Neue Spitzen-Smartphones wie das iPhone 18 Pro bringen im Alltag überschaubare Vorteile, kosten aber viel Geld. Das stärkt den Trend zu älteren Modellen und längeren Nutzungszeiten.
Die Vorstellung neuer Smartphone-Generationen verliert ihren besonderen Charakter. Zum Verkaufsstart des iPhone 18 Pro betonen Medienberichte vom 18. September 2026, dass aktuelle Spitzenmodelle für viele Käufer:innen nicht mehr nötig sind. Stattdessen gelten Vorjahresmodelle zunehmend als wirtschaftlich sinnvolle Alternative, weil die technischen Fortschritte pro Generation geringer werden, während die Einstiegspreise hoch bleiben.
Ein Blick auf die aktuellen Spitzenmodelle von Apple zeigt diese Entwicklung deutlich. Das iPhone 18 Pro mit 256 Gigabyte Speicherplatz startet bei 1.449 Euro, das iPhone 18 Pro Max kostet mindestens 1.599 Euro. Das iPhone 17 Pro ist etwa 300 Euro günstiger zu haben, bietet aber ähnliche Leistung. Als zentrale Neuerung des iPhone 18 Pro gilt die variable Blende mit den Stufen f/1,48, f/1,8, f/2,8 und f/4,0. Fachportale wie Wired und 9to5Mac empfehlen ein Upgrade im Regelfall erst ab einem iPhone 16 Pro.
Im Inneren arbeitet der neue A20-Pro-Chip mit 2-Nanometer-Fertigung, sechs Prozessorkernen, sieben Grafikkernen, 32 Kernen in der Neural Engine und einer deutlich vergrößerten Dampfkammer. Im Alltag fallen die Effekte aber begrenzt aus. Messungen zeigen, dass das iPhone 18 Pro Max beim mobilen Spielen von „Genshin Impact“ mit 600 Nits Helligkeit nur 23 Minuten länger durchhält als das iPhone 17 Pro Max.
Beim Scrollen auf Reddit erreicht das iPhone 18 Pro Max 17 Stunden und 19 Minuten, während das Vorgängermodell 15 Stunden und 36 Minuten durchhält. Das reguläre iPhone 18 Pro kommt beim Reddit-Einsatz auf 14 Stunden und 27 Minuten, liegt beim Spielen aber sogar elf Minuten hinter dem iPhone 17 Pro.
Die Entwicklung betrifft nicht nur Apple. Ein Vergleich von zehn aktuellen Nachfolgemodellen der Hersteller Samsung, Apple, Xiaomi, Google, Sony, Honor, Motorola und Vivo Mitte September 2026 zeigt: Viele Neugeräte bieten kaum spürbare Verbesserungen oder fallen teilweise sogar hinter ihre Vorgänger zurück, etwa beim Galaxy S26 FE oder beim Xperia 10 VIII, während die Preise steigen.
Gleichzeitig verlängern viele Hersteller die Versorgung mit Software. Samsung und Google garantieren sieben Jahre Updates ab Markteinführung, sodass Vorjahresmodelle voraussichtlich bis 2032 mit neuer Software versorgt werden. Dadurch sinkt der Druck, häufig neue Geräte zu kaufen. Zugleich schrumpfen die Preisabstände zwischen Ausstattungsversionen. Beim Pixel 10 Pro und Pixel 11 Pro ist der Unterschied beim Basismodell klar spürbar, bei den Varianten mit 256 Gigabyte Speicher liegt der Abstand im Handel aber nur bei rund 40 Euro.
Die nachlassende Innovationsgeschwindigkeit trifft auf steigende Kosten und eine wachsende Preissensibilität. Bei Apple verteuern sich etwa Reparaturen: Der Akkutausch für das iPhone 18 Pro und Pro Max kostet regulär 149 Euro, das sind 10,37 Prozent mehr als bei älteren Modellen, deren Tausch weiterhin 135 Euro kostet. Auch der monatliche Beitrag für den Zusatzschutz Care+ steigt auf 15,99 US‑Dollar (rund 15 Euro).
Preisanalysen von Portalen wie Idealo und Günstiger.de belegen, dass sich Geduld finanziell lohnt. In den ersten vier Wochen nach Verkaufsstart sind höchstens etwa zwei Prozent Ersparnis drin. Nach fünf Monaten liegen die Preise im Schnitt rund 14 Prozent niedriger, was einem Nachlass von 206 Euro beim iPhone 18 Pro und 229 Euro beim iPhone 18 Pro Max entspricht. Nach neun Monaten sinkt der Durchschnittspreis des Pro-Max-Modells um etwa 19 Prozent auf 1.288 Euro.
Die Nachfrage passt sich an. Der Analyst Jeff Pu von GF Securities senkte seine Produktionsprognose für Apple wegen schwächerer Vorbestellungen auf 72 Millionen Geräte. Auch das Bankhaus JPMorgan meldet zum Teil deutlich kürzere Lieferzeiten im Vergleich zum Vorjahr, was auf nachlassendes Interesse schließen lässt.
Umfragen stützen diesen Eindruck. Eine Erhebung des Schweizer Vergleichsdienstes Comparis ergab, dass 63 Prozent der Befragten höhere Smartphone-Preise als Grund angeben, ihre vorhandenen Geräte länger zu nutzen. Zugleich nimmt der Anteil der Personen ab, die innerhalb der nächsten zwölf Monate ein neues Smartphone kaufen wollen.
Via: https://www.ad-hoc-news.de
Den Beitrag in unserem Forum kommentieren
Die Beta von iOS 27.3 bringt die Bedienungshilfe „Einhandmodus“ auf das iPhone Duo. Damit rückt der Bildschirmbereich auf der gegenüberliegenden…
Apple und Microsoft müssen in Russland Kommunikationsdaten ihrer Nutzer:innen drei Jahre lang speichern. Russische Behörden können die Herausgabe von Nachrichten,…
Das neue iPad mini bringt ein OLED-Display, ein dünneres Gehäuse und den A20 Pro. Erste Testberichte loben die Verbesserungen, sehen…
Ein Flüssigkeitsschaden kann auch dann noch entstehen, wenn die Oberfläche längst trocken ist. Schaltet Euren Mac deshalb sofort aus und…
Apple hat mit dem Test von iOS 27.3 begonnen. Das Update ergänzt neue Funktionen für Safari, Siri und die Health-App…
Apple Fitness+ soll mit Gym Strength individuelle Kraftpläne fürs Fitnessstudio anbieten. Zugleich zeigen Gesundheitsberichte, dass gezielte Gewichtsabnahme das Risiko für…
Diese Website benutzt Cookies um Ihr Nutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie diese Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.
Mehr lesen