Im Herbst dürften die Preise für das iPhone 18 steigen. Auslöser sind anhaltend höhere Speicherpreise, die bereits bei anderen Apple-Produkten zu deutlichen Aufschlägen geführt haben.
Speicherknappheit treibt Komponentenpreise nach oben
Laut dem Newsletter „Power On“ von Bloomberg-Reporter Mark Gurman wirken sich die anhaltenden Engpässe bei Arbeitsspeicher weiterhin spürbar auf die Hardwarekosten aus. Apple habe bereits in den vergangenen Monaten die Preise für viele Macs, iPads und weitere Produkte angepasst, um die gestiegenen Komponentenpreise zumindest teilweise aufzufangen. Im Durchschnitt stiegen die Preise für diese Geräte um 23 Prozent, darunter Aufschläge von 200 US-Dollar (rund 185 Euro) für das MacBook Air und 500 US-Dollar (rund 460 Euro) für den Mac Studio. Auch Produkte wie Apple TV und Apple Vision Pro wurden teurer, während das iPhone bislang von Preiserhöhungen verschont blieb.
Auf der letzten Quartalskonferenz hatte Apple zudem davor gewarnt, dass höhere Komponentenpreise die Bruttomargen belasten. Das deutet darauf hin, dass Apple einen Teil der Mehrkosten selbst trägt und nicht vollständig an Käufer:innen weitergibt. Vor diesem Hintergrund wird ein Aufschlag von rund 100 US-Dollar (rund 90 Euro) für die kommende iPhone-Generation als vergleichsweise moderat eingeordnet.
Orientierung an Samsung und Google
Apple beobachtet laut Gurman genau, wie Wettbewerber wie Samsung und Google auf die höheren Speicherpreise reagieren. Beide Unternehmen haben ihre aktuellen Spitzenmodelle um etwa 100 US-Dollar verteuert. Eine ähnliche Anpassung würde den Einstiegspreis des iPhone 18 Pro auf 1.199 US-Dollar (rund 1.110 Euro) anheben, was einem Plus von rund neun Prozent entspräche. Das läge deutlich unter den teils drastischeren Anpassungen im Mac- und iPad-Segment und hielte das iPhone preislich in etwa auf dem Niveau vergleichbarer Premium-Smartphones anderer Hersteller.
Konkrete Informationen zu Apples endgültigen Preisentscheidungen gibt es nicht, die genannten Zahlen bleiben Spekulation. In den Berichten wird betont, dass es keinerlei Hinweise auf belastbare interne Pläne gibt. Die Überlegungen orientieren sich vor allem am Marktumfeld und den Verkaufszahlen des iPhones, das in sehr hohen Stückzahlen verkauft wird. Beobachter:innen rechnen damit, dass Apple versuchen wird, die Basispreise möglichst stabil zu halten und stattdessen höhere Aufschläge bei größeren Speichervarianten einzuplanen.
Neue iPhone-Modelle und Apple-Event im September
Neben dem iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max wird mit einem Faltmodell unter dem Namen iPhone Ultra gerechnet. Dieses Gerät soll als besonders spezialisiertes Nischenprodukt oberhalb der bisherigen Spitzenmodelle positioniert werden. Für das iPhone Ultra wird ein Startpreis von 1.999 US-Dollar (rund 1.850 Euro) erwartet, wobei unklar bleibt, ob dieser Preis angesichts der Produktionskosten ausreichen wird. Auch hier handelt es sich um Schätzungen ohne bestätigte Details von Apple.
Zusammen mit den neuen iPhones sollen auch neue Apple Watches präsentiert werden. Das entsprechende Apple-Event im September steht noch nicht offiziell fest, könnte laut den Berichten aber bereits am 9. September stattfinden. Apple hat zuletzt zudem das Upgrade-Abo für das iPhone eingeführt, mit dem sich die Kosten eines neuen Geräts auf monatliche Raten verteilen lassen. Dieses Modell könnte helfen, die Auswirkungen möglicher Preiserhöhungen für viele Nutzer:innen abzufedern.
