Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass Microsoft Copilot in Unternehmen auf Millionen sensible Daten zugreift. Das birgt erhebliche Risiken für Datenschutz und Datensicherheit.
Fast drei Millionen vertrauliche Datensätze pro Unternehmen
Microsoft Copilot hat in der ersten Jahreshälfte 2025 im Schnitt auf fast drei Millionen vertrauliche Datensätze pro Unternehmen zugegriffen, wie der aktuelle Data Risk Report 2025 von Concentric AI zeigt. Das entspricht ungefähr 55 Prozent aller Dateien, die Unternehmen extern teilen. Die Analyse basiert auf zusammengefassten Daten von Firmen aus verschiedenen Branchen wie Technologie, Gesundheitswesen, öffentlicher Sektor und Finanzdienstleistungen. Dabei bildet vertrauliche Unternehmensinformation die Mehrheit der geteilten Dateien. Im Schnitt enthalten 57 Prozent der unternehmensweit geteilten Daten privilegierte Informationen. In besonders sensiblen Branchen wie Finanzdienstleistungen und Gesundheitswesen steigt dieser Anteil sogar auf rund 70 Prozent.
Freigabe und Risiken durch Copilot
Neben dem Zugriff durch Copilot bleiben viele Daten grundsätzlich unzureichend geschützt. Durchschnittlich werden etwa zwei Millionen besonders kritische Geschäftsdaten pro Unternehmen ohne jegliche Einschränkung geteilt. Das entspricht rund der Hälfte aller uneingeschränkt freigegebenen Daten. Zudem werden im Durchschnitt mehr als 400.000 Dateien an persönliche Konten weitergegeben, wobei über 60 Prozent davon vertrauliche Informationen enthalten. Die Aktivitäten mit Copilot verstärken diese Risiken. Unternehmen verzeichneten mehr als 3.000 Interaktionen mit Copilot, bei denen sensible Informationen verändert oder offengelegt werden konnten. Diese Zahlen verdeutlichen das Risiko, dem Unternehmen beim Schutz wertvoller Daten ausgesetzt sind, während generative KI-Lösungen stärker in alltägliche Prozesse integriert werden.
Weitere Herausforderungen im Datenmanagement
Im Bericht werden auch allgemeine Probleme beim Datenmanagement angesprochen. Teilnehmer:innen am Report verfügten im Durchschnitt über zehn Millionen doppelte Datensätze und fast sieben Millionen Datensätze, die älter sind als zehn Jahre. Hinzu kommen Millionen weiterer Datensätze von inaktiven oder verwaisten Benutzer:innen. Ein Zusammenspiel aus häufiger Datenfreigabe, zu großzügigen Zugriffsrechten und unkontrollierter KI-Nutzung erhöht die Risiken für Unternehmen deutlich. Ohne eine wirksame Governance könnten Unternehmen Schwierigkeiten bekommen, ihr geistiges Eigentum, ihre Finanzdaten und auch persönliche Daten zu schützen. Concentric AI empfiehlt daher den Ausbau effektiver Richtlinien zur Datensicherheit und Datenkontrolle.
