Bei einem Cyberangriff auf eine iPhone-Fabrik des indischen Herstellers Tata sollen mehr als 630 GB vertrauliche Daten zu Apple und Tesla entwendet worden sein. Die Echtheit der veröffentlichten Daten ist bisher nicht vollständig bestätigt, Sicherheitsforschende sehen jedoch zahlreiche Hinweise auf reale Firmendokumente.
Über 630 GB Daten, Bezug zu Hosur-Fabrik
Laut einem Bericht von Reuters betrifft der Angriff einen der iPhone-Standorte von Tata in Indien. Unklar ist bisher, ob es sich um dieselbe Fabrik in Hosur im Bundesstaat Tamil Nadu handelt, die zuletzt wegen angeblicher Verunreinigung des lokalen Wassers in die Kritik geraten ist. Fest steht demnach aber, dass sich unter den entwendeten Informationen 33 Dateien und Ordner mit Bezug zu Hosur befinden.
Eine Sprecher:in von Tata Electronics erklärte: „Vor einigen Wochen hat Tata Electronics einen Cybersicherheitsvorfall in einigen unserer Systeme identifiziert. Unsere Reaktionsprotokolle wurden umgehend aktiviert, und der Vorfall hat keine Auswirkungen auf unsere Geschäftsabläufe gehabt, die weiterhin unbeeinträchtigt bleiben.“ Ob es sich um einen Ransomware-Angriff handelt, wollte Tata nicht bestätigen.
World Leaks veröffentlicht angebliche Apple- und Tesla-Unterlagen
Für den Angriff verantwortlich zeichnet nach eigenen Angaben die Hackergruppe World Leaks. Sie behauptet, über 200.000 Dateien aus der betroffenen Fabrik veröffentlicht zu haben, mit einem Gesamtumfang von mehr als 630 GB. Darunter sollen sich Dateien mit Namen wie „com.apple.factorydata“ sowie Apple-Dokumente zu „material specification“ befinden.
Ebenfalls Teil des Datenpakets ist laut den Berichten ein 52-seitiges Dokument zu Qualitätsprüfstandards für die Leiterplatte des iPhone. Ein Sicherheitsforscher, der die Materialien im Darknet untersucht, berichtet zudem von enthaltenen Apple-Daten wie Passkopien von Beschäftigten und Protokollen von Systemereignissen über mehrere Jahre.
Auch zu Tesla finden sich den Angaben zufolge umfangreiche Unterlagen. Dazu zählen Zeichnungen für „Highland“, die überarbeitete Version des Model 3, die 2023 auf den Markt kam. Außerdem sollen ein Fertigungsdokument zur Montage mit Datum Mai 2025 sowie Verweise auf Bauteile für das Model Y SUV vorhanden sein. Ein zweiter Sicherheitsforscher gibt an, dass die Daten zu beiden Unternehmen seit dem 10. Juni 2026 im Netz verfügbar seien. Die Authentizität der Tesla-Daten ist wie bei den Apple-Unterlagen noch nicht abschließend bestätigt.
World Leaks ist bereits zuvor mit Erpressungsversuchen aufgefallen, unter anderem gegen Nike im Januar 2026. Ob im Fall Tata eine Lösegeldforderung gestellt wurde, ist nicht bekannt.
Apple prüft, Foxconn-Hack als jüngster Präzedenzfall
Apple hat sich bislang nicht öffentlich zu dem Vorfall geäußert. Eine nicht namentlich genannte Quelle, die mit der Angelegenheit vertraut sein soll, spricht von einer laufenden „vollständigen Analyse“. Details dazu, welche Daten konkret betroffen sein könnten, sind nicht veröffentlicht.
Der Angriff reiht sich in eine Serie von Cybervorfällen bei Zulieferern von Apple ein. Bereits im Mai 2026 war eine Foxconn-Anlage in den USA Ziel eines Hacks geworden. Zunächst hieß es dort, es seien keine verifizierten Apple-Daten betroffen. Später veröffentlichte Dateien, die unter anderem AppleInsider vorlagen, erwiesen sich jedoch als echte Apple-Dokumentation.
Wie sich der aktuelle Vorfall bei Tata weiterentwickelt und ob Apple oder Tesla zusätzliche Maßnahmen ergreifen, bleibt vorerst offen.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: appleinsider.com
