Google startet mit Google Pics ein KI-Werkzeug für Bildgenerierung und -bearbeitung, das tief in Workspace integriert ist. Unternehmen und Bildungseinrichtungen sollen damit visuelle Inhalte direkt in ihren Büro-Workflows erstellen.
Funktionen: Von Bildgenerierung bis Textübersetzung
Google Pics kombiniert KI-Bilderzeugung mit fein steuerbaren Bearbeitungswerkzeugen. Basis sind die Modelle Nano Banana und, je nach Bericht, zusätzlich Gemini. Ihr könnt Bilder per Texteingabe generieren oder vorhandene Grafiken als Ausgangspunkt verwenden. Die Software erstellt mehrere Varianten pro Befehl, aus denen ihr passende Entwürfe auswählt. Objektsegmentierung ermöglicht es, einzelne Bildelemente zu identifizieren, zu isolieren und gezielt zu verändern. Unabhängig davon, ob sie KI-generiert oder ursprünglich vorhanden sind.
Ein Schwerpunkt liegt auf Textelementen innerhalb von Bildern. Texte lassen sich direkt im Layout bearbeiten oder in bis zu 29 Sprachen übersetzen, ohne Design oder Schriftart zu verändern. Zusätzlich bietet Google Pics automatisches Zuschneiden für unterschiedliche Formate sowie ein Upscaling auf 2K- und 4K-Auflösung, um Material für Präsentationen oder andere professionelle Einsatzzwecke aufzubereiten. Die Anwendung unterstützt parallele Bearbeitungsschritte und kann mehrere Änderungen gleichzeitig verarbeiten.
Für Teams stehen Kollaborationsfunktionen bereit. Mehrere Nutzer:innen können gleichzeitig an demselben Bild arbeiten, Entwürfe teilen oder über die Funktion Share Pics Varianten miteinander vergleichen. Das Tool ist darauf ausgelegt, wiederkehrende Grafikaufgaben wie Poster, Social-Media-Grafiken oder Illustrationen direkt im Arbeitskontext zu erledigen, ohne separate Designsoftware zu öffnen.
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Mehr InformationenEnge Integration in Docs, Slides und bald auch Drive
Google Pics ist fester Bestandteil von Google Workspace. Zum Start ist die Anwendung direkt in Google Docs und Google Slides eingebunden, weitere Integrationen folgen. Klickt ihr in einem Dokument oder einer Präsentation auf ein Bild, öffnet sich die komplette Bearbeitungsoberfläche von Pics, sodass ihr ohne Tab-Wechsel generieren, skalieren oder Texte anpassen könnt. In den kommenden Wochen soll auch Google Drive unterstützt werden, um dort gespeicherte Bilder direkt mit den KI-Funktionen zu bearbeiten.
Neben der Integration in bestehende Apps steht Google Pics auch als eigenständige Webanwendung bereit, die ihr etwa über die Adresse pics.new erreicht. Damit deckt Google sowohl die schnelle Bearbeitung im Kontext eines Dokuments als auch den eigenständigen Kreativ-Workspace ab. Die Einführung wird schrittweise ausgerollt und geht auf eine Ankündigung der Entwicklerkonferenz Google I/O im Mai 2026 zurück, erste Tests liefen bereits im Frühjahr mit einem kleineren Nutzerkreis.
Zielgruppen, Rollout und Wettbewerb
Google richtet Pics gezielt an zahlende Kund:innen. Zugriff erhalten Nutzer:innen von Workspace Business Standard und Business Plus sowie Enterprise Standard und Enterprise Plus. Zusätzlich steht das Tool Abonnent:innen von Google AI Pro und Ultra zur Verfügung, einschließlich AI Pro for Education für Bildungseinrichtungen. Der Rollout begann am 1. September 2026 und soll in den folgenden Wochen einen Großteil der adressierten Workspace-Kundschaft erreichen.
Im Markt positioniert Google Pics sich als Antwort auf Plattformen wie Canva, Adobe Express und andere Design-Tools, die KI-Funktionen bereits integriert haben. Anders als bei klassischen Designanwendungen steht hier die Erstellung über Eingabeaufforderungen im Vordergrund, nicht der manuelle Aufbau von Layouts von Grund auf. Google betont zugleich die klare Abgrenzung zu Google Fotos: Pics ist kein Ersatz für eine datenschutzorientierte Fotoverwaltung, sondern ein produktives Werkzeug für geschäftliche und kreative Aufgaben in der Workspace-Umgebung.
Durch die Verknüpfung mit Docs, Slides und künftig Drive reduziert Google Medienbrüche im Arbeitsalltag. Nutzer:innen sollen Bilder erzeugen, bearbeiten, übersetzen und gemeinsam überarbeiten können, ohne ihre gewohnte Büroumgebung zu verlassen.
Via: www.ad-hoc-news.de · www.ad-hoc-news.de · www.ad-hoc-news.de · www.ad-hoc-news.de · techcrunch.com · www.engadget.com
