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Lokales KI-Tool vergibt automatisch verständliche Dateinamen

Kryptische Dateinamen kosten Zeit und Nerven. Ein neues lokales KI-Werkzeug verspricht, Bilder und Dokumente automatisch sinnvoll umzubenennen – ganz ohne Cloud-Anbindung.

Rename Click: KI-Umbenennung direkt auf eurem Rechner

Das Programm Rename Click für Windows und macOS soll euch die zeitraubende Suche hinter unverständlichen Dateinamen wie „DSCN0567.JPG“ oder „2310.10679v4.PDF“ abnehmen. Statt jede Datei einzeln zu öffnen, analysiert das Tool den Inhalt und erstellt daraus automatisch einen aussagekräftigen Namen.

Rename Click setzt dabei auf Künstliche Intelligenz, die komplett lokal auf eurem Computer läuft. Ein KI-Modell wertet Fotos und Dokumente aus und generiert daraus neue Dateinamen. Die Entwickler:innen betonen, dass die Inhalte eurer Dateien nicht an einen Cloud-Dienst übermittelt werden, sondern den Rechner zu keinem Zeitpunkt verlassen.

Damit richtet sich das Tool an alle, die zwar von KI profitieren möchten, aber Wert auf Datenschutz und lokale Verarbeitung legen. Besonders in großen Ordnern mit vielen ähnlich benannten Dateien kann der automatische Umbenennungsprozess den manuellen Aufwand deutlich reduzieren.

Unterstützte Formate, Arbeitsweise und Systemanforderungen

Rename Click unterstützt nach Angaben der Entwickler:innen alle gängigen Bild- und Dokumentenformate. Um Dateien umzubenennen, zieht ihr sie einfach per Drag-and-drop auf das Programmfenster. Anschließend erzeugt die KI einen neuen Dateinamen auf Basis des Inhalts.

Bei Bildern beschreibt der Name kurz das Motiv, etwa den sichtbaren Gegenstand oder die Szene. Bei Dokumenten liefert das Tool eine knappe Zusammenfassung des Themas im Dateinamen. Sobald euch der Vorschlag zusagt, genügt ein Klick, und alle ausgewählten Dateien werden automatisch mit den neuen Namen versehen.

Der lokale KI-Ansatz hat jedoch seinen Preis in Form von Ressourcenverbrauch. Nach der Installation beansprucht Rename Click rund vier Gigabyte Speicherplatz auf eurer Festplatte. Während der Analyse von Dateien reserviert das Programm zudem etwa drei Gigabyte Arbeitsspeicher, was auf schwächeren Systemen spürbar sein kann.

Aktuell können Nutzer:innen noch nicht selbst festlegen, welches KI-Modell zum Einsatz kommt. Laut den Entwickler:innen ist aber geplant, diese Wahlmöglichkeit nachzureichen. Über das Open-Source-Werkzeug Ollama sollen sich dann eigene lokale KI-Modelle einbinden lassen.

Zusätzlich wollen die Macher:innen von Rename Click künftig auch die Nutzung von Cloud-basierten KI-Modellen ermöglichen. Diese Option soll sich vor allem an Nutzer:innen richten, deren Hardware nicht genügend Leistung für ein lokales Modell bietet.

Preismodell: Gratis-Limit und Einmalzahlung

In der kostenlosen Version dürft ihr Rename Click auf bis zu 30 Dateien pro Monat anwenden. Dieses Kontingent soll den Einstieg erleichtern und reicht für gelegentliche Umbenennungsaufgaben aus.

Wer mehr Dateien bearbeiten möchte, kann die Beschränkung durch eine einmalige Zahlung aufheben. Derzeit liegt dieser Betrag bei 8 US-Dollar (rund 7,50 Euro). Nach dieser Zahlung entfällt das monatliche Limit, und ihr könnt das Tool ohne weitere Gebühren nutzen.

Damit positioniert sich Rename Click als vergleichsweise günstige Lösung für alle, die regelmäßig größere Dateimengen automatisch und lokal per KI umbenennen lassen möchten.

Via: https://t3n.de
Titelbild: Screenshot

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Michael Reimann

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