Jonathan Ives Designfirma LoveFrom hat gemeinsam mit dem japanischen Hersteller Balmuda eine ungewöhnliche Uhr entwickelt. „The Clock“ verzichtet auf Zeiger, setzt auf Licht und soll Zeit erlebbar machen.
„The Clock“: Luxus-Wecker nach Vorbild der Taschenuhr
Es handelt sich um eine analoge Tisch- und Bettuhr, die sich optisch an klassischen Taschenuhren orientiert, aber deutlich massiver ausfällt. Hergestellt wird sie von Balmuda, einem japanischen Anbieter von Premium-Haushaltsgeräten wie der Kaffeemaschine „The Brew“, dem kabellosen Lautsprecher „The Speaker“ und dem Wasserkocher „The Kettle“.
Nach Angaben von Balmuda wollten die Entwickler:innen mehr als nur die Uhrzeit anzeigen und Zeit selbst zu einem angenehmen Erlebnis machen. Daraus entstand die Idee für eine Uhr, die moderne Technik mit einem reduzierten, analogen Konzept verbindet.
In Japan kostet „The Clock“ derzeit umgerechnet rund 373 US-Dollar (ca. 343 Euro), 279 Pfund (ca. 326 Euro) bzw. 529 Australische Dollar (ca. 322 Euro). Preise für andere Märkte wurden bislang nicht bekannt gegeben.
Licht statt Zeiger: So zeigt „The Clock“ die Zeit an
Anstelle klassischer Zeiger verwendet „The Clock“ LEDs in einem System, das Balmuda „Lichtstunde“ nennt. Die Uhr leuchtet die Ziffer für die Stunde aus und markiert die Minuten mit beleuchteten Strichen am Rand des Zifferblatts. Ein weiterer wandernder Lichtpunkt übernimmt die Funktion des Sekundenzeigers und bewegt sich kontinuierlich über die Anzeige.
Das Gehäuse besteht aus einem Aluminium-Unibody, ein Material, das Ive bereits während seiner Apple-Zeit intensiv nutzte. Die Uhr ist 7,5 Zentimeter breit und hoch, wiegt knapp 260 Gramm und wird über USB‑C geladen. Anders als bei der Apple Magic Mouse sitzt der USB‑C‑Anschluss auf der Rückseite, sodass die Uhrzeit auch während des Ladevorgangs sichtbar bleibt.
Der integrierte Akku hält laut Hersteller etwa 24 Stunden durch, bevor er wieder an das Ladekabel muss. Für eine Uhr ist das vergleichsweise kurz, ermöglicht aber immerhin einen kabelfreien Betrieb über den Tag oder die Nacht hinweg.
Entspannung am Bett: Regenrauschen statt Smartphone
Neben der Zeitanzeige bietet „The Clock“ eine Relax-Time-Funktion mit speziell komponierten Klanglandschaften. Dazu gehören etwa Regenrauschen, das Wummern eines Boots auf einem Fluss oder das Knistern eines Kaminfeuers, die laut Balmuda mit „erstaunlichem Realismus“ wiedergegeben werden.
Laut Balmuda-Chef Gen Terao geht die Idee auf ein persönliches Problem zurück. Er hörte zum Einschlafen Regengeräusche über sein Smartphone und fragte sich, ob das Vorhandensein solcher „sozialen Geräte“ am Bett seinen Schlaf beeinflusst. Daraus entstand der Wunsch nach einer persönlichen Uhr mit moderner Technik, die sanfte Geräusche wie Regen zum Einschlafen abspielt.
Die Bewegung der Sekundenanzeige orientiert sich laut Hersteller am Foucaultschen Pendel im Nationalmuseum für Natur und Wissenschaft. Die Lichtanimationen während der Relax-Time-Soundtracks sollen von flackernden Lichtern ferner Städte und dem Funkeln von Sternen inspiriert sein.
Die Autorin des Originalartikels hält das Konzept allerdings für einen Rückschritt bei der Ablesbarkeit. Ihrer Einschätzung nach lässt sich die Zeit langsamer erfassen als auf einem klassischen Zifferblatt, und die weiße Beleuchtung auf einer hellen Aluminiumfläche könnte schon bei mäßiger Sonneneinstrahlung schwer zu erkennen sein. Sie verweist stattdessen auf deutlich günstigere Reise- und Wanduhr-Modelle von Braun nach Entwürfen von Ives Vorbild Dieter Rams, die klassische Zeiger nutzen und weniger als ein Zehntel des Preises von „The Clock“ kosten.
Focus-Keyphrase: Jony Ive Uhr
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Meta-Beschreibung: Jony Ives Firma LoveFrom gestaltet mit Balmuda eine zeigerlose Designer-Uhr mit LED-Anzeige und Entspannungs-Sounds.
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