Apple hat mit dem MacBook Neo einen Überraschungserfolg gelandet. Mehr als einen Monat nach dem Start ist das Einsteiger-Notebook vielerorts vergriffen.
Lange Lieferzeiten im Apple Store und Handel
Das MacBook Neo kostet 699 Euro und trifft offenbar genau den Zeitpunkt, an dem viele PC‑Hersteller wegen globaler RAM‑Engpässe ihre Preise anheben. Der vergleichsweise niedrige Preis und die gewohnte Apple-Ausstrahlung machen das Gerät für viele Käufer:innen besonders interessant.
Bestellungen, die Ihr aktuell im Online‑Store von Apple aufgebt, kommen laut Anzeige erst im Mai bei Euch an. Damit ist das MacBook Neo für den gesamten April ausverkauft, wie das Magazin 9to5Mac hervorhebt. Unabhängig von der gewählten Farbe und sowohl bei der 256‑GB‑ als auch der 512‑GB‑SSD‑Variante nennt Apple derzeit Lieferzeiträume zwischen dem 1. und 8. Mai als frühestmöglichen Termin. In Deutschland steht 2-3 Wochen.
Einzelne Apple‑Stores führen nach wie vor geringe Stückzahlen bestimmter Farben direkt vor Ort. Andere Filialen werden jedoch erst ab dem 11. Mai wieder mit Nachschub rechnen. Im übrigen Handel sieht es ähnlich knapp aus: Bei großen US‑Händlern wie Best Buy und Target sind keine sofort verfügbaren Geräte gelistet, stattdessen werden dort Liefertermine mit mindestens einer Woche Vorlauf genannt.
Apple verdoppelt Produktionsplanung
Die Nachfrage übertrifft laut Berichten die ursprünglichen Erwartungen deutlich, Apple reagiert deshalb mit einer Erhöhung der Produktionsmenge. Für das Jahr 2026 plant der Konzern nun, 10 Millionen Exemplare des MacBook Neo auszuliefern. Zuvor lagen die internen Schätzungen noch bei fünf bis sechs Millionen Geräten.
Nach dem Start des MacBook Neo sprach Apple‑Chef Tim Cook von der „besten Einführungswoche aller Zeiten“ für Erstkäufer:innen eines Mac. Das deutet darauf hin, dass das neue Modell viele Menschen anspricht, die bislang keinen Mac genutzt haben.
Chip-Knappheit könnte schnellere Neuauflage erzwingen
Der Erfolg des MacBook Neo bringt Apple allerdings auch vor ein technisches Problem. Im Gerät arbeitet eine selektierte Variante des A18‑Pro‑Chips, und genau dieser Baustein steht offenbar nicht unbegrenzt zur Verfügung. Apple könnte den A18 Pro aufgebraucht haben, bevor die Nachfrage nach dem Notebook vollständig bedient ist.
Die Produktion des A18 Pro wurde bereits beendet, sodass Apple entweder die Fertigung neu starten oder auf einen anderen Chip umsteigen müsste. Eine Option wäre der Einsatz eines A19‑Pro‑Chips in einer überarbeiteten Version des MacBook Neo. Dadurch könnte eine Aktualisierung des Modells früher anstehen als ursprünglich vorgesehen.
Weitere Details zum Erfolg des MacBook Neo dürfte Apple Ende April liefern. Am 30. April steht die Quartalskonferenz zu den Ergebnissen des zweiten Geschäftsquartals 2026 an, auf der der Konzern üblicherweise auch zu neuen Produkten Stellung nimmt.
