Für das iPhone 18 Pro verdichten sich die Hinweise auf ein Aluminium-Gehäuse, während Titan vorerst außen vor bleiben könnte. Auf Weibo liefern sich bekannte Leaker einen offenen Schlagabtausch.
Aluminium wegen KI und Wärmeabfuhr im Vorteil
Sowohl AppleInsider als auch MacRumors berichten über neue Aussagen des Weibo-Leakers „Fixed Focus Digital“. Demnach sei es sehr unwahrscheinlich, dass Apple bei künftigen Pro-iPhones kurzfristig zu Titan zurückkehrt. Stattdessen soll Aluminium aus thermischen Gründen gesetzt sein. Der Leaker begründet dies mit den steigenden Anforderungen durch lokale KI-Funktionen, die hohe Rechenleistung und damit verbundene Wärmeentwicklung mit sich bringen. Aluminiumlegierungen leiten Wärme besser ab als Titan und gelten deshalb aus Sicht des Leakers derzeit als einzig praktische Wahl.
Die Einschätzung bezieht sich laut Fixed Focus Digital nicht nur auf Apple. Auch Android-Smartphones und Geräte mit Huaweis HarmonyOS würden Aluminium gezielt einsetzen, um die Wärme von leistungsstarken Chips besser aus dem Gehäuse abzuleiten. Damit zeichnet der Leaker einen allgemeinen Branchentrend, der Aluminium klar bevorzugt. Sein bisheriger Trefferquote wird als durchschnittlich beschrieben, die aktuellen Aussagen wirken eher wie eine Einordnung der Marktentwicklung als eine konkrete, verifizierte Vorabinformation zu einem bestimmten iPhone-Modell.
Konter zu früheren Titan-Gerüchten
Die neuen Aussagen widersprechen einem Bericht des ebenfalls bekannten Weibo-Leakers „Instant Digital“ vom 17. Mai. Dieser hatte behauptet, Apple arbeite an verbesserten Titanlegierungen und sogar flüssigem Metall als langfristigem Ersatz für Aluminium in Pro-Modellen. Laut Instant Digital sei der Wechsel von Titan zurück zu Aluminium beim iPhone 17 Pro nur eine Zwischenlösung, während Apple an diesen alternativen Werkstoffen weiter forsche. Beide Materialien sollen demnach bereits für ein kommendes faltbares iPhone vorgesehen sein.
Apple kommentiert Materialwechsel in seinen Produkten traditionell nicht im Voraus, betreibt aber umfangreiche Forschung und Entwicklung. Dazu gehört laut den Berichten, eingesetzte und potenzielle Werkstoffe regelmäßig zu analysieren. In der Vergangenheit wechselte Apple beim Mac von Kunststoff zu Aluminium, um Stabilität und Verarbeitungsqualität zu erhöhen. Bei den iPhones kamen Edelstahl für Premium-Modelle und später Titan beim iPhone 15 Pro und iPhone 16 Pro hinzu, um Gewicht zu reduzieren und dennoch robust zu bleiben.
Überhitzung, iPhone 18 Pro und der Blick nach vorn
Der Schritt weg von Titan wird in den Berichten unter anderem mit Überhitzungsproblemen der Titan-Modelle iPhone 15 Pro und iPhone 16 Pro in Verbindung gebracht. Titan ist teurer, schwieriger zu bearbeiten und leitet Wärme schlechter ab als Aluminium. Das habe zu einem Umdenken geführt, auch wenn das iPhone Air Titan weiterhin nutzt. Für die iPhone-17-Pro-Generation gilt Aluminium bereits als gesetzt, mit einem Unibody-Design, das auch beim iPhone 18 Pro erwartet wird.
Fixed Focus Digital geht davon aus, dass Aluminium auf absehbare Zeit die bevorzugte Lösung für Apple bleibt. Die Einschätzung von MacRumors zufolge ist beim iPhone 18 Pro mit demselben Aluminium-Unibody wie beim iPhone 17 Pro zu rechnen, sodass ein erneuter Materialwechsel frühestens 2027 zu erwarten wäre. AppleInsider ergänzt, eine Rückkehr zu Titan sei zwar grundsätzlich möglich, aber eher unwahrscheinlich. Für die nähere Zukunft zeichnen beide Quellen Aluminium klar als Antwort auf die aktuellen technischen Anforderungen.