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Google und Samsung starten KI-Funktionen, auf die Siri noch wartet

Gemini vs Siri

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Google und Samsung bringen neue KI-Funktionen auf ihre Smartphones, die direkt auf dem Gerät mehrstufige Aufgaben übernehmen sollen. Apple hatte ähnliche Fähigkeiten für Siri schon 2024 angekündigt, aber bis heute nicht geliefert.

Gemini erledigt komplexe Aufgaben direkt auf dem Smartphone

Google hat angekündigt, dass der KI-Assistent Gemini bald mehrstufige Aufgaben auf dem Smartphone übernehmen kann, etwa Essensbestellungen oder das Buchen einer Fahrt. Der Start ist zunächst auf dem Pixel 10, Pixel 10 Pro und den neu vorgestellten Samsung Galaxy S26-Modellen geplant. Die Funktionen erinnern stark an Features, die Apple bereits auf der Entwicklerkonferenz WWDC 2024 für Siri vorgestellt hatte, die aber im März 2025 verschoben wurden und weiterhin fehlen.

Auf der Bühne zeigte Sameer Samat, Präsident für Android bei Google, in einer vorab aufgezeichneten Demo, wie die neuen agentischen Funktionen von Gemini in der Praxis aussehen sollen. Er lässt sich von Gemini beim Organisieren einer Pizza-Bestellung aus einem unübersichtlichen Familien-Gruppenchat helfen. Samat bittet Gemini, den Chatverlauf auszuwerten, die gewünschten Bestellungen zu ermitteln und diese dann über eine Liefer-App auszulösen.

Im Video ist zu sehen, wie Gemini die Wünsche aus dem Gruppenchat herausfiltert und in einem separaten Fenster anzeigt. Anschließend weist der Benutzer Gemini per Sprachbefehl an, die Bestellung bei einer konkret genannten Pizzeria abzuschließen. Gemini klickt sich daraufhin durch die Liefer-App GrubHub, um die Bestellung vorzubereiten. Wenn alles bereit ist, informiert Gemini den Benutzer, der die Bestellung noch selbst kontrollieren und endgültig absenden muss.

Auch wenn sich dieser Ablauf für viele von Euch direkt in der GrubHub-App oder mit einem Anruf bei der Pizzeria wahrscheinlich leicht selbst erledigen lässt, markiert er einen wichtigen Schritt für sogenannte agentische KI. Kurz zuvor hatte Google bereits ergänzt, dass Gemini im Chrome-Browser automatisch im Netz für Nutzer:innen recherchieren kann. Die nun gezeigte direkte Integration in Android wirkt wie der nächste logische Schritt: Google positioniert Gemini klar als hilfreiche Assistenz oder Produktivitätswerkzeug und nicht nur als Chatbot oder Sammlung von KI-Modellen.

Siri bleibt hinter den eigenen Ankündigungen zurück

Wenn Google die neuen Gemini-Funktionen tatsächlich „bald“ ausliefert, wie versprochen, und Apple nicht unerwartet nachzieht, wäre Google Apple bei zentralen KI-Fähigkeiten zuvorgekommen. Apple hatte auf der WWDC 2024 im Rahmen von „Apple Intelligence“ ebenfalls nur vorab aufgezeichnete Demos gezeigt. Eine Funktion sollte Siri ermöglichen, den Bildschirminhalt zu verstehen und darauf basierend zu handeln. So sollte es möglich sein, Siri zu bitten, eine Adresse aus einem Nachrichten-Thread direkt in die Kontaktkarte der jeweiligen Person zu übernehmen.

Apple zeigte außerdem, wie Siri in und über Apps hinweg Aktionen ausführen kann. Laut Präsentation sollte Siri auch den persönlichen Kontext verstehen, etwa indem die Assistentin auf die Frage nach der Landung des Fluges Deiner Mutter automatisch passende Flugdaten aus einer E-Mail sucht und anzeigt. Knapp zwei Jahre später ist davon jedoch nichts auf den Geräten von Nutzer:innen angekommen. Als Apple die Verzögerung der Funktionen bekanntgab, zog das Unternehmen sogar einen Werbespot zurück, der genau diese Fähigkeiten beworben hatte. Laut einem Bericht von Bloomberg könnten einige der angekündigten Features erst mit iOS 27 erscheinen.

Offene Fragen zu Gemini – und wachsender Druck auf Apple

Rund um die neuen Möglichkeiten von Gemini bleiben mehrere Fragen offen. Die Funktionen müssen zunächst überhaupt ausgeliefert werden, bevor sich beurteilen lässt, wie nützlich und zuverlässig sie im Alltag wirklich sind. Google bezeichnet den Start ausdrücklich als „Beta“, es ist also mit Unschärfen und Problemen zu rechnen.

Unklar ist ebenfalls, wie viele App-Entwickler:innen Gemini tatsächlich erlauben werden, sich in ihren Anwendungen im Namen der Nutzer:innen zu bewegen. Dieses Thema beschreibt der Chefredakteur von The Verge, Nilay Patel, als „DoorDash-Problem“. Google selbst spricht zum Start davon, dass Gemini in „ausgewählten Fahrdienst- und Essens-Apps“ funktionieren soll. Dennoch wirkt es so, als hätte Google Apple bei praktischen KI-Funktionen deutlich überholt. Für Apple bedeutet das zusätzlichen Druck, die eigenen Versprechen rund um Siri und Apple Intelligence einzulösen.

Via: https://www.theverge.com
Titelbild: Samsung-Presse

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Tags: Apple Intelligence, Pixel 10, Galaxy S26, iOS, Android, Samsung, Siri, Google, KI-Assistent, Gemini

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