Apple soll Samsungs sogenannte Privatsicht-Anzeige deutlich früher in das MacBook-Pro-Portfolio bringen als bisher erwartet. Statt Ende des Jahrzehnts könnte die Technik schon mit den M6-Pro- und M6-Max-Modellen starten.
OLED-MacBook Pro mit Samsungs Privatsicht-Anzeige
Ursprünglich war davon ausgegangen worden, dass Apple Samsungs Privatsicht-Anzeige erst in einigen Jahren in die MacBook-Pro-Reihe integriert. Nun deutet ein neuer Hinweis darauf hin, dass die Funktion bereits in wenigen Monaten mit den kommenden MacBook-Pro-Varianten mit M6 Pro und M6 Max und OLED-Bildschirm erscheinen könnte.
Die Privatsicht-Anzeige des Samsung Galaxy S26 Ultra kann seitliche Betrachtungswinkel für das gesamte Display oder nur bestimmte Bereiche auf Knopfdruck einschränken. Möglich wird das durch einen Zustandswechsel in einer Flüssigkristallschicht des Panels, der den Brechungsindex abrupt verändert und so Einblicke von der Seite verhindert oder reduziert.
Im Februar 2026 hatte das Marktforschungsunternehmen Omdia noch prognostiziert, dass Apple die Privatsicht-Technik frühestens im Jahr 2029 in die MacBook-Pro-Reihe bringen könnte. Damals war also von einem deutlich längeren Zeithorizont die Rede.
Tippgeber: Privatsicht-Panels schon ab M6-MacBooks
Ein neuer Blogeintrag des Tippgebers Schrödinger zeichnet nun ein anderes Bild und beschleunigt diesen Zeitplan deutlich. Demnach könnten die Panels mit Privatsicht-Anzeige schon in der kommenden MacBook-Generation auftauchen und nicht erst am Ende des Jahrzehnts.
„Wann können wir diese Displays in Consumer-Notebooks sehen? Nun, laut der Projektion können wir diese Privatsicht-Display-Panels bald in Notebooks sehen, beginnend mit dem M6-MacBook und einigen Windows-Notebooks.“
Diese Aussage deckt sich mit der Erwartung, dass Apple für die nächste Generation der MacBook-Pro-Modelle verstärkt auf OLED-Panels von Samsung setzt. Daraus leitet sich die Einschätzung ab, dass Apple nicht nur OLED übernimmt, sondern zugleich die Privatsicht-Funktion als zusätzliches Merkmal integriert.
Nur M6 Pro und M6 Max mit OLED und Privatsicht
Geplant ist offenbar, dass ausschließlich die M6-Pro- und M6-Max-Varianten des kommenden MacBook Pro ein OLED-Display erhalten. Das Basismodell mit M6-Chip soll dagegen weiterhin auf ein Mini-LED-Panel setzen. Entsprechend liegt die Annahme nahe, dass nur die OLED-Modelle mit M6 Pro und M6 Max auch die Privatsicht-Anzeige bekommen.
Parallel dazu bringt Apple laut bisherigen Informationen zahlreiche funktionale und gestalterische Änderungen für die M6-Pro- und M6-Max-basierten MacBook-Pro-Modelle. Dazu gehört eine dedizierte Dampfkammer für die Kühlung sowie ein neues Design für Lüfter und Rotorblätter, um die Geräte auch unter Last stabil zu halten.
In der Folge haben einige Beobachter:innen begonnen, die kommenden Spitzenmodelle des MacBook Pro informell als „MacBook Ultra“ zu bezeichnen. Ob Apple diese Bezeichnung offiziell übernimmt, ist derzeit allerdings offen und noch nicht bestätigt.
Via: https://wccftech.com
Titelbild KI (Zur Illustration)
