Ein neuer Bericht deutet auf spürbare Preiserhöhungen beim iPhone 18 Pro hin. Schuld sind laut Analyse vor allem stark steigende Kosten für Speicherchips.
Apple bestätigt Preisaufschläge wegen teurer Speicherchips
Apple hat in dieser Woche bestätigt, dass es wegen steigender Kosten für Speicherchips zu Preiserhöhungen in mehreren Produktreihen kommen wird. Gegenüber dem „Wall Street Journal“ erklärte Apple-Chef Tim Cook, das Unternehmen sei von den stark steigenden Preisen für Speicher nicht ausgenommen. Auf die Frage, welche Geräte wann teurer werden, sagte Cook, man arbeite noch daran, die Details festzulegen. Klare Aussagen seien im Zusammenhang mit der nächsten iPhone-Generation im September zu erwarten.
Die höheren Preise gehen auf einen weltweiten Engpass bei DRAM und NAND-Flash-Speicher zurück. Haupttreiber sind Rechenzentren für Künstliche Intelligenz, die um dieselben Komponenten konkurrieren wie Hersteller von Geräten für Endkund:innen. Unternehmen wie Samsung Electronics und Micron Technology verlagern ihre Produktion zunehmend auf Speicherchips für KI-Server im Unternehmensmaßstab. Dadurch verknappt sich das Angebot für Verbraucherprodukte wie das iPhone.
Speicherpreise sollen sich bis Herbst vervierfachen
Das „Wall Street Journal“ beruft sich auf Berechnungen des Marktforschungsunternehmens TechInsights. Demnach sollen sich die Preise für DRAM und Flash-Speicher bis Herbst im Vergleich zum Vorjahr ungefähr vervierfachen. TechInsights schätzt, dass Apple für die 12 GB DRAM im iPhone 17 Pro rund 39 US-Dollar (etwa 36 Euro) gezahlt hat. Beim iPhone 18 Pro könnten diese Kosten auf 145 US-Dollar (etwa 134 Euro) steigen. Die 256-GB-Flash-Speicherstufe habe Apple im iPhone 17 Pro etwa 13 US-Dollar (rund 12 Euro) gekostet, beim Nachfolger werden rund 51 US-Dollar (etwa 47 Euro) erwartet.
Insgesamt veranschlagt TechInsights die Komponenten- und Fertigungskosten für das iPhone 17 Pro ohne Speicher auf etwa 530 US-Dollar (rund 490 Euro). Zusammen mit DRAM und Flash ergibt sich damit eine geschätzte Materialsumme von rund 582 US-Dollar (etwa 538 Euro) für das Basismodell. Für das iPhone 18 Pro geht die Analyse von einem Anstieg der Gesamtkosten um 25 Prozent auf etwa 726 US-Dollar (rund 670 Euro) aus.
Möglicher Startpreis von 1.399 US-Dollar für iPhone 18 Pro
Nach den Berechnungen von TechInsights liegt die Bruttomarge des iPhone 17 Pro mit einem Verkaufspreis von 1.099 US-Dollar (etwa 1.015 Euro) bei rund 47 Prozent. Um diese Marge beim iPhone 18 Pro zu halten, müsste Apple demnach etwa 1.371 US-Dollar (rund 1.267 Euro) verlangen. Das „Wall Street Journal“ weist allerdings darauf hin, dass Apple in der Regel auf standardisierte Preispunkte setzt. Ein Einstiegspreis von 1.299 US-Dollar (etwa 1.199 Euro) erscheint daher wahrscheinlicher und würde eine Bruttomarge von rund 44 Prozent bedeuten.
In dieser Schätzung ist ein neues Kamerasystem noch nicht enthalten. Laut Lieferkettenanalyst Ming-Chi Kuo könnte es Apple rund 50 Prozent mehr kosten als die Kameralösung der vorherigen Generation. Bezieht man diese zusätzlichen Kosten in die gleiche Kalkulation ein, kommt das „Wall Street Journal“ zu dem Ergebnis, dass Apple den Einstiegspreis des iPhone 18 Pro bei 1.399 US-Dollar (etwa 1.291 Euro) oder höher ansetzen könnte.
Ein solcher Startpreis entspräche einem Aufschlag von 200 bis 300 US-Dollar (rund 184 bis 276 Euro) im Vergleich zum iPhone 17 Pro für 1.099 US-Dollar. Das iPhone 18 Pro Max dürfte voraussichtlich 100 US-Dollar (etwa 92 Euro) mehr kosten als das Pro-Modell, entsprechend dem aktuellen Abstand zwischen beiden Varianten. Die iPhone-18-Pro-Modelle werden zusammen mit dem faltbaren „iPhone Ultra“ erwartet, das Gerüchten zufolge bei rund 2.000 US-Dollar (etwa 1.844 Euro) starten soll.
