Apple arbeitet laut Medienberichten an einer zweiten Generation des iPhone Air mit geänderter Kamera-Ausstattung. Ein Ultraweitwinkel soll dabei eine wichtige Rolle spielen.
Zweite Generation des iPhone Air mit neuer Kamera
Apple bereitet nach Informationen von Bloomberg ein zweites iPhone Air für das Frühjahr 2027 vor. Das Gerät soll die Attraktivität des schlankeren Modells steigern und befindet sich demnach bereits in einem fortgeschrittenen Teststadium innerhalb von Apple. Aktuelle Prototypen mit dem Codenamen V62 verfügen laut diesen Berichten über eine zweite rückseitige Kamera, die speziell für Ultraweitwinkel-Aufnahmen ausgelegt ist. Personen, die mit den Plänen vertraut sind, wollten nicht namentlich genannt werden, da das Produkt noch nicht angekündigt wurde.
Bereits im November hatten Wayne Ma und Qianer Liu von The Information berichtet, dass das zweite iPhone Air eine zweite Kamera bekommen soll. Damals war jedoch noch offen, ob es sich um eine Ultraweitwinkel- oder eine Teleobjektiv-Linse handeln würde. Nun zeichnet sich ab, dass Apple bei dem neuen Modell auf ein 0,5‑fach-Ultraweitwinkel setzt.
Einordnung in die iPhone-Kamera-Strategie
Die aktuellen iPhone-Generationen ohne Zusatzbezeichnung, also die Modelle 11 bis 17, verfügen über zwei Objektive mit 1‑fach und 0,5‑fach. Die Pro-Modelle bieten seit Einführung des iPhone 11 Pro drei Linsen: 1‑fach, 0,5‑fach und ein Teleobjektiv, dessen Brennweite zwischen 2‑fach und 5‑fach variiert. Vor dem Modelljahr des iPhone 11 sah die Aufteilung noch anders aus. Die damaligen Topgeräte mit zwei Kameras, also iPhone 7 Plus, 8 Plus, X und XS, besaßen als Zusatzkamera ein Teleobjektiv mit 2‑fach-Zoom, jedoch kein 0,5‑fach-Ultraweitwinkel.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, warum Apple beim zweiten iPhone Air nun offenbar auf ein Ultraweitwinkel setzt. Mögliche Gründe könnten in der Beliebtheit dieses Objektivtyps und in den baulichen Vorgaben des besonders dünnen Gehäuses liegen. Leserrückmeldungen deuten darauf hin, dass insbesondere jüngere Nutzer:innen auffallend häufig im Ultraweitwinkel fotografieren.
Ultraweitwinkel im Alltag: Mehr als nur Fotos
Ein Blick auf die persönliche Nutzung von John Gruber mit dem iPhone 17 Pro zeigt, dass sich Ultraweitwinkel- und Teleobjektiv bei Fotos in etwa die Waage halten, während beim Filmen die 0,5‑fach-Linse deutlich häufiger zum Einsatz kommt. Der Grund dafür liegt in der Nutzung von Sensorauschnitten bei Videoaufnahmen. Beim Durchsehen der eigenen Fotobibliothek fällt zudem auf, dass viele 0,5‑fach-Bilder keine klassischen Weitwinkelmotive sind, sondern Makroaufnahmen aus dem Alltag, etwa von Kassenbons oder Produkten im Supermarktregal.
Würde nur eine der zusätzlichen Linsen zur Verfügung stehen, wäre für ihn die Wahl zwischen Ultraweitwinkel und Teleobjektiv eng. Gruber würde sich jedoch knapp für das 4‑fach-Tele entscheiden, das in Kombination mit Sensorauschnitt in diesem Jahr einen optischen 8‑fach-Zoom ermöglicht und damit für ihn besonders nützlich geworden ist. Dennoch verweist die Nutzung darauf, dass Ultraweitwinkel-Objektive längst nicht mehr nur für klassische Fotografie stehen, sondern auch praktische Aufgaben im Alltag übernehmen.
