Das 14‑Zoll‑MacBook Pro mit M5 Pro kämpft in einem dünnen Gehäuse mit klaren Temperaturgrenzen. Im direkten Vergleich arbeitet das 16‑Zoll‑Modell mit M5 Max rund 30 Prozent schneller.
Ein kleineres und dünneres Notebook-Gehäuse hat grundsätzlich Schwierigkeiten, die Abwärme leistungsstarker Chips in den Griff zu bekommen. Daher überrascht es wenig, dass das 14‑Zoll‑MacBook Pro mit M5 Pro, dessen Chip eine 15‑Kern‑CPU und eine 16‑Kern‑GPU bietet, auf dieselben Leistungsgrenzen trifft.
Apple hat beim Kühlkonzept dieser mobilen Macs seit Jahren nur wenig verändert. Die besser ausgestatteten Modelle setzen weiterhin auf ein einzelnes Heatpipe und zwei flache Lüfter, die die Hauptarbeit übernehmen müssen.
Das erklärt, warum das größere 16‑Zoll‑MacBook Pro mit M5 Max die Temperatur des stärkeren SoC besser kontrollieren kann. Das größere Gehäuse verschafft der Kühlung mehr Spielraum. Das 14‑Zoll‑Modell lässt dagegen viel Potenzial liegen: Ein CPU‑lastiger Benchmark zeigt einen Leistungsunterschied von rund 30 Prozent.
Der YouTube‑Kanal Max Tech hat ein 14‑Zoll‑MacBook Pro mit M5 Pro und ein 16‑Zoll‑MacBook Pro mit M5 Max (18‑Kern‑CPU, 40‑Kern‑GPU) gegeneinander getestet. In allen Messungen liegt das größere Gerät vorn, weil es thermisch mehr Reserven hat und Wärme effektiver abführen kann. Im Cinebench 2026 erreicht der M5 Pro 7.105 Punkte, während der M5 Max 9.262 Punkte erzielt.
Das entspricht einem Unterschied von 30,35 Prozent zwischen beiden Chips. Zwar besteht ein Delta von drei CPU‑Kernen, dennoch erklärt dies allein die deutliche Abweichung nicht. Im Messbild ist zu sehen, dass der M5 Pro mit einer Paketleistung von rund 45 Watt läuft, während der M5 Max sich bei etwa 64 Watt halten kann und seine Super‑Kerne mit 3,62 GHz taktet.
Selbst mit maximal drehenden Lüftern kann das MacBook Pro mit M5 Pro nicht aufschließen und bleibt im Cinebench‑Benchmark zurück. Für viele Nutzer:innen ist ein 14‑Zoll‑Notebook wegen der höheren Mobilität die bevorzugte Größe, während das 16‑Zoll‑MacBook Pro für manche zu sperrig wirkt. Gleichzeitig kann beim kleineren Modell der Eindruck entstehen, nicht die volle Leistung für den gezahlten Preis zu bekommen – gerade wegen der thermischen Limits.
Anmerkung der Redaktion: Zur Messung der Temperatur und des Verlaufs empfehlen wir MX Power Gadget und TG Pro. Ersteres ist kostenlos. Bei letzterem lässt sich aber die Lüftersteuerung beeinflussen. Beide Tools können die Werte in Log-Files zur späteren Auswertung speichern.
Ein Umstieg auf Dampfkammerkühlung in zukünftigen MacBook‑Pro‑Modellen könnte helfen, eine höhere Dauerleistung zu erreichen, sofern Apple diese Änderung tatsächlich umsetzt. Noch ist unklar, ob das kommende M6‑MacBook Pro von der bisherigen Heatpipe‑Lösung abrücken wird.
Ein früherer Bericht deutet jedoch darauf hin, dass das M6‑iPad Pro eine Dampfkammerkühlung erhalten soll, was zumindest etwas Hoffnung macht. Wer plant, das Basismodell des 14‑Zoll‑MacBook Pro mit M5 Pro etwa bei Amazon für 2.297 Euro zu kaufen und Erfahrung mit dem erneuten Auftragen von Wärmeleitmaterial an MacBooks hat, kann laut Empfehlung des Berichts zu PTM7950 greifen. Das soll bei den Temperaturen einen sehr deutlichen Unterschied bewirken.
Via: https://wccftech.com
Titelbild: Apple
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