Der steigende Bedarf an Speicher für künstliche Intelligenz könnte die Preise und Verfügbarkeit von Macs beeinflussen. SK Hynix rechnet damit, dass die Speicherknappheit bis 2030 anhält.
Rechenzentren brauchen immer mehr Speicher
Der südkoreanische Speicherhersteller SK Hynix meldete am Mittwoch, dem 28. Oktober, Rekordergebnisse für das dritte Quartal. Der Betriebsgewinn stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 632 Prozent auf 83,3 Billionen Won. Der Umsatz legte um 328 Prozent auf 104,6 Billionen Won zu. Damit überschritt der Quartalsumsatz erstmals die Marke von 100 Billionen Won. Die operative Marge erreichte 80 Prozent.
Gleichzeitig geht das Unternehmen davon aus, dass die Speicherknappheit bis 2030 andauert. Das ist für die gesamte Computerbranche relevant: KI-Rechenzentren benötigen große Mengen Speicher, um ihre Systeme zu betreiben. Auch KI-Funktionen auf Geräten brauchen Speicherressourcen. Beide Bereiche stehen damit in Konkurrenz um verfügbare Bauteile.
Wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, kann sich das entlang der Lieferkette auf Hersteller und Kund:innen auswirken. Der Themenvorschlag nennt mögliche Folgen für Preise und Verfügbarkeit von Geräten. Konkrete Auswirkungen auf einzelne Apple-Produkte oder deren Preise sind in den zugrunde liegenden Angaben jedoch nicht beziffert.
Apple setzt bei neuen Chips auf KI
Apple bewirbt die neuen M5-Pro- und M5-Max-Chips mit einem starken Fokus auf künstliche Intelligenz. Das erhöht die Aufmerksamkeit für die Frage, welche Speicherressourcen solche Geräte benötigen und wie sich der Bedarf in einer angespannten Marktlage entwickelt.
Aus den vorliegenden Informationen lässt sich allerdings nicht ableiten, wie viel Speicher Apple für die neuen Chips einplant oder ob bestimmte Konfigurationen knapper werden. Ebenso fehlen Angaben dazu, ob Apple höhere Kosten an Kund:innen weitergeben wird. Die mögliche Verteuerung des nächsten Mac bleibt daher eine denkbare Folge der allgemeinen Speicherknappheit, keine bestätigte Preisänderung.
Auch der Einfluss auf Aufrüstoptionen ist offen. Der Themenvorschlag wirft die Frage auf, ob mehr Arbeitsspeicher künftig mit einem größeren Aufpreis verbunden sein könnte. Konkrete Preisangaben oder Änderungen an Apples Konfigurationsmöglichkeiten liegen dazu nicht vor.
Was Mac-Käufer:innen beachten sollten
Wer einen Mac kaufen möchte, kann aus den verfügbaren Fakten keinen verlässlichen Zeitpunkt für einen Kauf ableiten. Die anhaltende Knappheit könnte sich zwar auf Preise und Lieferbarkeit auswirken. Doch weder der Zeitpunkt noch das Ausmaß möglicher Veränderungen sind bekannt.
Für Kaufinteressierte bleibt deshalb entscheidend, die konkreten Preise und Lieferzeiten der gewünschten Modelle zu prüfen. Wer zusätzlichen Arbeitsspeicher benötigt, sollte außerdem die verfügbaren Konfigurationen vergleichen. Ob diese künftig teurer werden, ist bislang nicht belegt.
SK Hynix’ Prognose macht deutlich, dass der Wettbewerb um Speicher nicht kurzfristig verschwinden dürfte. Wie stark sich das auf Macs auswirkt, hängt jedoch von Entwicklungen in der Lieferkette und Apples Preisgestaltung ab. Dazu enthalten die vorliegenden Angaben keine konkreten Prognosen.
Via: thenextweb.com
