Der HomePod mini hat die Marke von 2.000 Tagen auf dem Markt ohne Hardware-Update überschritten. Während sich Smart Speaker und Sprachassistent:innen weiterentwickeln, wirkt Apples Strategie zunehmend ungewöhnlich.
2.000 Tage ohne Hardware-Update
Apple hat den HomePod mini im Oktober 2020 zusammen mit dem iPhone 12 vorgestellt. Er sollte als kleinere und günstigere Variante des ursprünglichen HomePod dienen und den Einstieg ins Apple-Smart-Home erleichtern. Seitdem hat Apple zwar Softwarefunktionen nachgereicht, aber keine neue Generation oder überarbeitete Hardware veröffentlicht. Für ein Apple-Produkt ist diese lange Laufzeit ohne Refresh auffällig, zumal sich der Markt für vernetzte Lautsprecher seit 2020 deutlich verändert hat. Gleichzeitig zeigt sich anhand der Entwicklung von Amazons Echo-Geräten, wie dynamisch das Segment eigentlich ist.
Sprachassistent:innen im Wandel: Alexa macht Tempo
Ein Blick auf die Echo-Reihe verdeutlicht, wie stark Sprachassistent:innen derzeit im Fokus stehen. Der ausführliche Bericht von The Verge zur Entwicklung des Amazon-Echo-Ökosystems beschreibt, wie Alexa lernen sollte, natürlicher zu sprechen und besser zuzuhören. Amazons Strategie zielt darauf ab, Gespräche flüssiger zu machen und Interaktionen weniger wie starre Befehle wirken zu lassen. Diese Entwicklung unterstreicht, wie zentral die Sprachassistenz für viele Smart-Speaker-Hersteller geworden ist. Vor diesem Hintergrund fällt auf, dass Apple beim HomePod mini bislang auf derselben Hardwarebasis verharrt und keine neue Stufe für Siri in Form eines eigenen Geräte-Updates markiert hat.
Kaufentscheidung und Umgang mit einem gealterten HomePod mini
Wer heute zwischen einem HomePod mini und einem Echo-Lautsprecher wählen möchte, steht damit vor einer grundlegenden Abwägung. Auf der einen Seite steht der vergleichsweise alte HomePod mini, der tief ins Apple-Ökosystem eingebunden ist und stark auf Dienste wie Apple Music setzt. Auf der anderen Seite stehen Echo-Geräte, die kontinuierlich aktualisiert werden und in enger Verbindung mit den Alexa-Funktionen weiterwachsen. Für Euch bedeutet das: Die Entscheidung hängt stark davon ab, wie sehr Ihr in Apple-Dienste investiert seid und welchen Stellenwert Ihr der Entwicklung der jeweiligen Sprachassistenz beimesst. Wer sich für den HomePod mini entscheidet oder ihn bereits im Einsatz hat, kann dennoch viel aus dem Gerät herausholen. Automationen in Apples Smarthome-Umgebung, Kurzbefehle und durchdachte Audio-Setups helfen dabei, den betagten Lautsprecher sinnvoll zu nutzen. So lassen sich Routinen für Licht, Szenen oder Musik anlegen, ohne dass neue Hardware nötig ist. Gleichzeitig kursieren seit Längerem Gerüchte über einen möglichen Nachfolger des HomePod mini, deren Einordnung vor allem vom aktuellen Zustand des Marktes geprägt ist. Konkrete Ankündigungen von Apple gibt es dazu jedoch nicht, weshalb eine Kaufentscheidung weiterhin auf dem bestehenden Modell basieren muss.
