Mit dem bevorstehenden Black Friday rückt die Frage nach günstigen Apple-Produkten erneut in den Fokus. Doch wie sieht es wirklich aus mit den Preisen im Apple-Universum?
Black Friday: Rabatte bei Apple – aber nicht im Store
Kurz vor dem Black Friday wächst die Hoffnung auf Schnäppchen bei Technikbegeisterten. Im Fall von Apple führt der Weg zu günstigeren Preisen jedoch selten direkt über den Apple Store. Während andere Hersteller direkte Preisnachlässe einräumen, bleibt Apple seiner Linie treu: Im Store selbst erhalten Kund:innen keine Rabatte, sondern spärliche Gutscheinkarten als Beigabe für spätere Einkäufe. Preisnachlässe auf aktuelle Geräte bieten hingegen vor allem Drittanbieter – oft bereits vor dem eigentlichen Aktionstag. Allen voran entwickelte sich Amazon zu Apples inoffiziellem Rabattkanal.
Dies überrascht Kenner:innen kaum, denn Apple verzichtet bewusst auf kurzfristige, flächendeckende Preisaktionen. Stattdessen setzt der Konzern auf Beständigkeit und einen wertigen Markenauftritt. Produkte wie das iPhone oder der Mac sollen nicht über kurze Preissenkungen verkauft werden, sondern durch langfristigen Mehrwert überzeugen. Die seit Jahren gewachsene Apple-Community trägt ihren Teil dazu bei: Wer ein bestimmtes Apple-Produkt möchte, wählt häufig gezielt den direkten Weg.
Apple setzt nicht auf Billigware – bietet aber Mehrwert
Billigprodukte spielen im Sortiment von Apple traditionell keine Rolle. Während sich andere Hersteller mit Smartphones für unter 250 Euro positionieren, konzentriert sich Apple auf Geräte im mittleren und höheren Preissegment. Das günstigste iPhone-Modell, das iPhone SE, wurde Anfang des Jahres 2025 eingestellt. An seine Stelle trat ein neues, moderates Einstiegsmodell: Das iPhone 16e startet nun bei 699 Euro – eine klare Abgrenzung zum Niedrigpreismarkt.
Doch auch ohne extrem günstige Modelle müssen Apple-Kund:innen nicht auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis verzichten. Die Apple Watch SE 3 etwa bietet für 269 Euro überraschend viele Funktionen und ist damit eine lohnenswerte Alternative zu teureren Serien. Auch das iPhone 17 überzeugt im Vergleich mit früheren Modellen: Trotz einem Startpreis von 949 Euro erhält man hier neben doppeltem Speicher ein Display auf Pro-Niveau und eine verbesserte Selfie-Kamera.
Neue Produkte und fallende Preise
Ein bemerkenswerter Preisrutsch zeigt sich beim M4 MacBook Air. Mit neuem Prozessor und besserer Kamera sank der Einstiegspreis im Vergleich zum Vorgängermodell um 100 Euro. Damit kostet das aktuelle Modell direkt bei Apple weniger als 1.100 Euro. Mit Black-Friday-Angeboten von Drittanbietern rückt der Preis sogar unter die 800 Euro. Damit bewegt sich Apple zwar nicht auf Chromebook-Niveau, allerdings verlangt der Konzern eben auch keinen Aufschlag allein wegen des Markennamens.
Für das Frühjahr 2026 sind außerdem weitere erschwingliche Modelle angekündigt: Das iPhone 17e soll ab 699 Euro erhältlich sein, ein günstiges MacBook wird zwischen 640 bis 830 Euro erwartet, und ein neues iPad mit KI-Funktionen könnte für rund 399 Euro starten.
Abschließend zeigt sich: Apple-Produkte sind nicht billig, aber der anhaltende Mythos einer eigenen „Apple-Steuer“ auf jedes Gerät lässt sich angesichts der aktuellen Preisgestaltung nicht mehr halten. Wer auf Qualität und Mehrwert Wert legt, bekommt bei Apple viel Gegenwert für den Preis – das gilt längst nicht mehr nur für Premium-Modelle.
