Apple könnte ein neues, günstigeres MacBook in zwei Leistungsstufen planen. Interne Tests sollen dabei sogar einen deutlich älteren iPhone-Chip umfassen.
Apple arbeitet laut aktuellen Gerüchten an einem neuen MacBook für den unteren Preisbereich des Notebook-Markts. Anders als bei bisherigen Macs soll dabei Technik aus der iPhone-Reihe zum Einsatz kommen, möglicherweise auch deutlich ältere Chip-Generationen.
Aus einem durchgesickerten internen iOS-Build sind nun weitere Hinweise aufgetaucht. Der bekannte Weibo-Leaker Kang und andere Quellen erwähnen darin ein günstiges MacBook, das Apple intern mit dem A15-Chip getestet haben soll. Das Modell ist demnach Teil einer größeren Reihe bislang unveröffentlichter Apple-Produkte, die im Leak sichtbar wurden.
Der A15 Bionic wurde im September 2021 vorgestellt und kam zunächst im iPhone-13-Portfolio zum Einsatz. Später nutzte Apple den Chip auch im iPhone 14, der dritten Generation des iPhone SE, im iPad mini der sechsten Generation sowie in der dritten Generation von Apple TV 4K.
Technisch bietet der A15 Bionic eine Sechskern-CPU mit zwei Performance-Kernen und vier Effizienz-Kernen, getaktet mit 3,24 GHz beziehungsweise 2,01 GHz. Hinzu kommt eine 16‑Kern Neural Engine mit bis zu 15,8 Billionen Operationen pro Sekunde sowie eine von Apple entwickelte Grafik mit vier oder fünf Kernen, abhängig vom jeweiligen Gerät.
Die mögliche Verwendung des A15-Chips ist vor allem deshalb interessant, weil bereits im Juni ein anderes Gerücht die Runde machte. Der Analyst Ming-Chi Kuo berichtete damals, dass an einer Variante des günstigen MacBook mit einem A18-Pro-Chip gearbeitet werde. Kang erwähnt in seinem Weibo-Beitrag nun beide Chips, also A15 und A18 Pro.
Dass Apple zwei SoCs testet, die mehrere Generationen auseinanderliegen, könnte darauf hindeuten, dass zwei unterschiedliche Leistungsstufen des Budget-MacBook geplant sind. Eine Variante würde dann auf den älteren A15 setzen, die andere auf den moderneren A18 Pro. Möglich ist aber auch, dass Apple den A15 lediglich evaluiert, um zu prüfen, ob seine Leistung für den Einsatz in einem Notebook ausreicht.
Unabhängig von der letztlichen Konfiguration sollen die iPhone-Chips helfen, die Herstellungskosten zu senken. So könnte Apple preislich mit besonders günstigen Windows-Notebooks konkurrieren und ein neues Einstiegsgerät unterhalb der bisherigen MacBook-Modelle platzieren.
Das Budget-MacBook soll nach aktuellem Stand deutlich günstiger sein als bereits reduzierte ältere MacBook-Generationen im Handel. Laut den bisherigen Einschätzungen wird ein voller Verkaufspreis von rund 700 US‑Dollar (ca. 650 Euro) erwartet. Kuo leitet aus den ihm vorliegenden Informationen außerdem ab, dass der Marktstart in der ersten Jahreshälfte 2026 erfolgen könnte.
Leaker:innen auf Weibo gelten insgesamt nicht als besonders verlässlich, Kangs Beiträge bilden hier jedoch eine Ausnahme. Der Account ist sowohl prominent als auch überdurchschnittlich treffsicher. 2021 erhielt Kang nach eigenen Angaben sogar ein Schreiben von Apple, in dem das Unternehmen aufforderte, keine Produktdetails mehr zu veröffentlichen und rechtliche Schritte in Aussicht stellte.
Offizielle Angaben von Apple zu einem günstigen MacBook mit iPhone-Chips gibt es bislang nicht. Bis zu einer möglichen Vorstellung bleiben alle technischen Daten, Preise und Termine daher Spekulation.
Via: https://appleinsider.com
Titelbild KI (Zur Illustration)
Den Beitrag in unserem Forum kommentieren
Der Leaker Digital Chat Station erwartet beim iPhone 18 einen größeren Akku und hält auch einen höheren Preis für möglich.…
Apple hält an getrennten Betriebssystemen für iPad und Mac fest. CEO John Ternus sagte bei einer Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen,…
Das neue iPad mini verbindet ein OLED-Display mit einem dünneren Gehäuse, mehr Leistung und Schutz vor Wasser und Staub. Erste…
Canva hat Affinity für das iPad veröffentlicht. Die kostenlose Design-App vereint Zeichnen, Vektorgrafik, Fotobearbeitung und Layout und ergänzt die Bedienung…
Apple testet neue KI-Funktionen für die Apple Watch, die Gespräche zusammenfassen und kürzlich Gesagtes wiedergeben. Die Funktionen sind zunächst für…
OpenAI, Google, Microsoft und Anthropic unterstützen ein gemeinsames Signal, mit dem Website-Betreiber:innen das Training von KI-Modellen mit ihren Inhalten untersagen…
Diese Website benutzt Cookies um Ihr Nutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie diese Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.
Mehr lesen