Beim kommenden iPhone 18 Pro Max steigen die Herstellungskosten offenbar massiv. Analyst:innen rechnen deshalb mit spürbar höheren Verkaufspreisen für Euch.
Apple hat bei der jüngsten, ungewöhnlich breiten Preiserhöhung seine iPhone-Modelle noch ausgespart. Schon länger galt es jedoch als wahrscheinlich, dass die nächste iPhone-18-Pro-Generation betroffen sein wird. Neue Schätzungen von Counterpoint Research deuten nun darauf hin, dass allein die Materialkosten für das iPhone 18 Pro Max um etwa 300 US‑Dollar (rund 275 Euro) über denen des aktuellen Modells liegen.
Steigende Komponentenpreise sind für Apple nichts Neues. So lagen die Materialkosten des iPhone 15 Pro Max bereits etwa 12 Prozent über denen des Vorgängers, und auch die iPhone‑16‑Modelle wurden etwas teurer in der Herstellung. Diesmal verschärft allerdings die weltweite Chipknappheit die Lage, da Apple bestimmte Bauteile nur zu deutlich höheren Preisen bekommt.
Besonders die Speicherbausteine sollen die gestiegenen Kosten verursachen. Counterpoint Research nennt keine detaillierten Einzelpreise, betrachtet aber eine Konfiguration mit 12 Gigabyte Arbeitsspeicher und 1 Terabyte Speicherplatz beim iPhone 18 Pro Max. Im Vergleich zum Vorgänger gehen die Analyst:innen davon aus, dass der NAND-Flash-Speicher etwa das Vierfache kosten wird. Der Arbeitsspeicher (DRAM) soll ebenfalls fast viermal so teuer sein wie zuvor.
Beim Prozessor hingegen rechnen die Expert:innen mit in etwa gleichbleibenden Kosten. Die Kameraeinheit soll leicht teurer werden, während beim Display sogar ein leichter Rückgang der Kosten möglich ist. Insgesamt ergibt sich daraus laut Schätzung dennoch ein deutlich höherer Betrag für die sogenannte Stückliste, also die Summe aller Material- und Komponentenpreise.
Apple hat in der Vergangenheit versucht, steigende Kosten durch Anpassungen bei den Speicherstufen zu kaschieren. Beim iPhone 15 Pro Max entfiel etwa die günstigste Variante mit 128 Gigabyte. Der Einstiegspreis entsprach dann dem früheren Preis der Version mit 256 Gigabyte, ohne dass dies als klassische Preiserhöhung wirkte.
Laut dem neuen Bericht ist zu erwarten, dass Apple bei der iPhone-18-Pro-Reihe ähnlich vorgeht. Durchschnittlich wird mit einem Aufschlag von rund 200 US‑Dollar (etwa 180 Euro) für Käufer:innen gerechnet. Trotz dieses Aufpreises soll die Gewinnmarge von Apple laut Einschätzung der Analyst:innen sinken, weil die Herstellung so viel teurer wird.
Die zugrunde liegenden Berechnungen stützen sich auf Informationen zu den einzelnen erwarteten Komponenten des iPhone 18 Pro Max und eignen sich vor allem für Vergleiche mit früheren Modellen. Faktoren wie Apples große Verhandlungsmacht gegenüber Zulieferern bleiben dabei weitgehend unberücksichtigt. Ebenfalls nicht eingepreist sind Entwicklungs- und Marketingkosten, die zwar nichts mit der Chipknappheit zu tun haben, aber erfahrungsgemäß steigen.
Apple muss zum Marktstart also deutlich mehr Variablen ausbalancieren als nur die reinen Materialkosten. Wie sich das konkret auf die finalen Preise auswirkt, wird sich voraussichtlich erst bei der erwarteten Vorstellung im September zeigen. Ausgerechnet in diesem Umfeld könnte sich der Start eines möglicherweise besonders teuren iPhone Fold als besonders ungünstig erweisen.
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