Quelle: RIAA
KI-Modelle können Software programmieren und komplexe Aufgaben bearbeiten. Doch wenn Mitarbeitende eigene Werkzeuge erstellen, müssen Unternehmen auch Datenschutz, Sicherheit und Qualität im Blick behalten.
Microsoft-Chef Satya Nadella beschreibt den PC als eine Art „unendliche Softwarefabrik“: Mit KI-Unterstützung sollen Nutzer:innen eigene Anwendungen entwickeln können. Copilot Code und lokal ausgeführte KI sollen dabei helfen, Software direkt auf dem Windows-PC zu erstellen, ohne für jede Anfrage auf Cloud-Dienste angewiesen zu sein.
Das verändert auch die Rolle von App-Plattformen. Statt Anwendungen ausschließlich über klassische App-Stores bereitzustellen, verlagert Microsoft das Hosten von Software in Copilot. Damit könnten Mitarbeitende Werkzeuge passend zu ihren Aufgaben entwickeln, anstatt auf fertige Programme zu warten.
Für Unternehmen wirft diese Entwicklung jedoch Fragen auf. Wenn Beschäftigte selbst Software erstellen, entsteht neben den offiziell betreuten Anwendungen eine Vielzahl möglicherweise schwer kontrollierbarer Werkzeuge. IT-Verantwortliche begegnen diesem Ansatz deshalb mit Zurückhaltung. Auch Microsofts eigene Ingenieur:innen weisen darauf hin, dass lokale KI-Ausführung allein keine Sicherheitsgarantie bietet.
Meta hat die Modelle Muse Wonder und Muse Wonder Full vorgestellt. Beide sollen Gesprächskontexte über mehrere Unterhaltungen hinweg behalten und komplexe Programmieraufgaben sowie andere mehrstufige Aufgaben bearbeiten können. Ihr Kontextfenster umfasst jeweils eine Million Token.
Muse Wonder ist über die Meta Model API und Muse Code verfügbar. Muse Wonder Full gibt es dagegen nur innerhalb von Muse Code und dort für Abonnements der Stufen Power Usage und Maximum Usage. Die neuen Modelle sollen besonders bei Aufgaben nützlich sein, die mehrere Schritte erfordern und einen längeren Zusammenhang voraussetzen.
Damit wächst das technische Potenzial, Software mit KI-Unterstützung zu entwickeln. Die verfügbaren Angaben legen jedoch nicht fest, welche Anwendungen sich für den Einsatz in Unternehmen eignen oder welche Prüfungen dafür erforderlich sind. Diese Fragen müssen Organisationen selbst klären.
Einzelne Beschäftigte könnten KI nutzen, um kleinere Aufgaben eigenständig zu lösen. Sobald dabei Unternehmensdaten verarbeitet werden oder ein Werkzeug in Arbeitsabläufe eingreift, gewinnen Datenschutz und Qualitätskontrolle an Bedeutung. Unternehmen müssen festlegen, welche Modelle und Daten dafür infrage kommen und wie selbst erstellte Software geprüft wird.
Auch die lokale Ausführung beantwortet nicht automatisch alle Sicherheitsfragen. Sie kann Cloud-Anfragen vermeiden, belegt aber für sich genommen nicht, dass ein Werkzeug sicher oder zuverlässig ist. Deshalb sollten Unternehmen den Einsatz von KI-Modellen mit verbindlichen Leitplanken begleiten.
Die Herausforderung besteht darin, Spielraum für nützliche Eigenentwicklungen zu schaffen, ohne den Überblick über eingesetzte Werkzeuge zu verlieren. Welche Aufgaben Mitarbeitende selbst übernehmen dürfen und wann IT-Verantwortliche eingebunden werden müssen, bleibt eine Frage der jeweiligen Unternehmensregeln.
Via: www.iClarified.com · www.techradar.com
Den Beitrag in unserem Forum kommentieren
Canva hat Affinity für das iPad veröffentlicht. Die kostenlose Design-App vereint Zeichnen, Vektorgrafik, Fotobearbeitung und Layout und ergänzt die Bedienung…
Apple testet neue KI-Funktionen für die Apple Watch, die Gespräche zusammenfassen und kürzlich Gesagtes wiedergeben. Die Funktionen sind zunächst für…
OpenAI, Google, Microsoft und Anthropic unterstützen ein gemeinsames Signal, mit dem Website-Betreiber:innen das Training von KI-Modellen mit ihren Inhalten untersagen…
Apple hat das vierte Geschäftsquartal 2026 mit Rekordzahlen abgeschlossen. Interessanter als die Bilanz waren allerdings einige Aussagen aus der anschließenden…
Apple kann derzeit nicht sagen, wann die Nachfrage nach dem iPhone Duo wieder vollständig gedeckt ist. Konzernchef John Ternus verweist…
Google bringt seine experimentelle App Dreambeans nach Indien. Gleichzeitig greift Anthropic mit einer kleinen Änderung an Claude das Thema KI-generierter…
Diese Website benutzt Cookies um Ihr Nutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie diese Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.
Mehr lesen