Apple hat im März bereits zahlreiche Neuheiten vorgestellt, doch eine wichtige Neuerung fehlt noch: die persönliche Intelligenz für Siri und Apple Intelligence. Ein Blick auf Apples Zeitplan lässt hoffen, dass sich das noch in diesem Monat ändert.
Apples langer Weg zu einer persönlicheren Siri
Apple hat Apple Intelligence erstmals am 10. Juni 2024 im Rahmen der WWDC 2024 als Teil von iOS 18 vorgestellt. Der Großteil der Apple-Intelligence-Funktionen erschien anschließend über mehrere Updates: iOS 18.1, iOS 18.2, iOS 18.3 und iOS 18.4.
Die persönliche Intelligenz für Siri war in diesem Zyklus allerdings nicht dabei. Gleiches gilt für die erweiterten In-App-Aktionen und die Kontextfunktionen, die Inhalte auf dem Bildschirm berücksichtigen sollen und ursprünglich angekündigt waren.
Am 7. März 2025 hat Apple die „persönlichere“ Version von Siri offiziell verschoben. Damals erklärte das Unternehmen, Siri sei in den letzten sechs Monaten bereits deutlich gesprächiger geworden, habe neue Funktionen wie Tippen zu Siri, Produktwissen und eine ChatGPT-Integration erhalten und helfe Nutzer:innen, schnell Dinge zu erledigen. Parallel arbeite man an einer persönlicheren Siri mit mehr Bewusstsein für den individuellen Kontext und der Fähigkeit, innerhalb und zwischen Apps Aktionen auszuführen. Man brauche jedoch länger als gedacht, um diese Funktionen zu liefern, und plane, sie im kommenden Jahr auszurollen.
Mit der Formulierung „im kommenden Jahr“ machte Apple damals klar, dass die angekündigten Funktionen frühestens im darauffolgenden Jahr erscheinen würden.
Am 12. Januar 2026 folgte schließlich eine gemeinsame Ankündigung von Apple und Google. Beide Unternehmen gaben bekannt, dass sie an einem Upgrade für Siri und Apple Intelligence arbeiten, das auf Gemini basiert. Apple und Google haben eine mehrjährige Zusammenarbeit vereinbart, in deren Rahmen die nächste Generation der Apple-Grundlagenmodelle auf Googles Gemini-Modellen und Cloud-Technologie aufbaut. Diese Modelle sollen künftige Apple-Intelligence-Funktionen unterstützen, darunter eine persönlicher gestaltete Siri, die noch in diesem Jahr erscheinen soll.
Laut der Ankündigung hat Apple nach intensiver Prüfung entschieden, dass Googles KI-Technologie die geeignetste Basis für die eigenen Grundlagenmodelle bietet. Apple betonte gleichzeitig, dass Apple Intelligence weiterhin auf Apple-Geräten und Private Cloud Compute laufen und die eigenen Datenschutzstandards gewahrt bleiben.
Berichten zufolge zielte Apple ursprünglich auf iOS 26.4 für die ersten Gemini-basierten Erweiterungen. Das Update brachte zwar zahlreiche Neuerungen, die neuen Siri-Funktionen fehlten jedoch.
Vor der ersten Entwickler:innen-Beta von iOS 26.4 berichtete Mark Gurman bei Bloomberg, Apple werde die Einführung der Gemini-Funktionen auf iOS 26.5 und iOS 27 verschieben. Apple hat zudem signalisiert, dass auf Basis des neuen Systems langfristig mehr Siri- und Apple-Intelligence-Funktionen erscheinen sollen als die bisher unveröffentlichten Features, die zunächst angekündigt wurden.
Welche Funktionen in welcher Version landen, ist noch unklar. Plausibel wäre, dass Apple die ursprünglich für ein Update von iOS 18 vorgesehenen Funktionen nun mit iOS 26.5 nachreicht. Dieses Update dürfte voraussichtlich die stabile Version bleiben, bis iOS 27.0 im September fertig ist. Weitere, noch nicht vorgestellte Funktionen könnte Apple dann für die Vorschau von iOS 27 im Juni einplanen und über Juli und August testen, bevor sie im September erscheinen.
Warum ein Start der Siri-Personalisierung im März weiter möglich ist
In den nächsten Wochen sollten wir erfahren, welche Pläne Apple konkret für die Gemini-basierten Siri- und Apple-Intelligence-Funktionen hat. Ein Blick auf den bisherigen Veröffentlichungsrhythmus von iOS lässt einen Start noch im März zumindest möglich erscheinen.
Die optimistische Prognose orientiert sich an der zeitlichen Abfolge von iOS 26.3. Apple veröffentlichte den Release Candidate von iOS 26.3 am Mittwoch, 4. Februar, die finale Version am Mittwoch, 11. Februar und die erste Entwickler:innen-Beta von iOS 26.4 am Montag, 16. Februar. Zwischen Release Candidate und offizieller Version lagen also sieben Tage, zwischen der finalen Version und der nächsten Beta fünf Tage – zunächst Mittwoch zu Mittwoch, dann Mittwoch zu Montag.
Übertragen wir dieses Muster auf iOS 26.5, gibt es bereits einen Anhaltspunkt. Apple hat den Release Candidate von iOS 26.4 am Mittwoch, 18. März veröffentlicht. Folgt Apple demselben Rhythmus, könnte iOS 26.4 am Mittwoch, 25. März öffentlich erscheinen. Daraus ergäbe sich der 30. März, ein Montag, als möglicher Termin für die erste Entwickler:innen-Beta von iOS 26.5.
Damit dieses Szenario aufgeht, müsste Apple in dieser ersten Beta bereits einige Gemini-basierte Funktionen für Siri integrieren. Das ist ambitioniert, aber nicht ausgeschlossen.
Gelingt das, würde Apple seine lange erwarteten Siri- und Apple-Intelligence-Funktionen formal noch im ersten Quartal 2026 ausliefern – auch wenn die meisten Nutzer:innen das Update wohl erst im April oder Mai erhalten. Realistischerweise hängt alles davon ab, welche Funktionen früh genug für eine Entwickler:innen-Beta bereitstehen. Insofern bleibt dieses Szenario die optimistische Variante, während ein Start mit einer Beta Mitte April vermutlich die sichere Wette ist.
Was meint Ihr: Zeigt Apple die ersten Gemini-basierten Funktionen für Apple Intelligence und Siri noch im März? Diskutiert gerne mit in den Kommentaren.
Via: https://9to5mac.com
