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Warum Apple bei Siri auf Gemini setzt und nicht auf Claude

KI-Codetools im Praxistest Claude Anthropic

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Apple arbeitet für das nächste große Siri-Update mit Googles KI-Modell Gemini zusammen. Dabei war Anthropic mit Claude intern schon einen Schritt weiter – scheiterte aber offenbar am eigenen Preis.

Claude lief bereits auf Apples Servern

Apple ist sich bewusst, dass die eigenen KI-Modelle derzeit nicht das Niveau spezialisierter Anbieter erreichen. Der nun bekannt gewordene Deal zur Integration von Googles Gemini in Siri zeigt das deutlich, während Apple parallel weiter Modelle von OpenAI und Anthropic einsetzt.

Wie Mark Gurman von Bloomberg berichtet, wurde die Vereinbarung mit Google erst vor Kurzem geschlossen. In Ländern wie China wird Apple jedoch auf andere Anbieter ausweichen müssen, da dort spezielle gesetzliche Vorgaben gelten. Schon heute passt Apple seine Produkte an die lokalen Regelungen an, ein lokales KI-Modell für Siri dürfte daher Teil dieser Strategie werden.

Laut Gurman nutzt Apple bereits angepasste Versionen von Anthropics Claude auf eigenen Servern. Claude war demnach ernsthaft als technisches Rückgrat für eine zukünftige Siri-Version im Gespräch, bevor sich Apple schließlich für Gemini entschied.

Anthropics Preisforderung schreckt Apple ab

Gurman geht davon aus, dass Apple konkrete Verhandlungen mit Anthropic darüber geführt hat, Claude zur Basis der geplanten Siri-Aufwertung zu machen. Dem Vernehmen nach verlangte Anthropic dafür jedoch „mehrere Milliarden US-Dollar pro Jahr“.

Wie viel Apple Google tatsächlich für die Nutzung von Gemini zahlt, ist offiziell nicht bekannt. Es liegt aber nahe, dass die Summe deutlich unter den Forderungen von Anthropic liegt. Ein nicht bestätigter Bericht der Financial Times nannte für den Google-Deal rund 1 Milliarde US-Dollar (rund 1 Milliarde Euro) jährlich.

Zum Vergleich: Für den Status als Standardsuchmaschine auf Apple-Geräten zahlt Google nachweislich etwa 20 Milliarden US-Dollar (etwa 20 Milliarden Euro) pro Jahr. Gurman zufolge hätte sich die von Anthropic geforderte Summe zudem in den kommenden drei Jahren jeweils jährlich verdoppelt. Vor diesem Hintergrund wirkt die Einigung mit Google für Apple finanziell deutlich attraktiver, zumal die Ausgaben durch die hohen Suchmaschinenzahlungen von Google an Apple teilweise kompensiert werden.

Mehrere KI-Partner – mit klarem Langfristziel

Unabhängig von Google und Anthropic arbeitet Apple bereits mit OpenAI zusammen. Deren ChatGPT steckt heute hinter einigen Funktionen von Apple Intelligence. Apple hat zudem angekündigt, dass Nutzer:innen künftig andere KI-Modelle auswählen können sollen.

Es deutet vieles darauf hin, dass Apple sich bewusst nicht von einem einzigen KI-Partner abhängig machen will. Gleichzeitig zeichnet sich ein klares Ziel ab: Eigene KI-Modelle sollen mittelfristig so weit ausgebaut werden, dass Apple auf Technologie von Google, Anthropic und anderen Anbietern verzichten kann.

Angesichts der laut Appleinsider-Recherchen rekordhohen Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Schlussquartal 2025 könnte dieser Schritt früher kommen, als viele erwarten.

Via: https://appleinsider.com

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Tags: Apple Intelligence, Claude, Apple, Siri, Google, KI, OpenAI, Anthropic, Gemini

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