Apple wird das iPhone weiterhin nicht in den USA bauen. Präsident Trump zeigt sich dennoch zufrieden – auch nach dem neuesten Investitionsversprechen von Apple in Höhe von 100 Milliarden US-Dollar.
Apples Milliarden-Investition bleibt ohne Auswirkungen auf iPhone-Fertigung
Apple hat kürzlich eine weitere Investition von 100 Milliarden Dollar in den Vereinigten Staaten angekündigt. Trotzdem wird das iPhone weiterhin nahezu vollständig im Ausland gefertigt. Nach jüngsten Angaben werden noch immer rund 95 Prozent aller iPhone-Komponenten außerhalb der USA produziert und das Endprodukt ebenfalls im Ausland zusammengesetzt.
Diese Investitionsankündigung sorgte dennoch für sichtbar positive Reaktionen bei Präsident Trump. Im Rahmen einer Pressekonferenz im Anschluss an Apples Bekanntgabe erklärte Trump, dass viele Komponenten des iPhones bereits in den USA hergestellt würden. Er wies jedoch darauf hin, dass die Endmontage „seit langer Zeit“ an anderen Standorten erfolge und dass dies aufgrund von Kosten und vorhandenen Strukturen wohl auch so bleibe. Trotzdem ließ er durchblicken, dass man Apple eines Tages vielleicht ausreichend Anreize bieten könne, um die Fertigung in die USA zu holen. Aktuell bewertet Trump die erneute Millioneninvestition jedoch als positives Signal.
Die politischen Hintergründe: Steuern und Zölle im Fokus
Die Diskussion wurde direkt nach einer weiteren Ankündigung von Trump geführt. Demnach erhalten Unternehmen, die bereits in den USA investieren, Ausnahmen von neuen 100-prozentigen Halbleiterzöllen. Wäre Apple von dieser Regel nicht erfasst worden, hätte das Unternehmen zusätzliche Kosten tragen müssen, doch durch das weitere Milliarden-Investment bleibt Apple von diesen Zöllen verschont.
Apple setzt damit auf eine enge Zusammenarbeit mit der US-Regierung. Die Einweihung einer Gedenkplakette und die zusätzliche Investition dienen offenbar auch dazu, das Unternehmen in ein besseres Licht zu rücken und mögliche Hürden zu minimieren. Cook unterstreicht immer wieder, dass durch die Investitionen viele neue Arbeitsplätze in den USA entstehen und mehr US-Hardware in Apple-Produkten verbaut wird.
Apples Strategie im Umgang mit Regierung und Markt
Apple verfolgt in der Zusammenarbeit mit der Trump-Regierung eine langfristige Strategie. CEO Tim Cook zeigt sich betont offen für Kooperation, ohne dabei konkrete Zusagen zur iPhone-Endmontage in den USA zu machen. Die aktuellen Maßnahmen erfüllen die Erwartungen der Regierung, ohne dass Apple teure Produktionsumstellungen vornehmen muss.
Unabhängig vom politischen Wechsel in den USA muss Apple wirtschaftlich sinnvoll agieren. Die Investitionen vor Ort und die Partnerschaften mit US-Hersteller:innen sichern dem Unternehmen seinen Platz, ohne hohe finanzielle Risiken einzugehen. Somit besteht gute Aussicht, dass die Preise für künftige iPhone-Modelle weitgehend stabil bleiben. Auch wenn viele gerne ein „Made in America“-iPhone sehen würden, bleibt dies vorerst unwahrscheinlich.
Via: https://appleinsider.com
Titelbild: KI
