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Samsung stellt Galaxy Z TriFold nach drei Monaten wieder ein

Samsung beendet den Verkauf seines ersten faltbaren Smartphones mit drei Displays nach nur wenigen Monaten. Nach Abverkauf der Lagerbestände soll es keinen Nachschub mehr geben.

Verkaufsstopp zunächst in Korea, dann in den USA

Samsung plant, das Galaxy Z TriFold in Korea und den USA aus dem Programm zu nehmen. Zunächst werden die Verkäufe im Heimatmarkt heruntergefahren, anschließend folgt der Stopp in den Vereinigten Staaten. Das bestätigte eine nicht namentlich genannte Samsung-Sprecher:in gegenüber Bloomberg.

Das Falt-Smartphone mit drei Bildschirmen kam in den USA vor weniger als drei Monaten auf den Markt und kostete 2.899 US‑Dollar (rund 2.650 Euro). Nach Angaben der koreanischen Zeitung Dong-A Ilbo soll es in Korea am 17. März noch eine letzte Nachlieferung geben. Danach sind keine weiteren Chargen mehr geplant.

Auf der US-Webseite von Samsung werden seit Anfang März keine Informationen zu möglichen Nachlieferungen mehr angezeigt. Dort ist das Galaxy Z TriFold inzwischen als „ausverkauft“ gekennzeichnet.

Begrenzte Stückzahlen und kaum Vertriebskanäle

Das Gerät war ausschließlich direkt bei Samsung erhältlich, andere Händler:innen wurden nicht beliefert. Dong-A Ilbo berichtet, dass seit dem Verkaufsstart in Korea am 12. Dezember lediglich 6.000 Exemplare dort auf Lager waren und auch verkauft wurden.

Parallel dazu bringt Huawei bereits die zweite Generation seines eigenen dreifach faltbaren Smartphones auf den Markt. Während das ursprüngliche Mate XT Ultimate später auch in weiteren Regionen erschien, ist das aktuelle Mate XTs bislang nur in China erhältlich.

Laut Bloomberg konnten einige Käufer:innen Restbestände des Galaxy Z TriFold in Samsung Experience Stores in Texas und New York finden. Online scheinen die verfügbaren Geräte in den USA jedoch weitgehend vergriffen zu sein. Wenn die Lager komplett leer sind, bleiben nur noch Drittanbieter oder der Gebrauchtmarkt, um eines der kurzlebigen Modelle zu ergattern.

Beim Kauf über Wiederverkäufer ist allerdings Vorsicht geboten. Der Versuch der Autor:innen des Originalberichts, ein Gerät über eBay zu bekommen, scheiterte.

Hohe Kosten bremsen weitere Entwicklung

Hintergrund für das Aus des Galaxy Z TriFold sind laut Bericht hohe Produktionskosten. Die Preise für Bauteile seien so stark gestiegen, dass sich das Modell für Samsung selbst bei fortgesetztem Verkauf kaum noch wirtschaftlich darstellen lasse.

In einem Interview mit Bloomberg im vergangenen Monat erklärte Won-Joon Choi, Leiter des Mobilgeschäfts bei Samsung, das Unternehmen habe sich bislang nicht auf einen Nachfolger des TriFold festgelegt. Er deutete jedoch an, dass einzelne Merkmale des Geräts in andere faltbare Modelle von Samsung einfließen könnten. Dazu zählen insbesondere das größere Display und das breitere Seitenverhältnis.

Damit bleibt das Galaxy Z TriFold ein Experiment mit begrenzter Stückzahl, dessen Ideen künftig vor allem in anderen Falt-Smartphones von Samsung weiterleben dürften.

Via: https://www.theverge.com
Titelbild: Screenshot

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Michael Reimann

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