Apples günstiges MacBook Neo startet bei 699 Euro und spart vor allem beim Display. Eine kaum bekannte Einstellung holt aber deutlich mehr aus dem Panel heraus.
Versteckte P3-Option im Displaymenü
In einem Vergleich zwischen MacBook Neo und M5 MacBook Air fiel auf, dass Apple das günstigere Modell offiziell nur mit einem eingeschränkten Farbraum bewirbt, während Air und MacBook Pro den weiteren P3-Farbraum unterstützen. Trotzdem versteckt Apple im System des MacBook Neo eine passende Option.
Content-Creator Daniel (@ZONEofTECH) hat entdeckt, dass sich im Menü „Monitore“ eine Einstellung für das „Farbprofil“ befindet. Dort könnt ihr beim MacBook Neo „Display P3“ auswählen. Apple weist in der Kommunikation auf diese Möglichkeit bislang nicht hin, die Funktion ist aber vorhanden und aktivierbar.
Schaltet ihr das Profil um, stellt das MacBook Neo Inhalte im DCI‑P3-Farbraum dar. Für alle unter euch, die das Gerät bereits besitzen, lohnt sich daher ein Blick in die Anzeigeeinstellungen. Die Aktivierung der Option bringt sofort sichtbar kräftigere und differenziertere Farben, sofern ihr den Unterschied wahrnehmt.
Annäherung an MacBook Air und Pro – mit Einschränkungen
Die Frage liegt nahe, ob Apple diese Option bewusst im Hintergrund hält, um M5 MacBook Air und M5 MacBook Pro attraktiver wirken zu lassen. Eine eindeutige Antwort darauf gibt es nicht. Klar ist aber: Mit dem geänderten Farbprofil schließt das MacBook Neo zumindest ein Stück zu den teureren Modellen auf.
Laut @ZONEofTECH deckt das 599‑US‑Dollar‑Notebook (rund 550 Euro) den P3‑Farbraum nicht vollständig ab. Die Abdeckung fällt geringer aus als beim M5 MacBook Air oder M5 MacBook Pro mit Mini‑LED‑Display. Dennoch sorgt der breitere Farbraum gegenüber der Werkseinstellung dafür, dass Bilder und Videos sichtbar ansprechender wirken.
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In einem auf X (ehemals Twitter) veröffentlichten Beitrag zeigt Daniel, dass sich mit der manuellen Umstellung auf den DCI‑P3-Farbraum P3-Inhalte tatsächlich erkennen lassen. Die Abdeckung erreicht zwar keine 100 Prozent, liegt aber klar über dem Standardprofil des MacBook Neo. Nutzer:innen erhalten damit einen Teil des erweiterten Farbumfangs, den Apple eigentlich höheren Gerätekategorien vorbehält.
Wem die versteckte Displayfunktion wirklich nützt
Apple kommuniziert die Option möglicherweise auch deshalb nicht offensiv, weil sich das MacBook Neo an eine andere Zielgruppe richtet. Ein tragbarer Mac für 699 Euro zielt nicht auf professionelle Kreative und farbkritische Arbeitsabläufe. Wer regelmäßig farbverbindlich arbeitet oder intensiv Farbkorrektur betreibt, wird weiterhin zu einem M5 MacBook Air oder M5 MacBook Pro greifen.
Trotzdem kann die Einstellung für viele von euch interessant sein, die auf dem MacBook Neo einfach bessere Fotos oder Videos anschauen möchten. Das Gerät ist bei Händler:innen wie Amazon breit verfügbar. Das Modell mit 256‑GB‑SSD kostet dort 699 Euro, die Variante mit 512‑GB‑SSD liegt bei 799 Euro. Eine Version mit 1‑TB‑Speicher ist offiziell nicht vorgesehen, lässt sich aber über eine separate, aufwendige Modifikation nachrüsten.
Wer also bereits ein MacBook Neo besitzt oder mit dem Kauf liebäugelt, sollte die versteckte P3-Option kennen. Mit wenigen Klicks rückt das Einsteigermodell damit zumindest ein Stück näher an die Bildanmutung der teureren Mini‑LED‑MacBooks heran – auch wenn es deren volle Farbraumabdeckung nicht erreicht.
Via: https://wccftech.com
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