Am 18. September 2013 erscheint iOS 7 und sorgt mit einem tiefgreifenden Neudesign für Diskussionen. Apple verabschiedet sich von Skeuomorphismus und setzt auf klare Flächen, einfache Icons und abstrakte Bedienelemente.
Radikaler Bruch mit der alten iOS-Optik
Mit iOS 7 erhält Apples mobiles Betriebssystem die bis dahin größte optische Überarbeitung seit Jahren. Die bisher prägenden skeuomorphen Elemente – also virtuelle Objekte, die realen Vorbildern wie Schaltern, Holzoberflächen oder Texturen nachempfunden sind – verschwinden weitgehend.
Stattdessen dominieren viel Weißraum, vereinfachte Symbole und abstrakter gestaltete Steuerelemente. Beobachter:innen sehen darin den Startschuss für die Software-Design-Ära von Jony Ive. Die neue Optik präsentierte Apple erstmals im Sommer 2013 auf der Worldwide Developers Conference. CEO Tim Cook sprach damals von einer „stunning new user interface“ – einer umwerfenden neuen Benutzeroberfläche. Ob das positiv oder negativ zu verstehen war, blieb zunächst Ansichtssache.
Cult of Mac schrieb zum Start von iOS 7, dass Nutzer:innen als erstes bemerken würden, wie drastisch sich alles verändert habe. Die Bedienlogik bleibe zwar auf grundlegender Ebene vertraut, ästhetisch sei das System jedoch um 180 Grad gedreht worden. Andere Stimmen fielen deutlich kritischer aus.
Technologe Tom Coates kommentierte auf X (damals Twitter), iOS 7 werde wahrscheinlich „richtig großartig sein, wenn sie das visuelle Design machen“. Designer Jason Santa Maria lobte zwar Multitasking, Tabs, Control Center, AirDrop und die allgemeinen Interaktionen, schob aber den Zusatz „Aber wow, the ugly stick“ hinterher.
Abschied vom Skeuomorphismus
Mit dem Wechsel zu iOS 7 vollzieht Apple auch konzeptionell einen Schritt: Das System setzt nicht mehr auf visuelle Anleihen aus der analogen Welt, um Funktionen zu erklären. Die Gestaltung geht davon aus, dass Nutzer:innen 2013 ein Smartphone grundsätzlich verstanden haben und keine Anspielungen auf reale Gegenstände mehr benötigen.
Apple-Softwarechef Craig Federighi illustrierte den Bruch auf der WWDC mit einem Seitenhieb auf das frühere, grün befilzte Game Center-Design: Man sei einfach mit „grünem Filz“ und auch mit „Holz“ ausgegangen, was ja gut für die Umwelt sein müsse. Game Center verabschiedete sich mit iOS 7 sichtbar von seinem Pooltisch-Look aus iOS 6.
Jony Ive, Apples Designchef, soll Skeuomorphismus nie gemocht und als altmodisch empfunden haben. Der wichtigste Befürworter des Ansatzes im Unternehmen war Scott Forstall, der Apple nach der Apple-Maps-Panne verlassen hatte. Danach übernahm Ive die Verantwortung für das Erscheinungsbild der Software – iOS 7 war das umstrittene Resultat.
Mehr als nur ein neues Aussehen
Die Überarbeitung von iOS 7 beschränkt sich nicht auf die Optik. Apple modernisiert unter anderem das Notification Center, überarbeitet Siri, führt automatische App-Updates ein und ergänzt das System um AirDrop, eine drahtlose Funktion zum schnellen Dateiaustausch zwischen Geräten.
Trotz der stark polarisierenden Gestaltung bezeichnet Apple iOS 7 als „fastest software upgrade in history“. Rund 35 Prozent aller iPhones werden innerhalb von 24 Stunden aktualisiert, in den ersten fünf Tagen erreicht iOS 7 200 Millionen Geräte.
Die letzte Version von iOS 7, iOS 7.1.2, erscheint am 30. Juni 2014. Am 17. September 2014 löst iOS 8 das System ab.
Erinnert Ihr Euch noch an Eure erste Reaktion auf das iOS-7-Design? Wie lange habt Ihr gebraucht, um Euch an die neue Optik zu gewöhnen?
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: cultofmac.com
