Werbung



News

Heute vor 41 Jahren: Steve Jobs reist in die Sowjetunion

Werbung



Am 4. Juli 1985 besucht Apple-Mitgründer Steve Jobs erstmals Moskau, um den Verkauf von Macs in der Sowjetunion auszuloten. Während seines zweitägigen Aufenthalts hält er Vorträge, spricht über eine mögliche Mac-Fertigung in Russland – und gerät dabei beinahe mit dem KGB aneinander.

Suche nach neuen Aufgaben nach Machtkampf bei Apple

Die Reise fällt in eine Phase des Umbruchs: Kurz zuvor ist der reformorientierte Politiker Michail Gorbatschow in der Sowjetunion an die Macht gekommen. Für Jobs selbst ist es ebenfalls eine schwierige Zeit. Er hat gerade einen internen Machtkampf mit dem damaligen Apple-CEO John Sculley verloren und steht im Unternehmen weitgehend isoliert da, nachdem sich die Führungsriege gegen ihn gestellt hat.

Auf der Suche nach neuen Aufgaben bricht Jobs zu einer Auslandsreise auf, die ihn über Paris und Italien schließlich nach Moskau führt. In Paris trifft er den späteren US-Präsidenten George H. W. Bush. Beide diskutieren die Idee, dass der Einsatz von Macs in der Sowjetunion eine „Revolution von unten“ anstoßen könnte.

Zu diesem Zeitpunkt ist in der Sowjetunion gerade der weniger leistungsfähige Apple II eingeführt worden. Das Land geht sehr vorsichtig damit um, moderne Technologie einer breiten Bevölkerung zugänglich zu machen.

Kontakte, Geheimdienste und ein mysteriöser Programmierer

Organisiert wird die Reise mit Hilfe eines Anwalts, bei dem Jobs nach eigener Aussage das „Gefühl“ hat, er könne für die CIA oder den KGB arbeiten. Öffentlich konkretisiert er diesen Verdacht allerdings nie. Die Reise ist dennoch bedeutsam genug, um später im FBI-Dossier über Jobs aufzutauchen. Dort wird vermerkt, dass er in der UdSSR mit einem nicht namentlich genannten Professor der Russischen Akademie der Wissenschaften zusammentrifft, um „mögliche Marketingstrategien für die Produkte von Apple Computer“ zu besprechen.

Weitere Merkwürdigkeiten beschreiben spätere Berichte: So ist Jobs überzeugt, dass ein Fernsehtechniker, der ohne Anforderung in seinem Moskauer Hotelzimmer auftaucht, in Wahrheit ein Spion ist. Diese Episode wird in Alan Deutschmans 2000 erschienenem Buch „The Second Coming of Steve Jobs“ geschildert.

Eine ganz andere Folge der Reise zeigt sich bei Apple-Vizepräsident Al Eisenstat, der im selben Moskauer Hotel wie Jobs übernachtet. Eines Nachts klopft ein nervöser Programmierer an seine Tür und drückt ihm eine Diskette in die Hand. Zurück in den USA stellt sich heraus, dass die Diskette funktionierende Handschrifterkennungs-Software enthält. Nach Aussagen mehrerer Mitglieder des Newton-Teams dient dieser Code später als Grundlage für die Handschrifterkennung im Newton MessagePad.

Konfliktpotenzial mit dem KGB wegen Leo Trotzki

Laut Walter Isaacsons 2011 veröffentlichter Jobs-Biografie stößt der Apple-Mitgründer in Moskau auch auf politischen Widerstand. Jobs soll darauf bestanden haben, über den marxistischen Revolutionär Leo Trotzki zu sprechen, der von den Sowjetbehörden als „Volksfeind“ verbannt und später in Mexiko auf Befehl von Josef Stalin ermordet wurde.

Ein KGB-Agent soll Jobs davor gewarnt haben: „Sie wollen nicht über Trotzki sprechen. Unsere Historiker haben die Situation untersucht, und wir glauben nicht mehr, dass er ein großer Mann ist.“ Jobs ignoriert diese Empfehlung nach Darstellung Isaacsons. An der staatlichen Universität in Moskau beginnt er einen Vortrag vor Informatikstudierenden demnach mit Lob für Trotzki. Eine teilweise überlieferte Mitschrift einer seiner Reden aus dieser Zeit erwähnt Trotzki allerdings nicht.

Konkrete Folgen scheint die Episode nicht gehabt zu haben. Eine russische Apple-Niederlassung entsteht nicht, und die gesamte Reise bleibt weitgehend ohne unmittelbare geschäftliche Ergebnisse. Rückblickend wirkt der Moskau-Besuch damit eher wie eine Zwischenetappe in einem Sommer, in dem Jobs bei Apple beschäftigungspolitisch an den Rand gedrängt ist – mit einigen bemerkenswerten Nebeneffekten für spätere Apple-Produkte.

Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.

Via: cultofmac.com

Den Beitrag in unserem Forum kommentieren

Werbung



Ähnliche Artikel

Werbung



Einkaufstipps
Beliebte Artikel

Werbung