festgelegt, welche Technik an Bord ihrer Raumflüge eingesetzt werden darf. Nun kündigt NASA-Administrator Jared Isaacman an, dass die Besatzungen von Crew-12 und Artemis II ihre eigenen iPhones mitführen dürfen, um die Reise nach eigenem Geschmack zu dokumentieren. Die Ankündigung erschien kurz vor 23 Uhr Ostküstenzeit am 4. Februar auf der Plattform X.

Bisher waren auf der bemannten Mondumrundungsmission Artemis II deutlich ältere Kameras eingeplant. Wie das Technikmagazin Ars Technica berichtet, sollte dort bislang eine Nikon-Spiegelreflexkamera von 2016 eingesetzt werden, ergänzt durch GoPro-Actioncams, die zu diesem Zeitpunkt rund zehn Jahre alt sind. Moderne Geräte schaffen es traditionell nur langsam durch das aufwendige Zulassungsverfahren der NASA.

Grund dafür sind umfangreiche Tests, die jede neue Technik durchlaufen muss, bevor sie für Raumflüge freigegeben wird. Neben Funktionstests spielt vor allem die Strahlenbelastung eine Rolle. Aus diesem Grund wird in der Erdumlaufbahn weiterhin häufig der G3-PowerPC-Prozessor genutzt, der als robust gegenüber Weltraumbedingungen gilt. Selbst wenn Hardware diese Hürden nimmt, bedeutet das nicht automatisch eine schnelle Freigabe, da der Prozess laut Ars Technica sehr gründlich und zugleich langsam abläuft.

Artemis-II-Mission und Raumstation-Flug

Die Crew-12-Mission ist ein gemeinsamer Flug von NASA und SpaceX zur Internationalen Raumstation ISS. An Bord sollen vier Astronaut:innen zur Station gebracht werden. Der Flug soll die ISS wieder vollständig besetzen, nachdem im Januar ein medizinischer Evakuierungsflug für einen Personalengpass gesorgt hatte.

Artemis II ist die erste bemannte Mondmission der NASA seit mehr als 50 Jahren. Der Start ist nach einer Verschiebung nun für März geplant, nachdem ein Wasserstoffleck den ursprünglich vorgesehenen Termin im Februar verzögert hatte. Die Mission soll vier Astronaut:innen auf einen zehntägigen Flug um den Mond schicken, ohne dort zu landen.

Mit den nun erlaubten privaten iPhones dürfte sich die Bilddokumentation dieser Flüge verändern. Es bleibt abzuwarten, welche Aufnahmen die Astronaut:innen mit ihren Smartphones machen werden.

Apple-Geräte im All haben Tradition

Ganz neu ist das iPhone im Weltraum allerdings nicht. Bereits 2011 flogen zwei iPhone-4-Geräte mit der letzten Space-Shuttle-Mission. Auch andere Apple-Produkte waren schon mehrfach im All zu sehen: Dazu gehören verschiedene Modelle der Apple Watch, AirPods, iPods und iPads.

Die Geschichte von Apple im Weltraum reicht noch weiter zurück. Am 9. August 1991 wurde von Bord der Raumfähre Atlantis aus mit einem Macintosh Portable die erste E-Mail aus dem All verschickt. Diese Nutzung fand damals ebenfalls im Rahmen eines NASA-Einsatzes statt.

Private Missionen unterliegen nicht den gleichen Einschränkungen wie staatliche NASA-Flüge. Auf den kommerziell organisierten Polaris-Flügen von Jared Isaacman sowie auf den Axiom-Missionen zur ISS waren Smartphones bereits an Bord. Die neue Entscheidung der NASA schließt nun eine Lücke zwischen diesen privaten Einsätzen und den eigenen, traditionell streng regulierten Missionen der Behörde.

Via: https://appleinsider.com
Titelbild KI (Zur Illustration)

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Tags: iPhone, Nasa, Raumfahrt, Artemis, ISS, Artemis II, Mondmission, Crew-12, Apple

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