Apple arbeitet an einer systemweiten Funktion, mit der sich Inhalte zwischen iPhone und Windows-PC per Zwischenablage austauschen lassen sollen. Die Einführung ist für einen iOS-28-Release im Herbst 2027 in der EU vorgesehen.
Microsoft-Anfrage startet Entwicklungsprozess
Die Entwicklung der Funktion geht auf eine Interoperabilitäts-Anfrage von Microsoft an Apple zurück. Über ein Webportal können Drittanbieter derartige Anforderungen einreichen, die dann von Apple geprüft und bei Eignung umgesetzt werden. Der Zeitraum von der Annahme bis zur Bereitstellung kann laut Apple zwischen sechs und achtzehn Monaten liegen.
Microsoft stellte den Antrag mit der ID FB22329535 am 25. März 2026. Ziel ist ein plattformübergreifender Zugriff auf die Zwischenablage zwischen iOS und Windows, sodass Ihr Inhalte auf einem Gerät kopieren und auf dem jeweils anderen einfügen könnt. Nach der Prüfung durch Apple wurde der Antrag am 26. Juni 2026 genehmigt.
In der Begründung verweist Microsoft darauf, dass Nutzer:innen heute erwarten, dass grundlegende Funktionen wie eine gemeinsame Zwischenablage zwischen Geräten einfach funktionieren. Der aktuelle Weg führt über Drittanbieter-Apps, die beide Geräte koppeln müssen. Dabei muss die iOS-App im Vordergrund geöffnet sein, und für jeden einzelnen Clipboard-Vorgang ist eine eigene Berechtigungsanfrage nötig.
Die vorgeschlagene Lösung soll es erlauben, Inhalte ohne derartige Umwege von iPhone zu Windows und umgekehrt zu übertragen. Microsoft geht dabei nach eigenen Angaben davon aus, dass die Umsetzung die Kontrolle der Nutzer:innen über ihre Daten und den Schutz der Privatsphäre wahrt.
DMA sorgt für Einblick in Apples interne Abläufe
Apples interne Systeme zeigen, dass der Microsoft-Antrag am 31. März aufgenommen und nach einer ersten Bewertung am 27. April in eine vertiefte Prüfung überführt wurde. Diese Protokolle geben einen seltenen Blick auf Abläufe, die über den üblichen App-Review-Prozess hinausgehen.
Hintergrund ist der Digital Markets Act (DMA) der EU. Er verpflichtet Apple dazu, Entwickler:innen die Möglichkeit zu geben, Interoperabilitätsfunktionen formell anzufragen. Apple macht diese Vorgänge größtenteils öffentlich einsehbar. Manche Einträge sind als „Confidential“ gekennzeichnet, andere – wie der von Microsoft – zeigen den Namen des Unternehmens.
Da Apple für solche Funktionen tief in das Betriebssystem eingreift, ist ein längerer Umsetzungszeitraum erwartbar. Die Zwischenablage-Freigabe bewegt sich im äußersten Rahmen der genannten Spanne von rund 18 Monaten.
Offiziell betont Apple in diesen Einreichungen, dass die Funktionen zunächst nur für die EU vorgesehen sind. Gleichzeitig gibt es Beispiele wie Emulation, die zwar durch DMA-Beschwerden angestoßen, später aber weltweit aktiviert wurden. Auch die gemeinsame Zwischenablage könnte perspektivisch über die EU hinaus ausgerollt werden, etwa wenn Regulierungsbehörden in anderen Märkten Druck machen.
Technische Umsetzung in iOS 28
Für die neue Funktion nutzt Apple nach eigenen Angaben ein System, das den in iOS 26.5 für die EU eingeführten Frameworks Accessory Notifications und Accessory Live Activities ähnelt. Entwickler:innen müssen AccessorySetupKit integrieren, um eine einmalige Berechtigungsabfrage zu ermöglichen. Darüber koppelt Ihr ein Zubehör und gebt die Zwischenablage-Freigabe, ohne jedes Mal erneut zustimmen zu müssen.
Apple macht klar, dass Zeitplan und konkrete Umsetzung letztlich beim Unternehmen liegen. Ob Funktionsumfang und Terminplanung am Ende den Erwartungen von Microsoft und den EU-Behörden entsprechen, bleibt offen.
Apple nennt als Zielzeitraum den Herbst 2027 und verknüpft die Funktion mit iOS 28. Da nicht explizit von der ersten Hauptversion die Rede ist, könnte die gemeinsame Zwischenablage auch in einem späteren iOS-28-Update erscheinen, nachdem die erste Beta im Juni angelaufen ist.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: appleinsider.com
