Logitech-Hardware wie die MX Master 3S und das MX Keys S Keyboard kann auf dem Mac überzeugen – die zugehörige Software Logi Options+ dagegen weniger. Stattdessen kommt bei der im Originalbeitrag beschriebenen Nutzung inzwischen die Drittanbieter-App BetterMouse zum Einsatz.
Starke Logitech-Hardware, aber abhängige Software
Bei Mac-Zubehör entscheidet nicht nur die Hardware über den Alltagseinsatz, sondern auch die Software. Die Logitech MX Master 3S bietet eine ergonomische Form, präzise Steuerung, mehrere zusätzliche Tasten, ein horizontales Daumenrad und eine Gestentaste, die die Navigation in macOS erleichtern. Ohne die Begleit-App Logi Options+ verhalten sich die MX Master 3S und das MX Keys S Keyboard aber wie einfache Standardgeräte.
Das gilt laut Bericht für alle aktuellen Logitech-Mäuse und -Tastaturen: Wer den vollen Funktionsumfang nutzen möchte, muss Logi Options+ installieren. Sämtliche erweiterten Funktionen und Anpassungen laufen über diese App – selbst Basisfunktionen wie flüssiges Scrollen hängen auf dem Mac von ihr ab.
Logi Options+ als Ressourcenschleuder mit Risiken
Die Kritik am Logitech-Tool richtet sich vor allem gegen den Ressourcenverbrauch und unnötige Funktionen. Für eine reine Begleit-App zu Maus und Tastatur beansprucht Logi Options+ demnach vergleichsweise viel Speicher: Beobachtet wurden im Schnitt 400 bis 500 MB RAM-Auslastung.
Auch andere Nutzer:innen äußern sich frustriert über Logi Options+. Auf Reddit und in Mac-Foren finden sich zahlreiche Berichte über die große App-Größe, hohen Speicher- und Ressourcenverbrauch sowie Probleme nach Updates, bei denen individuelle Anpassungen teilweise nicht mehr funktionieren.
Ein weiterer Vorfall verdeutlicht die Abhängigkeit von der Software: Im Januar verhinderte ein abgelaufenes Zertifikat, dass Logi Options+ auf mehreren macOS-Versionen überhaupt startete. Bis der Fehler behoben war, waren die ansonsten hochwertigen Logitech-Mäuse und -Tastaturen praktisch nur noch als einfache Peripheriegeräte nutzbar. Das zeigt, wie stark Logitech zentrale Funktionen an die App geknüpft hat – obwohl diese hauptsächlich zur Konfiguration dienen soll.
BetterMouse als leichtgewichtige Alternative mit mehr Feintuning
Aufgrund des als überladen empfundenen Logi Options+ erfolgte der Umstieg auf BetterMouse. Die App eines Drittanbieters soll alle benötigten Funktionen von Logi Options+ abdecken, dabei aber feinere Kontrolle über die Maus bieten – und das in einem Paket von rund 5 MB.
BetterMouse arbeitet ohne zusätzliche Systemerweiterungen und benötigt keine Internetverbindung. Lediglich die macOS-Bedienungshilfen werden freigeschaltet, um systemweit Kurzbefehle und Aktionen auslösen zu können – wie bei vielen Maus-Remapping-Tools auf dem Mac.
Nach dem Wechsel gehörte flüssiges Scrollen zu den ersten aktivierten Funktionen. Im Unterschied zu Logi Options+ erlaubt BetterMouse eine sehr genaue Steuerung von Geschwindigkeit, Beschleunigung und Dauer des Smooth Scrolling. Besonders in Google Chrome wird der Unterschied hervorgehoben: Kleine Bewegungen des Scrollrades bleiben präzise, während schnelles Drehen rasches Navigieren durch lange Webseiten ermöglicht.
Fein granulierte Button- und App-Profile – mit Lernkurve
BetterMouse geht bei der Tastenbelegung weiter als Logi Options+. Ein und derselbe Button kann unterschiedliche Aktionen auslösen, je nachdem ob geklickt, gehalten, gezogen oder beim Scrollen genutzt wird. In Kombination mit Modifikatortasten lassen sich Konflikte mit anderen Apps vermeiden.
Im beschriebenen Setup existieren Profile für mehrere Logitech-Mäuse wie MX Master 3, MX Master 3S und MX Anywhere 3, jeweils mit eigenen DPI- und Daumenrad-Einstellungen. Dazu kommt ein dediziertes Profil für Google Chrome: Dort öffnet ein Klick auf die Gestentaste Mission Control, während Halten plus seitliche Mausbewegung die Drei-Finger-Wischgesten von macOS zum Wechseln zwischen Spaces ersetzt.
BetterMouse unterstützt zudem app-spezifische Konfigurationen. So wechselt das Daumenrad in Chrome zwischen Tabs, während es im Finder ebenfalls durch geöffnete Tabs blättert. In Final Cut Pro scrollt das Daumenrad horizontal durch die Timeline. Der Wheel-Mode-Shift-Button ist dort so belegt, dass ein kurzer Druck die Leertaste simuliert (Play/Pause), ein langer Druck Command-B zum Schneiden eines Clips auslöst. Außerhalb von Final Cut Pro steuert derselbe Button wieder die Musikwiedergabe.
Weitere Beispiele sind eine Langdruck-Aktion auf eine Seitentaste der MX Master 3S, um das Screenshot-Tool CleanShot X zu starten, sowie zusätzliche Langdruck-Aktionen, etwa zum schnellen Öffnen des Aktivitätsmonitors. Auch der Wheel-Mode-Shift-Button der MX Master 3S kann mit BetterMouse belegt werden, etwa mit Play/Pause für Musik – eine Option, die Logi Options+ nicht bietet.
Der höhere Funktionsumfang bringt eine Lernkurve mit sich: Während Logi Options+ einfacher zu bedienen ist, erfordert BetterMouse zunächst mehr Konfigurationsaufwand. Dieser fällt laut Bericht jedoch weitgehend einmalig an. Konfigurationen lassen sich als Datei exportieren, sichern und auf andere Macs übertragen – praktisch auch für Experimente mit unterschiedlichen Setups.
Nicht ersetzt werden bestimmte Logi-Options+-Funktionen wie Logitech Flow und Smart Actions. Wer diese nutzt, muss sie weiterhin über Logitech-Software abdecken. Logi Options+ ist kostenlos, BetterMouse kostet 7,99 US-Dollar und bietet eine siebentägige Testphase.
Download: BetterMouse
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: cultofmac.com
