Apple soll beim ersten faltbaren iPhone weiterhin mit technischen Hürden zu kämpfen haben. Im Zentrum steht demnach das Ziel, ein inneres Display ohne sichtbare Knickspur zu realisieren.
Apple testet extrem dünnes, flexibles Glas
Ein zentrales Unterscheidungsmerkmal des iPhone Fold gegenüber anderen Faltgeräten soll ein knickfreies Innendisplay sein. Berichten zufolge hat Apple dieses Ziel bereits erreicht, doch nun tauchen Hinweise auf neue Schwierigkeiten auf. Während Hersteller wie Samsung trotz Modellen wie dem dreifach faltbaren Galaxy Z TriFold den Knick nie vollständig beseitigen konnten, arbeitet Apple laut einem Gerücht an einer anderen Lösung.
Ein Hinweisgeber berichtet, Apple teste sogenanntes ultradünnes, flexibles Glas (Ultra Thin Flexible Glass, UFG), um die verbliebenen Probleme in den Griff zu bekommen. Diese Komponenten müssten jedoch über Monate hinweg verfeinert werden, bevor sie serienreif sind.
Balance zwischen Haltbarkeit und knickfreiem Design
Der Leaker Digital Chat Station hatte kürzlich Details zu einem Prototyp des iPhone Fold geteilt, der angeblich ohne Gesichtserkennung, dafür mit seitlichem Fingerabdrucksensor auskommt. Nun legt er nach und relativiert Apples angeblichen Meilenstein eines vollständig knickfreien Displays. Um das Hindernis dennoch zu überwinden, soll Apple verschiedene Varianten von UFG mit unterschiedlichen Glasstärken testen.
Das innenliegende Display besteht demnach aus sehr dünnem Glas, das zwar faltbar, aber zugleich weich und empfindlich gegenüber Kratzern und Abnutzung ist. Apple müsse daher die passende Glasdicke finden, die ausreichend robust ist und sich trotzdem so falten lässt, dass der Bildschirm weitgehend ohne sichtbare Knickspur bleibt. Laut dem Hinweisgeber bestehen weiterhin technische Herausforderungen, die zunächst gelöst werden müssen.
Da das iPhone Fold frühestens im kommenden September erwartet wird, bleibt Apple nach aktuellem Stand noch Zeit, diese Designprobleme anzugehen. Ob der geplante Zeitplan zu halten ist, bleibt offen.
Auch chinesische Hersteller forschen an UFG
Neben Apple sollen zwei nicht namentlich genannte chinesische Hersteller dieselbe UFG-Technologie für kommende Geräte erproben. In den Gerüchten ist außerdem von neuen Falt-Smartphones mit breiteren Displays die Rede, die parallel getestet werden. Auffällig ist, dass Samsung in diesen Berichten nicht als Anwender von ultradünnem, flexiblem Glas erwähnt wird. Ob der südkoreanische Konzern Knicke bei künftigen Modellen ebenfalls durch UFG reduzieren will, bleibt damit unklar.
Die genannten chinesischen Anbieter wollen Apple und dem iPhone Fold offenbar direkt Konkurrenz machen. Da Huawei mit dem Mate XT bereits das erste dreifach faltbare Smartphone vorgestellt hat, liegt der Schluss nahe, dass das Unternehmen ebenfalls an knickärmeren Displays für kommende Faltgeräte arbeitet.
Apples technische Probleme deuten darauf hin, dass der Konzern das Design des iPhone Fold vor dem Marktstart weiter optimieren will. Ein anderer Bericht sprach allerdings nur noch von kleineren Anpassungen, die ausstehen sollen. Eine erneute Verzögerung bis 2026 ist aktuell ungewiss, der Analyst Ming-Chi Kuo geht jedoch davon aus, dass sich die Liefermengen des iPhone Fold erst 2027 einpendeln könnten.
Via: https://wccftech.com
Titelbild KI (Zur Illustration)
