Metas KI-Assistent Muse ist jetzt auch als App für den Mac verfügbar. Die Anwendung erweitert die bereits gestarteten Mobil- und Web-Versionen um tiefe Integration in macOS.
Auf dem Mac kann Muse direkt mit Euren Dateien, Nachrichten, Kalendern, Notizen und E-Mails arbeiten, und zwar jeweils in den nativen Apple-Apps. Der Assistent führt Aktionen innerhalb dieser Programme aus, statt eigene Oberflächen zu verwenden. Nutzer:innen sollen so typische Aufgaben an die KI delegieren können, ohne ständig zwischen Anwendungen zu wechseln.
Die Mac-App folgt auf den Start von Muse für Mobilgeräte und Web, der Anfang des Monats erfolgt ist. Dort stieg der Assistent in den USA schnell an die Spitze der App-Store-Charts. Meta bewirbt die Desktop-Version als nächsten Schritt, um den KI-Agenten direkt auf dem Computer einzusetzen.
Wie auf den anderen Plattformen bestimmt Ihr auch auf dem Mac selbst, worauf Muse zugreifen darf. Alle Berechtigungen erfolgen laut Meta auf Opt-in-Basis. Ihr könnt also festlegen, ob die App etwa Kalenderdaten, Nachrichten oder Dateien einsehen und bearbeiten darf.
Zusätzlich betont Meta, dass Muse vor sensiblen Aktionen immer explizit nach Eurer Zustimmung fragt. Damit soll sichergestellt werden, dass der Assistent keine kritischen Änderungen vornimmt, ohne Euch einzubeziehen. Muse lässt sich zudem im Dock ablegen, um schneller erreichbar zu sein.
Der Start der Mac-App fällt in eine Phase deutlich zunehmenden Wettbewerbs rund um KI-Assistenten für Endnutzer:innen. Viele Branchenteilnehmer:innen sehen in solchen Agenten eine mögliche Zukunft des Computings. Die Entwicklung stellt die klassische App-Industrie und Software-as-a-Service-Angebote infrage und könnte langfristig auch Hardware wie das iPhone beeinflussen.
Neben Muse bieten alle großen Anbieter inzwischen eigene, auf Endkund:innen ausgerichtete KI-Agenten an. Andere Dienste setzen darauf, die Nutzung solcher Assistenten per Textnachricht zu ermöglichen. Zu den ersten erfolgreichen Angeboten in diesem Bereich zählt Poke, das im Juli vom Unternehmen Cognition übernommen wurde.
Aktuell sorgt außerdem der KI-Assistent Instinct für Aufmerksamkeit, der laut Branchenberichten weitere Finanzmittel zu einer Bewertung von 10 Milliarden US-Dollar (ca. 9,3 Milliarden Euro) einwerben will. In diesem Umfeld geht es vor allem darum, möglichst schnell große Marktanteile bei Verbraucher:innen zu gewinnen.
Das führt dazu, dass Muse und Instinct in hoher Taktung neue Funktionen veröffentlichen. Beide haben in dieser Woche etwa Sprachfunktionen für Anrufe eingeführt. Meta-Chef Mark Zuckerberg hob bei der Ankündigung der Mac-App auf X hervor, dass das Team derzeit sehr schnell neue Versionen bereitstellt.
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