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Gerücht: ChatGPT mit Apple Health – ein Risiko!

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Im Code der ChatGPT-App für iOS ist ein Icon von Apple Health aufgetaucht. Das deutet auf eine mögliche Verbindung hin – mit viel Potenzial, aber auch deutlichen Datenschutzrisiken.

Verstecktes Health-Icon in der ChatGPT-App

OpenAI hat seine ChatGPT-App für iOS aktualisiert. Wie MacRumors entdeckt hat, findet sich darin eine Variante des Apple Health Symbols, deren Dateiname auf eine Anbindung an die Health-App schließen lässt. Aktuell gibt es jedoch keine Möglichkeit, ChatGPT direkt mit Apple Health zu verbinden. OpenAI hat weder einen Startzeitpunkt angekündigt noch erklärt, welche Funktionen oder Datennutzungen konkret geplant sind.

ChatGPT kann bereits heute mit verschiedenen Apps interagieren, darunter Xcode, Notion oder Slack. Eine künftige Health-Integration wäre damit ein weiterer Baustein, diesmal mit Fokus auf Fitness- und Gesundheitsdaten. Ob und wie diese Verbindung tatsächlich realisiert wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt aber offen.

Mögliche Einsatzszenarien als Gesundheitscoach

Apple Health bündelt heute Daten aus zahlreichen Drittanbieter Apps zu Fitness, Ernährung und Gesundheit. Viele dieser Anwendungen schreiben in Health oder lesen bestehende Werte aus, um sie weiter auszuwerten. ChatGPT könnte zwar selbst keine Herzfrequenz oder das Gewicht erfassen, hätte mit entsprechender Freigabe aber Zugriff auf diese bereits gespeicherten Messwerte.

Naheliegend wäre eine Analyse der individuellen Gesundheits- und Fitnessdaten durch ChatGPT. Denkbar sind Auswertungen von Trends, das Erkennen möglicher Krankheitssymptome anhand von Verläufen oder Hinweise darauf, welche Bereiche Nutzer:innen gezielt verbessern könnten. Aus denselben Daten ließen sich außerdem Trainingspläne ableiten oder virtuelle Coaching-Funktionen anbieten. So könnte ChatGPT zum Beispiel Gangbild, Schrittzahlen und Gewicht über längere Zeit auswerten und darauf basierend empfehlen, sich mehr zu bewegen.

Ebenfalls möglich wäre, dass Nutzende Ziele wie Gewichtsabnahme oder Kraftaufbau formulieren und ChatGPT anschließend einen Trainingsplan erstellt. Dieser könnte gezielt auf Schwachstellen und gewünschte Fortschritte zugeschnitten sein. All diese Szenarien setzen aber voraus, dass eine technische Integration tatsächlich kommt und klar definiert ist, welche Daten genutzt werden.

Datenschutzfragen: Apple, OpenAI und HealthKit

Entscheidend für die Bewertung einer möglichen Anbindung ist, wer die Kontrolle über die Integration hat. Beim bestehenden Zusammenspiel von Siri und ChatGPT übernimmt Apple eine Schutzfunktion: Bevor Anfragen an ChatGPT weitergeleitet werden, entfernt Siri identifizierende Informationen. So erhält ChatGPT keine direkt zuordenbaren Personendaten. Dieses Modell würde auch bei Health-Daten einen vergleichsweise hohen Datenschutz bieten, sofern Apple die Schnittstelle steuert.

Anders sieht es aus, wenn ChatGPT über HealthKit direkt auf Apple Health Daten zugreift. Mit Zustimmung der Nutzenden könnte OpenAI dann auf sehr persönliche Gesundheits- und Fitnessinformationen zugreifen. Zwar schreibt Apple für HealthKit-Entwickler:innen strenge Datenschutzregeln vor, darunter Vorgaben zum Schutz der Privatsphäre und ein Verbot, Daten an Dritte weiterzugeben. Dennoch bliebe die Verantwortung bei OpenAI, diese sensiblen Daten korrekt und zweckgebunden zu behandeln.

Eine mögliche Apple Health Anbindung würde damit große Datenmengen zu ChatGPT bringen. Nutzende müssten darauf vertrauen, dass OpenAI diese Informationen nicht missbraucht und sich an alle Vorgaben hält. Was das neu entdeckte Icon letztlich bedeutet, ist derzeit unklar – je nach Umsetzung kann es für Eure Gesundheitsdaten mehr oder weniger Schutz bedeuten.

Im Zweifel sollten alle Nutzenden sehr restriktiv mit ihren persönlichen Gesundheitsdaten umgehen. Sind Datenspuren erst einmal individuell zuordenbar, werden diese mittel- oder langfristig auch genutzt!

Apples eigene KI-Pläne im Gesundheitsbereich

Parallel dazu arbeitet Apple selbst an KI-Funktionen rund um Gesundheit und Fitness. Bereits im März wurde über „Projekt Mulberry“ berichtet. Demnach soll die Health-App um einen KI-basierten Coach erweitert werden, der die gesammelten Gesundheitsdaten auswertet und Vorschläge zur körperlichen Verbesserung macht. Apple soll dafür mit eigenen Ärzt:innen zusammenarbeiten, um die KI mit medizinischem Fachwissen zu trainieren. Zusätzlich gab es Hinweise auf „Projekt Quartz“, ein weiteres Vorhaben für einen KI-gestützten Trainingscoach.

In der Praxis ist bisher jedoch vor allem Workout Buddy in iOS 26 und watchOS 26 angekommen. Diese Funktion liefert während des Trainings Hinweise und Motivation und greift dabei auf Fitnessverläufe zurück. Eine tiefgreifende Analyse sämtlicher Gesundheitsdaten findet aktuell aber noch nicht statt. Apple könnte künftige Versionen mit erweiterten Coaching-Funktionen ausstatten, liegt mit dem ersten Ansatz jedoch noch deutlich hinter den Möglichkeiten, die eine enge Verknüpfung von ChatGPT und Apple Health theoretisch bieten würde.

Via: https://appleinsider.com

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Tags: OpenAI, Health-App, iOS, Workout Buddy, Fitness, Siri, Datenschutz, KI, HealthKit, Apple Health, chatGPT

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